10.01.2018

torgranate-Analyse: FC Eddersheim

Erfolge im Hessenpokal/ Tabellenführer der Verbandsliga Mitte

Neuzugang Pero Miletic (Mitte) konnte sich direkt zur Nummer eins im Tor etablieren, Ivan Rebic (rechts) hingegen fehlte verletzt. Foto: Mithat Gürser

Die Winterpause bietet Zeit zum Reflektieren. Auch bei uns: Wir haben uns die Verbandsligisten aus dem Rhein-Main-Gebiet und Umgebung für eine kleine Analyse zur Brust genommen. Heute ist der FC Eddersheim an der Reihe.

So lief die bisherige Runde:

Für den FC Eddersheim läuft es in dieser Saison besser denn je. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte steht der Verein im Halbfinale des Hessenpokals. Sollte sich die Mannschaft von Rouven Leopold im neuen Jahr gegen Hessen Kassel durchsetzen (die Partie wird am 21. März um 19 Uhr angepfiffen), würde sogar die Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal bestehen, sollte Wehen Wiesbaden ebenfalls ins Finale einziehen und unter die ersten Vier in der Dritten Liga kommen. Wehen wäre dann nämlich schon qualifiziert und Eddersheim würde, unabhängig vom Ergebnis, ebenfalls am DFB-Pokal teilnehmen.

Aber nicht nur im Pokal steht der FCE gut da, auch in der Liga ist die Leopold-Elf erfolgreich. Als Erster führen die Eddersheimer die Tabelle der Verbandsliga Mitte an. "Das ist außergewöhnlich gut und es gibt wenig zu bemängeln", sagte FCE-Coach Leopold und fügte an: "Wir sind seit 16 Spielen ungeschlagen und wir fühlen uns in dieser Seifenblase sehr wohl." Als einzigen negativen Punkt der Hinrunde beklagt Eddersheims Trainer die drei Langzeitverletzten, zu denen auch der beste Torschütze der vergangenen Saison, Ivan Rebic (wir haben über ihn berichtet), zählt, der zur Restrunde wieder zur Verfügung stehen soll.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen:

Pero Miletic: Der Torhüter ist vor der Saison von Rot-Weiss Frankfurt gekommen und gleichzeitig der älteste Keeper beim FCE. Trotzdem wurde Miletic schnell zur Nummer eins im Kasten, fehlte bei keinem Liga-Spiel und wurde zur festen Größe innerhalb der Mannschaft.

Nikolai König: Der Mittelfeldspieler trug in der abgelaufenen Runde noch das Trikot von Vatanspor Bad Homburg. In dieser Spielzeit kam König bislang in 12 Partien zum Einsatz, erzielte allerdings noch kein Tor.

Patrick Hilser: Nach seiner Zeit bei den Sportfreunden Seligenstadt zog es den Abwehrspieler nach Eddersheim. Neben einem Einsatz in der zweiten Mannschaft wurde Hilser insgesamt 15 Mal bei der ersten Mannschaft eingesetzt. Dafür bedankte er sich mit zwei Toren (jeweils eins gegen Fernwald und Waldbrunn).

Alexander Scholz: Von Viktoria Kelsterbach führte der Weg des Angreifers zum FCE und dort präsentiert er sich bislang sehr gut. Mit 13 Toren belegt Scholz Platz zwei in der internen Torschützenliste.

"Allesamt sind Persönlichkeiten, die führen können und sie haben einen super Charakter, das habe ich schon gemerkt, als ich noch mit ihnen zusammen gespielt habe", äußerte sich Trainer Leopold zu seinen Neuzugängen.

In Erinnerung bleibt:

Das größte Highlight 2017 war in Eddersheim der 4:3-Erfolg im Viertelfinale des Hessenpokals gegen Hessen Dreieich. Als einziger Verbandsligist steht der FCE nun im Halbfinale, was zum größten Erfolg in der Vereinsgeschichte zählt. Im neuen Jahr wartet nun schon das nächste Highlight auf den Verein, wenn der KSV Hessen Kassel zu Gast sein wird.

Das ist allerdings nicht die einzige Partie, die Trainer Leopold in Erinnerung geblieben ist. Auch zwei Spiele in der Verbandsliga Süd wird der FCE-Trainer so schnell nicht vergessen. In den Partien bei SF/BG Marburg und beim SSV Langenaubach drehten die Eddersheimer die Partie noch zu ihren Gusten. "Wir haben nicht gut gespielt, aber die Mentalität war außergewöhnlich", sagte Leopold rückblickend. In Marburg gelang nach einem 1:3-Rückstand noch der 4:3-Sieg. Beim SSV wurde ein 1:2-Rückstand in einen 5:2-Erfolg umgemünzt.

Ausblick:

Das Ziel für die Rückrunde ist klar: der Aufstieg in die Hessenliga. Das betonte Leopold nach einer sehr erfolgreichen ersten Halbserie. "Nach der Hinrunde haben wir den Anspruch Meister zu werden. Und ich hoffe, dass es so weiter geht", blickte FCE-Trainer auf das Jahr 2018. Als stärksten Kontrahenten sieht Leopold dabei BG Marburg, die es ihnen bis zum Schluss schwer machen dürften. Aber auch der FSV Fernwald und der SV Zeilsheim werden bis zum Schluss ein Wörtchen mitreden wollen.

Am 21. März wartet dann das nächste Highlight auf den Verein. Das Halbfinale des Hessenpokals gegen Hessen Kassel, dass Eddersheim "einfach genießen möchte", so Leopold, der aber auch betonte, dass erneut so eine Leistung abgerufen werden soll, wie gegen Hessen Dreieich, damit der Traum vom DFB-Pokal noch nicht vorbei ist.

Und egal, wie die Saison für den Verein endet und welche Erfolge noch gefeiert werden dürfen, in der kommenden Saison wird es mit Rouven Leopold an der Seitenlinie als Coach des FCE weiter gehen (wir haben berichtet).

Autor: Selina Eckstein

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