05.12.2017

Thomas Zampach hat sich reaktiviert

Gruppenliga Frankfurt West: Frankfurter "Fußball-Gott" mit Kurzeinsätzen

Thomas Zampach greift wieder aktiv ins Geschehen ein. Foto: Steffen Turban

Der West-Gruppenliga Aufsteiger FV Stierstadt hat aus einer Not eine Tugend gemacht: Aufgrund personeller Engpässe stand dessen Trainer Thomas Zampach schon beim FSV Friedrichsdorf auf dem Spielberichts-Bogen, um in den letzten drei Partien dann aktiv ins Geschehen einzugreifen.

"Es ist besonders und ein schönes Gefühl, wenn ich den Jungs was mitgeben kann und mit ihnen zusammen abgepfiffen werde", sagt Thomas Zampach, der zu Beginn der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga Frankfurt West den Posten des Cheftrainers von Andreas Russ beim FV Stierstadt übernommen hat. Zampach bezieht sich auf seine drei Kurzeinsätze gegen die Spvgg. 02 Griesheim, den SC Dortelweil und den FFV 04 Sportfreunde jeweils in den Schlussminuten, mit denen er für den FV zwei Siege und ein Unentschieden stabilisierte: "Ich habe mich eingewechselt, weil es mir um die Menschen geht, die mit Stierstadt mitleiden. Ich möchte die Leute hier nicht enttäuschen."

Der Ex-Profi, der unter anderem bei Kickers Offenbach und dem 1. FSV Mainz 05 unter Vertrag stand und von den Eintracht Frankfurt-Fans immernoch als "Fußball-Gott" verehrt wird, schließt weitere Einsätze zwar nicht aus, ist sich aber auch nicht zuletzt wegen seiner Nierenspende vor etwas einem Jahr an seinen Bruder Paul der Gefahren bewusst: "Das war jetzt schon eher die Ausnahme. Wenn mir jemand aus Versehen in die Seite reinspringt, dann kann das schon gefährlich sein, und das ist es nicht wert."

Für den 47-Jährigen gibt es zwei Abteilungen in seiner Alterskategorie beim Fußball spielen: "Technik ist wie Fahrrad fahren. Die kann zwar einrosten, ganz verlernen tut man sie aber nicht. Anders ist das schon bei den Antritts- und Abstoppbewegungen. Mit knapp 48 fällt das dann doch schon etwas schwerer." Zu seinem 50. Geburtstag hat Zampach augenzwinkernd einen Wunsch der etwas anderen Art im Hinblick auf seine fußballerischen Fähigkeiten: "Ich würde gerne ein halbes Jahr unter Profi-Bedingungen so gut es geht mittrainieren, um Muskeln und Kondition aufzubauen. Dann würde es mich reizen zu wissen, wo ich prozentual stehen würde, wenn ich gegen die Jungs aus der Bundesliga für eine Halbzeit spielen würde, wenn es in erster Linie darum geht, Räume zu schieben."

Autor: Christoph Wess

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