12.11.2017

Tempo macht Griesheim Tarik zum Herbstmeister

Kreisoberliga Frankfurt: Fechenheim verliert mit 1:4

Zwei Tore für den SC Weiss-Blau: Kapitän Oscar Kosok. Foto: Jörg Schulz

Der letzte Spieltag der Hinrunde ging in der Kreisoberliga Frankfurt mit einem reduzierten Programm über die Bühne. Zwei Spiele fielen den schlechten Platzverhältnissen zum Opfer und eines wurde schon am Freitagabend ausgetragen. Durch die 1:4-Niederlage beim FC Tempo verpasste die Spvgg. 03 Fechenheim die Herbstmeisterschaft und musste den Spitzenplatz an den SV Griesheim Tarik abgeben. Am Tabellenende konnte Schlusslicht BSC SW 19 mit dem 1:1 beim FC Croatia einen Punkt mitnehmen.

FC Germania Enkheim - SV Griesheim Tarik 0:1 (0:0)

Griesheim Tarik hat damit die Hinrunde als Herbstmeister abgeschlossen. Siehe Extrabericht!

FC Posavina - TuS Makkabi ausgefallen

Die Partie wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt. Neuer Termin: Mittwoch, 15.11., 20 Uhr.

TSG 51 - TSG Niederrad ausgefallen

Nachdem die Reserve auf dem Hartplatz gespielt hatte, war der Boden für das Kreisoberliga-Spiel nicht mehr bespielbar. Neuer Versuch: Dienstag, 14.11., 20 Uhr.

Concordia Eschersheim - SG Westend 1:1 (1:1)

Adrian Mohr brachte die Concordia schon nach 19 Minuten mit einem Volleyschuss nach einer Freistoßflanke von Ricardo Harrabi in Führung. Die Gäste von der Sondershausenstraße egalisierten durch Mirsen Mehmedovic, nachdem zuvor Concordia-Torhüter Benjamin Kress seinen Mitspieler Pablo Pereira in die Bredouille gebracht hatte und dieser den herannahenden Mehmedovic übersah. In der Schlussphase hatte der Schiedsrichter noch einiges zu tun und verwies drei Akteure des Feldes. Auf Seiten der Eschersheimer war die Partie für Neuzugang Marc Scheid in der 79. Minute nach einer Gelb-Roten Karte beendet. Fast zeitgleich musste Westends Sadat Izberovic nach einer Rudelbildung mit der Roten Karte runter. Und in der Nachspielzeit traf es noch Gästeakteur Alen Tahirovic nach einer vermeintlichen Schwalbe und einer Beleidigung nach einem Ausball mit Gelb-Rot. "Es war ein heißumkämpftes Spiel, in dem Westend giftig aufgetreten ist. Bis zu den Platzverweisen blieb alles im Rahmen, danach hatte der Schiedsrichter seine liebe Mühe. Wir waren spielerisch nicht in Topform, haben aber gekämpft und mit dem Punkt können wir leben", bilanzierte Concordia-Trainer Roland Stipp. SGW-Pressesprecher Thomas Horn resümierte: "Es war ein kampfbetontes Spiel, in dem wir völlig zu Unrecht Remis gespielt haben. Wir hatten mit Rovcahin und Izberovic zwei Pfostenschüsse und auch sonst genügend Chancen, die wir nicht reinmachen. Es war ein munteres hin und her. Die Ereignisse haben sich in der Schlussphase mit Aufruhr auf dem Platz überschlagen. Ein Dreier war drin, wir hätten gewinnen müssen".

Schiedsrichter: Yilmaz Demir (Klein-Rohrheim).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Adrian Mohr (19.), 1:1 Mirsen Mehmedovic (39.).
Gelb-Rote Karte: Marc Scheid (Eschersheim, 79.), Alen Tahirovic (Westend, 90.+1).
Rote Karte: Sadat Izberovic (Westend, 79.).

FC Tempo - Spvgg. 03 Fechenheim 4:1 (1:0)

Die Serben lieferten mit dem neuen Spielertrainer Borislav Pilipovic und zwei Neuzugängen eine Überraschung und fertigten den bisherigen Tabellenführer mit 4:1 ab. "Wir sind sehr erfreut über den Sieg. Wir waren sehr motiviert und hatten eine gute Einstellung. Deswegen sind wir als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Tempo war spielbestimmend, während Fechenheim nur mit Standards gefährlich war. Unter dem Strich haben wir uns anders als in den Wochen zuvor präsentiert". freute sich Tempos Sportlicher Leiter Zoran Marcetic. Die Serben führten zur Pause durch das Tor von Anil Kapoor mit 1:0. Fechenheims Ausgleich durch Armin Hadzic war eine der wenigen guten Aktionen der 03er. Bosko Sladojevic und ein Doppelpack von Vladan Nikolic machten den wichtigen Sieg für die Hausherren im Abstiegskampf perfekt. Fechenheims Sportdirektor Asghar Ali-Jaali zeigte sich enttäuscht: "Das war ein rabenschwarzer Tag. Die neutralen Zuschauer konnten nicht erkennen, wer Tabellenführer ist und wer im unteren Mittelfeld steht. Tempo war uns in allen Belangen überlegen. Sie hatten mehr Spielwitz und waren aggressiver. Unser Team war ein Totalausfall. Wir konnten zu keiner Zeit an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Keiner hat Normalform erreicht und die Tugenden des Fußballs haben wir zu Hause gelassen".

Schiedsrichter: Tomica Topali (Gießen).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Anil Kapoor (38.), 1:1 Armin Hadzic (67.), 2:1 Bosko Sladojevic (73.), 3:1 und 4:1 Vladan Nikolic (84., 85.).

SC Weiss-Blau - SV Blau-Gelb 5:1 (3:1)

Weiss-Blau beendete mit einer überzeugenden Vorstellung die sieben Spiele andauernde ungeschlagene Serie der Blau-Gelben. "Der frühe Rückstand war ein Schock, aber danach haben wir unsere Vorgaben umgesetzt. Wir waren auf den Gegner gut eingestellt und haben eine Reaktion gezeigt. Blau-Gelb hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Ein Lob an die ganze Mannschaft für den klaren Sieg, der nach 90 Minuten in Ordnung geht", fasste Weiss-Blau-Trainer Antonio Brenes zusammen. Nach 42 Sekunden spritzte Blau-Gelb-Torjäger Sebastian Gaese in einen zu kurz geratenen Rückpass, umkurvte Heimtorhüter Lukas Steinfels und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Danach spielte nur noch der Gastgeber. Beim 1:1 stand Oscar Kosok im Abseits, wie SC-Trainer Brenes zugab. Der Treffer fand aber trotzdem die Anerkennung. Steffen Hagemann brachte das Team von den Sandhöfer Wiesen aus 16 Metern mit 2:1 nach vorne und Kosok stand dann nach einer Flanke von David Brenes goldrichtig und erhöhte auf 3:1. Mit einem abgefälschten Schuss stellte Konstantin Schmidt Narischkin nach der Pause auf 4:1. Den Schlusspunkt setzte Daniel Steinkohl per Foulelfmeter zum 5:1-Endstand. Für Blau-Gelb-Trainer Sven Janssen war das Ende der Serie kein Rückschlag: "Nach der Führung war es das für uns. Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnten kaum für Entlastung sorgen. Folgerichtig fielen die Tore für Weiss-Blau. Gegen diesen Gegner kann man verlieren, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir das Spiel länger offen halten".

Schiedsrichter: Göksel Sayioglu (Oppenheim).
Zuschauer: 40.
Tore: 0:1 Sebastian Gaese (1.), 1:1 Oscar Kosok (31.), 2:1 Steffen Hagemann (36.), 3:1 Oscar Kosok (44.), 4:1 Konstantin Schmidt Narischkin (52.), 5:1 Daniel Steinkohl (63.).

FC Croatia - BSC SW 19 1:1 (0:0)

Croatias Sportlicher Leiter Stanislav Konta war mit dem mageren Remis gegen das Schlusslicht unzufrieden: "Wir waren spielbestimmend, aber der letzte Pass hat gefehlt. Wir waren zu ungenau und haben zu viele Fehlpässe gespielt. Wir müssen uns unbedingt steigern". Nach einer Ecke von Vladimir Blazekovic waren die Kroaten durch den Volleyschuss von Daniel Soldo nach etwas mehr als einer Stunde mit 1:0 in Führung gegangen. Fast postwendend, nämlich nur drei Minuten später, glich der Tabellenletzte ebenfalls nach einer eigentlich schon geklärten Ecke durch einen Flugkopfball von Christoph Gebbers aus. BSC-Coach Ramazan Ünlü lobte seine Rumpftruppe: "Wir wollten unbedingt als Mannschaft auftreten und das ist uns gelungen. Es war ein verdientes 1:1 über das wir uns nicht beschweren können. Ich muss auch Croatia für das faire Auftreten loben".

Schiedsrichter: Peyman Abnos (Wiesbaden).
Zuschauer: 55.
Tore: 1:0 Daniel Soldo (61.), 1:1 Christoph Gebbers (64.).

SV Viktoria Preußen - 1. FC 02 Rödelheim 2:1 (0:0)

"Wir haben von Anfang an Gas gegeben und waren spielbestimmend. Schon in der ersten Halbzeit hatten Stefano Amore und Hassan Taadou klare Tormöglichkeiten. Nach dem 2:0 war die Luft raus und wir haben auf Zeit gespielt. So wurde es nach dem Anschlusstreffer noch einmal hektisch, aber Rödelheim hat nichts Konstruktives mehr zustande gebracht", berichtete Thomas Mahlau, der Fußball-Abteilungsleiter der Preußen. Im Tor stand der 18-jährige A-Jugendliche Cedric Wohlgemuth, den Trainer Ramzi Kallel nach der Verletzung von Stammtorhüter Mert Aydin in das kalte Wasser geworfen hatte. Nach torloser erster Hälfte führte ein Eckball von Giuliano Amante zur Führung der Platzherren. Stefano Amore hielt die Wade hin und es hieß 1:0. Beim 2:0 profitierte Amante von der Halbherzigkeit des RFC-Torhüters Lucas Fleege, den er mit einem Schuss ins lange Eck überwand. Die abstiegsgefährdeten Rödelheimer verkürzten durch Sayed Maqsoud Hashimi, als die Gastgeber nicht richtig klären konnten und Jakob Dickmann den Ball gegen den eigenen Pfosten setzte. RFC-Pressesprecher Volker Flauaus meinte: "Wir wollten mit nur einer Spitze spielen und auf Nummer sicher gehen. Das ging in die Hose. Wir haben Beton angemischt und wollten die Null halten. Nach vorne war das aber zu wenig und irgendwann kriegst Du halt so ein dummes Tor".

Schiedsrichter: Erdem Tasdemir (Rüdesheim).
Zuschauer: 60.
Tore: 1:0 Stefano Amore (65.), 2:0 Giuliano Amante (70.), 2:1 Sayed Maqsoud Hashimi (82.).

Autor: Pedro Acebes

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