23.03.2018

Stolpert Oberrad über die Speuzer?

Gruppenliga Frankfurt West: Seckbach schiebt Merzhausen Favoritenrolle zu

Trainer Artur Rissling hat mit seinem 1. FC Oberstedten in den letzten zehn Tagen ordentlich geliefert. Foto: Steffen Turban

Bereits am Samstagabend kann der FFV Sportfreunde 04 den Kampf um die Aufstiegsplätze nochmal richtig spannend machen. Die Spuezer gastieren beim Tabellenführer Spvgg. 05 Oberrad auf der Beckerwiese. Im Kampf gegen den Abstieg steigen mit dem VfB Friedberg gegen den FV Stierstadt und der TSG Nieder-Erlenbach gegen den SV BKC Bosnien gleich zwei direkte Duelle.

Spvgg. 05 Oberrad – FFV Sportfreunde 04 (Samstag, 15 Uhr)

Bei einem Sieg am vergangenen Wochenende hätte die Spvgg. Oberrad den Vorsprung auf den Gegner aus Dortelweil auf 14 Punkte erhöht. Doch nach dem Dreier des SCD beim Tabellenführer beträgt der Abstand zwischen Oberrad und Dortelweil nur noch acht Zähler. Der Kampf um den Aufstieg ist also wieder etwas spannender geworden, zumal Oberrad mit den Sportfreunden ein weiteres Team aus den Top Fünf erwartet. Sollten die Speuzer dem ehemaligen Hessenligisten ebenfalls ein Bein stellen können, gäbe es zum Start in das letzte Drittel der Saison wieder fünf Mannschaften, die ein Wort um den Aufstieg mitsprechen könnten. Das Hinspiel ging mit 4:1 deutlich an die Spielvereinigung.

VfB Friedberg – FV Stierstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Sowohl der VfB Friedberg als auch der FV Stierstadt mussten unter der Woche bittere Niederlagen hinnehmen. Der FVS unterlag am Donnerstagabend dem direkten Konkurrenten aus Nieder-Erlenbach mit 1:4. Wenige Minuten später verlor der VfB mit 1:2 beim Tabellenletzten aus Griesheim. Damit hat sich die Lage für beide Vereine im Kampf gegen den Abstieg verschärft, denn beide gehen nun mit Blick auf einem möglichen Abstiegsplatz in das nächste direkte Duell. "Von den letzten beiden Spielen bin ich einfach nur enttäsucht“, konnte Stierstadt-Trainer Thomas Zampach kurz nach dem Abpfiff nur hoffen, dass seine Mannschaft im Spiel gegen den VfB ein anderes Gesicht zeigt, denn Friedberg würde mit einem Sieg an Stierstadt vorbeiziehen und deren Abstiegssorgen weiter vergrößern.

TSG Nieder-Erlenbach – SV BKC Bosnien (Sonntag, 15 Uhr)

Zwei weitere Mannschaften, die am Donnerstagabend Punkte gegen den Klassenerhalt zu holen versuchten, treffen in Nieder-Erlenbach aufeinader. Die TSG konnte mit einem 4:1-Sieg beim FV Stierstadt die Punkte 24, 25 und 26 sammeln und sich damit vorrübergehend auf einen sicheren Nichtabstiegsplatz vorarbeiten. Zudem hat man gegenüber Friedberg und Stierstadt noch ein Spiel in der Hinterhand. Der SV BKC Bosnien war ebenfalls im Einsatz, verlor allerdings beim SC Dortelweil trotz guter erster Halbzeit mit 2:5. Mit 21 Zählern liegt Bosnien momentan auf einem Abstiegsplatz. Mit einem Sieg würden die Jungs vom Gallus nicht nur auf die Konkurrenten aufschließen, sondern einem davon – der TSG – gleichzeitig ein Bein stellen.

TuS Merzhausen – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)

Mit 34 Punkten steht die FG Seckbach momentan auf dem sechsten Platz. Der Rückstand zu den Aufstiegsrängen ist genauso groß wie der Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Wegen des Abstandes auf die beiden spannenden Zonen geht es für Seckbach in erster Linie darum, den aktuellen Platz zu halten und dabei eine neue Bestmarke für den Verein zu setzen: "Wir haben 50 Punkte angestrebt. Es geht außerdem in jedem Spiel auch darum, dass du ein positives Erlebnis in die Woche mitnimmst“, so Trainer Thorsten Spahn. Obwohl Merzhausen der Abstiegszone immer näher kommt, weiß Spahn um die Stärke des Gegners: "Aufgrund ihrer Heimstärke schiebe ich denen gerne den Favoritenstatus zu.“

FC Neu-Anspach – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)

"Wir haben in elf Tagen vier Heimspiele und müssen punkten, um die Mannschaften hinter uns auf Distanz zu halten“, analysierte FC Neu-Anspach Trainer Rico Henrici vor wenigen Wochen die Tabellenlage. Das erste der vier Heimauftritte, ein Nachholspiel gegen Merzhausen, musste kurzfristig verlegt werden. Mit dreitägiger Verspätung beginnt also gegen den FV Hausen die Mission, vor eigenem Publikum die nötigen Zähler gegen den Abstieg zu holen. Punkte gegen den Abstieg hat auch Hausen bitter nötig. Durch den Sieg des SV BKC Bosnien am vergangenen Wochenende rutschte der FVH auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Dennoch beträgt der Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz nur fünf Punkte.

1. FC Oberstedten – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

Der 1. FC Oberstedten kämpft sich momentan von Punkt zu Punkt. Innerhalb von zehn Tagen holte die Mannschaft in drei Spielen sieben von neun möglichen Punkten. Dabei glänzte der FCO zwar nicht spielerisch, dafür konnte sich Trainer Artur Rissling jedoch an der passenden Einstellung seiner Elf erfreuen. Auch unter Woche gab es ein hartumkämpftes 0:0 gegen den direkten Konkurrenten aus Friedrichsdorf. Auch der SC Dortelweil musste unter der Woche ran. Gegen den SV BKC Bosnien gewann die Beierle-Elf verdient mit 5:2 und unterstrich dabei die eigenen Ambitionen, im Rennen um den Aufstieg noch ein Wort mitreden zu können.

SKV Beienheim – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)

Beienheims Neuzugang Casia Lancine Kamara avancierte in seinem zweiten Ligaspiel für den neuen Club sofort zum Matchwinner. Beim 3:2-Sieg über den FV Hausen erzielte der ehemalige Darmstädter alle drei Treffer, darunter ein sehenswertes Distanztor sowie ein direkt verwandelter Freistoß kurz vor dem Abpfiff. Damit konnte Beienheim die Distanz auf Hausen und weitere abstiegsgefährdete Mannschaften vergrößern. Diesmal empfängt der SKV jedoch mit der SG Bornheim mit die spielstärkste Truppe der Liga. Nach der Niederlage auf dem Hartplatz des SV BKC Bosnien müssen die Frankfurter schnell wieder in die Spur finden, will die SG die formstarken Absteiger an der Spitze nicht enteilen lassen.

FC Kalbach – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)

Durch die Niederlage des Mitabsteigers aus Oberrad gegen den SC Dortelweil ist der FC Kalbach zumindest virtuell wieder im Vorteil. Zwar beträgt der Rückstand auf die Spielvereinigung noch zwei Zähler, dafür hat der FCK noch zwei Spiele in der Hinterhand, aus denen man im Optimalfall vier Punkte Vorsprung auf den Kontrahenten erzielen kann. Ein Wörtchen mitreden will in der Angelegenheit mit Sicherheit der FSV aus Friedrichsdorf. War man in Teilen der Hinrunde am Tabellenende abgeschlagen, hat sich der Aufsteiger durch eine Erfolgserie rehabilitiert. Nach guten Spielen gegen Oberrad, Dortelweil und die Speuzer hat die Yildiz-Elf zudem bewiesen, dass sie keinerlei Angst vor den großen Namen der Liga hat.


(sly)

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