04.11.2017

Teilzeitkräfte entscheiden Aufsteiger-Duell

Hessenliga: Ginsheim schlägt Neu-Isenburg

Das Ergebnis fiel heute eindeutig für Ginsheim aus. Foto: Christoph Weß

Im Duell der Hessenliga-Aufsteiger hat der VfB Ginsheim die Spielvereinigung Neu-Isenburg mit 4:1 (1:0) geschlagen. Die Partie lebte zu weiten Teilen von der Spannung, weil Torchancen nicht so reichlich gesät waren.

VfB Ginsheim - Spvgg. Neu-Isenburg 4:1 (1:0)

Ginsheim gab wie schon so oft auf heimischen Boden in den ersten 15-20 Minuten richtig Gas. Darauf schienen die Gäste nicht so richtig eingestellt zu sein. Was Daniel Sachs allerdings dazu bewegte, nach zwei Minuten den Ball führend einmal quer durch den eigenen Strafraum zu marschieren, um anschließend mit seinem Rückpass per Ausrutscher Torwart Lazar Kacarevic in arge Bedrängnis zu bringen, bleibt wohl ein Rätsel. Jedenfalls schaffte es Berat Karabey nicht, das Leder im Tor unterzubringen.

Dann aber flankte in der 17. Minute Giuseppe Carbone mit seinem Rechten von der linken Seite, Karabey setzte den Ball an den Pfosten und Francesco Teodonno stand richtig, um einzuschieben. Obwohl Neu-Isenburgs Marc Züge direkt im Anschluuss an Lukas Langenstein erst mit einem Schuss scheiterte und im zweiten Anlauf nur denkbar knapp über das Tor köpfte, war die Hoffmann-Elf immernoch nicht im Spiel angekommen. Es dauerte schon noch so bis zur 25. Minute, um den Zugang zur Partie zu finden.

Distanzschüsse hielten Neu-Isenburg auf Distanz

Nach dem 2:1-Chancenverhältnis aus der ersten Halbzeit brachte der eingewechselte Paul Schellhorn schon frischen Wind in das Gästespiel, aber der VfB hatte zweimal direkt die passenden Antworten, als sich Neu-Isenburg einem Unentschieden näherte. Erst war es der technisch hochversierte Karabey, der mit einem Drehschuss aus 20 Metern - ins rechte untere Eck gezirkelt - auf 2:0 stellte (51.). Nach dem Anschlusstreffer von Schellhorn holte dann der eingewechselte Liam Fisch den Hammer aus über 20 Metern aus vollem Lauf raus. Das 4:1 durch den eingewechselten Mahdi Mehnatgir war dann mehr als die Entscheidung (84.). Das Erbenis fiel etwas zu hoch aus.

"Wie so oft in den letzten Jahren haben wir hier die ersten Minuten verschlafen. Ginsheim hat eine hervorragende Zweikampfpräsenz gezeigt und verdient gewonnen", erkannte Neu-Isenburgs Trainer Peter Hoffmann die Leistung des Mitaufsteigers an, und weiter: "Nach der Halbzeit haben wir durch Umstellungen noch einmal versucht, Geschwindigkeit ins Spiel zu bringen, aber Ginsheim war uns heute im Zweikampfverhalten und Aggresivität einfach überlegen." Sein Trainerkollege Artur Lemm wollte dem nicht widersprechen und fügte hinzu, dass "wir es einfach versäumt haben, nach der Führung nachzulegen. Ich kenne meine Mannschaft ja schon länger. Da kehrt eine gewissen Zufriedenheit ein. Besonders freut mich heute das Tor von Liam Fisch, das dem Jungen Selbstvertrauen geben sollte. In der zweiten Halbzeit haben wir harten und ehrlichen Männerfußball gezeigt."

Die Statistik:

VfB Ginsheim: Langenstein - Carbone, Bednarz, Platten - Ahmed, Fischer (70. Fisch), Görlich (61. Raspaglia), Kwiaton, J. Finger - Teodonno (75. Mehnatgir), Karabey - Trainer: Artur Lemm und Carsten Hennig.
Spvgg. Neu-Isenburg: Kacarevic - Hartmann, Bickel, Rhein, Kamikawa (46. Schellhorn) - Betz, Cituchek, Albert (81. Tariq), Sachs - Züge, Konstantinidis (81. Uworuya) - Trainer: Peter Hoffmann.

Schiedsrichter: Felix Berger (Herleshausen).
Zuschauer: 200.
Tore: 1:0 Francesco Teodonno (17.), 2:0 Berat Karabey (51.), 2:1 Paul Schellhorn (67.), 3:1 Liam Fisch (78.), 4:1 Mahdi Mehnatgir (84.).

Autor: Christoph Wess

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