15.04.2018

Veisoglu bringt die Derby-Wende

Verbandsliga Süd: TSO gewinnt in Urberach

Gut gelaunt war der Unparteiische Simon Wecht vor dem Derby. Foto: Christoph Weß

Das Rödermark-Derby zwischen dem FC Viktoria Urberach und der TS Ober-Roden ging mit 3:1 (0:1) an die Gäste. Die Einwechslung von Cengiz Veisoglu in der Halbzeit machte sich für die Juskic-Elf voll bezahlt und brachte den entscheidenden Impuls.

FC Viktoria Urberach - TS Ober-Roden 1:3 (1:0)

Erste Halbzeit im Rödermark-Derby: Kampf ja - Qualität war nicht so arg das Gelbe vom Ei. Bespielhaft eine Szene aus der 6. Minute, als sich Urberachs Sevket Yilderim im Ober-Rodener Halbfeld energisch durchsetzte, sein Schussversuch aber in der Prärie landete. Die Gäste waren auch gewillt, doch nachdem sich Dejan Djordjevic auf der linken Seite durchtankte, kam alles, nur keine Flanke (15.). Eine Minute später agierte Feta Suljic nicht entschlossen genug. Statt eines Torschusses sahen die rund 300 Zuschauer ein klärendes Bein von Patrick Czerwinski. Nach genau 20 Minuten dann der erste schnell vorgetragene Konter der Viktoria: Czerwinski auf Kalzu, der verfing sich aber in der TSO-Abwehr.

Mit einem Tor hatte zu diesem Zeitpunkt der Partie wohl keiner gerechnet. Es fiel aber, und zwar für die Schmidt-Elf. Wie aus dem Nichts kam Kalzu an den Ball, schaltete schnell, indem er den herauslaufenden Nikolaos Gkogkos umkurvte, um dann kaltschnäuzig aus spitzem Winkel einzuschieben (25.). Der Jubel war groß - das Tor gab dem Derby aber keinen großartigen Impuls. Keine schlechte Idee von Suljic, die Kugel rechts fast von der Grundlinieder flach reinzubringen, mit dieser Aktion hatte aber offensichtlich keiner seiner Mitspieler gerechnet.

Richtige Wahl mit Veisoglu

Nach dem Wechsel richteten sich die Gäste mit der Einwechslung von Cengiz Veisoglu noch offensiver aus - die kampfbetonte Partie fand ihre Fortsetzung. Dann fast die Kopie des 1:0, aber Gkogkos war hellwach, als Kalzu zur Umkurvung ansetzte. Vorausgegangen war ein Kopfball-Abwehrversuch von Kapitän Benedikt Strauss, der völlig in die Hose ging. Auf der anderen Seite missglückte Tim Schöppner mit einem Flugkopfball der Ausgleich haarscharf. Beim Freistoß-Rohr von Veisoglu aus mindestens 25 Metern tauchte Ole Schickedanz gerade noch rechtzeitig ins rechte untere Eck ab (64.). Die Gäste investierten mehr, und das sollte sich bezahlt machen. Ging auch gar nicht so schwer: Suljic steckte auf Florian Henkel durch und der machte das verdiente 1:1. Dann ging Max Heese äußerst fragwürdig im Sechszehner um und Suljic drehte das Spiel innerhalb von fünf Minuten.

Andre Schneiders Handspiel im Strafraum ließ die Gäste auf 3:1 davonziehen. Diesmal verwandelte Veisoglu, der dem Spiel der Juskic-Elf mit Beginn des zweiten Abschnitts ordentlich Schwung verliehen hatte. Urberach blieb rezeptlos, die Möglichkeit eines Anschlusstreffers war selbst im Ansatz nicht mehr zu erkennen. "Unser Sieg ist mehr als verdient. Wir haben mehr investiert. In der ersten Halbzeit haben wir drei bis vier Aktionen nicht richtig zu Ende gespielt. Auf das Spiel in die Tiefe von den Urberachern waren wir eigentlich vorbereitet. Trotzdem ist das 0:1 gefallen. Meine Mannschaft hat heute einen super Charakter gezeigt", freute sich TS Ober-Rodens Trainer Zivojin Juskic nach der Partie.

Die Statistik:

FC Viktoria Urberach: Schickedanz - Schneider, Gecili, Serra, Yilderim, Kalzu, Czerwinski, Niegisch (78. Lang), Alempic, Purcell, Schnitzer - Trainer: Lars Schmidt.
TS Ober-Roden: Gkogkos - Barowski, Barak, (78. Blahut), Strauss, Schöppner, Henkel, Suljic (85. Pandov), Djordjevic, Hesse, Schwab, Kazimi - Trainer: Zivojin Juskic.

Schiedsrichter: Simon Wecht (Heppenheim/Bergstraße).
Zuschauer: 300.
Tore: 1:0 Tim Kalzu (25.), 1:1 Florian Henkel (66.), 1:2 Feta Suljic (71., Foulelfmeter), 1:3 Cengiz Veisoglu (80., Handelfmeter).

Autor: Christoph Wess

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