12.01.2018

torgranate-Analyse: Germania Schwanheim

Zweitschwächste Defensive der Liga/ Neuzugänge schlagen ein

Fabian Pfeifer (rechts) erzielte bislang die meisten Treffer für Germania Schwanheim. Foto: Marcel Lorenz

Die Winterpause bietet Zeit zum Reflektieren. Auch bei uns: Wir haben uns die Hessenligisten aus dem Rhein-Main-Gebiet für eine kleine Analyse zur Brust genommen. Heute ist Germania Schwanheim an der Reihe.

Bisheriger Saisonverlauf:

Mit der Punkteausbeute von 24 Zählern zeigte sich Schwanheims Trainer Tomas Pelayo im bisherigen Saisonverlauf durchaus zufrieden. Denn damit belegt seine Mannschaft aktuell Platz elf in der Verbandsliga Mitte. "Wir haben ein gutes Punktepolster und sportlich gesehen bin ich zufrieden, weil wir im Soll sind", so Schwanheims Coach zur aktuellen Lage. Allerdings wurde das Team auch vom Verletzungspech beeinträchtigt und ließ deshalb einige Punkte liegen.

Weiteres Manko ist die Anzahl der Gegentore. Mit 50 Treffern hat die Germania nämlich, hinter dem TSV Bicken (59 Gegentore), die zweitschlechteste Defensive der Liga. Dafür läuft es in der Offensive besser. Hinter den Mannschaften an der Tabellenspitze, Eddersheim, SF/ BG Marburg, Fernwald, Dietkirchen sowie Langenaubach, die auf dem neunten Rang stehen, hat die Pelayo-Elf mit 39 Treffern den sechstbesten Angriff der Liga. Darauf lässt sich durchaus aufbauen.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen:

Yassine Maingad: Aus der Frankfurter Kreisoberliga (vom SC Weiß-Blau Frankfurt) zog es den Mittelfeldspieler nach Schwanheim. Dabei erzielte der 20-Jährige bislang vier Tore in 13 Spielen, hat aber auf seine Position auch viel Konkurrenz, weshalb es nicht zu mehr Einsätzen reichte.

Kalab Ghebremariam: Ledglich eine Partie verpasste der Neuzugang aus Kalbach bislang und zählt damit mittlerweile zu den Stützen im Mittelfeld der Schwanheimer. Außerdem gelang es dem 23-Jährigen schon ein Tor für die Germania zu erzielen. Allerdings war das bei der 1:3-Niederlage bei den Sportfreunden in Marburg, weshalb er nichts mehr am Ergebnis ändern konnte.

Marcel Aptiev: In der vergangenen Runde trug der Offensivspieler noch das Trikot von CREU Höchst, nun schnürt er die Fußballschuhe bei Germania Schwanheim. Hinter Fabian Pfeifer ist Aptiev mit 8 Toren in 13 Spielen der zweite beste Schütze in der Pelayo-Elf. Zudem ist er der effektivste Torschütze, da er alle 117 Minuten trifft.

Johnny Paul Alvarado Nieto: Auch den Mittelfeldspieler zog es, wie Marcel Aptiev von CREU Höchst, nach Schwanheim. Im Gegensatz zu seinem Mitspieler kam Alvarado Nieto bislang nur siebenmal zum Einsatz. Eine Wertung ist deshalb nicht möglich.

Stefan Enders: Der 19-Jährige hat sich unter Tomas Pelayo direkt zum Stammspieler entwickelt, nachdem er in der vergangenen Saison noch in der U19 vom FSV Frankfurt spielte. In der Hinrunde kam der Mittelfeldspieler nur einmal nicht zum Einsatz, ansonsten setzte Schwanheims Coach in jeder Partie auf ihn.

Michael Gorbunow: Seit einigen Jahren trägt der 19-Jährige nun schon das Trikot von Germania Schwanheim. Von der Jugend hat es der Mittelfeldspieler nun geschafft, sich in der ersten Mannschaft durchzusetzen. In 19 Partien erzielte Ghurbanow nämlich bislang drei Tore.

Samuel Baltes: Ebenfalls ein Eigengewächs ist der 19-Jährige Baltes, der, wie Ghurbanow, seine Chance nutzte und nun ein fester Bestandteil in der ersten Mannschaft ist. In 16 Spielen traf der Mittelfeldspieler dabei einmal.

"Ich bin mit allen Neuzugängen sehr zufrieden. Sie passen menschlich wie sportlich und sind absolut top und super eingeschlagen", lautet Pelayos Resümee zu allen Neuzugängen.

Das bleibt in Erinnerung:

In dieser Saison legte Schwanheim zwischenzeitlich eine kleine Serie hin. Sechs Spiele in Folge konnte die Pelayo-Elf nicht geschlagen werden und dabei gingen sie viermal als Sieger vom Platz. Nach einem 1:1-Unentschieden gegen Biebrich folgten Siege gegen Dietkirchen (5:2), Kelsterbach (3:1) und Dorndorf (4:3).

Bei der SG Kinzenbach gab es dann wieder 1:1-Unentschiede, ehe der 2:1-Derbyerfolg gegen den SV Zeilsheim folgte. Vor allem dieser Sieg blieb den Schwanheimern in besonders guter Erinnerung, wie Coach Pelayo verriet.

Ausblick:

Tomas Pelayo hofft, dass 2018 ein besseres Jahr für seine Mannschaft wird, damit seine Spieler vom Verletzungspech verschont bleiben. "Wenn wir die Restrunde ohne Verletzungen bestreiten können, werden wir die Saison zwischen dem achten und zehnten Platz beenden", ist sich Schwanheims Trainer sicher.

Der Klassenerhalt scheint dabei durchaus realistisch zu sein, sollten die Schwanheimer weiterhin so treffsicher sein und sich die Anzahl der Gegentreffer verringern.

Autor: Selina Eckstein

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