12.11.2017

Salih Yasaroglu trifft mit dem Schlusspfiff

Gruppenliga Frankfurt West: Nieder-Erlenbach mit viertem Sieg in Serie

Salih Yasaroglu (rechts) bescherte dem VfB Friedberg mit seinem Treffer kurz vor dem Ende zumindest noch einen Punkt gegen Merzhausen. Foto: Steffen Turban

Zum Abschluss des ersten Rückrundenspieltags konnte die TSG Nieder-Erlenbach abermals gewinnen und den FC Neu-Anspach mit 3:2 (2:1) bezwingen. Auch der FV Stierstadt konnte beim 3:2 (2:1)-Sieg gegen die Spvgg. Griesheim drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt mitnehmen. Einen Punkt im Abstiegskampf sicherte sich der FSV Friedrichsdorf beim 2:2 (1:1) im Gastspiel gegen die Speuzer.

TSG Nieder-Erlenbach – FC Neu-Anspach 3:2 (2:1)

Nach Merzhausen, Kalbach und Bornheim bekam nun der FC Neu-Anspach als viertes Team innerhalb von nur 17 Tagen von der TSG Nieder-Erlenbach einen Stock zwischen die Speichen gesteckt. Dabei waren die Gäste zu Beginn das aktivere Team und gingen durch Achraf Gara Ali verdient in Führung. Danach beobachtete Kalle Buhl, Fußball-Abteilungsleiter der TSG, „einen Bruch beim Gegner.“ Binnen vier Minuten war die Führung dahin. Zunächst grätschte Anspachs Alexander Clark eine Hereingabe ins eigene Netz, kurz darauf brachte Francesco Trulli die Hausherren in Front. Weitere Chancen zum 3:1 wurden liegen gelassen. Stattdessen machte Marco Webers Treffer zum 2:2 Mitte des zweiten Durchgangs das Spiel nochmals spannend. Doch erneut folgte nur unmittelbar nach dem Anspacher Treffer der Gegentreffer. Kapitän Christian Hirsch schoss aus dem Getümmel den 3:2-Siegtreffer für Nieder-Erlenbach ein. „Letzten Endes verdient, aber vielleicht auch ein bisschen glücklich“ beschrieb Buhl den Sieg: „Wir hatten zwei, drei gute Konterchancen und hätten es früher klarmachen können.“

Schiedsrichter: Lukas Weber (Darmstadt).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Achraf Gara Ali (14.), 1:1 Alexander Clark (15., Eigentor), 2:1 Francesco Trulli (19.), 2:2 Marco Weber (68.), 3:2 Christian Hirsch (71.).

SC Dortelweil – FG Seckbach 1:3 (1:1)

Im Verfolgerduell um die Aufstiegsränge konnte die FG Seckbach durch den Auswärtserfolg in Dortelweil bis auf einen Punkt an die Hausherren rankommen. Julen Herrero und die Brüder Ali und Milad Wardak scheiterten an SCD-Keeper Yannick Rühl, auf der Gegenseite verpassten zweimal Andrei Dogot sowie Baba Mouhaman das 1:0. Das erste Tor des Spiels köpfte Seckbachs Elvir Pintol nach 33 Minuten zum 0:1, ehe Dawid Polotzek mit dem Pausenpfiff ausglich. Nach der Pause musste Dortelweil verletzungsbedingt Torwart Rühl durch Eryk Langlitz ersetzten. Auch er zeigte sich des Öfteren gut aufgelegt, dennoch sah FGS-Trainer Thorsten Spahn überlegene Gäste, die sich in der Schlussphase mit dem Sieg belohnten. Zunächst bediente Spielertrainer Manuel May nach einer Ecke Kai Rothenburger, der zur Führung einköpfte. Kurz vor dem Abpiff brachte May eine Aufsetzter-Flanke in Richtung des eingewechselten Jonas Scheitza. Dieser ging auf beide Knie und markierte per Kopf den 1:3-Endstand – zur Begeisterung seines Trainerkollegen Spahn: „Das Tor war schon krass. Den macht außer ihm keiner in der Liga.“ Weiter attestierte der Trainer seiner Mannschaft „von der 1 bis zur 15 eine sehr, sehr gute Leistung.“

Schiedsrichter: Bagdad Moukhtari (Main-Taunus).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Elvir Pintol (33.), 1:1 Dawid Polotzek (45.+2)., 1:2 Kai Rothenburger (80.), Jonas Scheitza (87.).
Gelb-Rote Karte: Andrei Dogot (40., Dortelweil).

FFV Sportfreunde – FSV Friedrichsdorf 2:2 (1:1)

Schon nach drei Minuten erzielte der Tabellendritte durch Danyal Tekin die Führung. Doch der Gast aus Friedrichsdorf – mit drei Siegen in Serie ins Frankfurter Gallusviertel angereist – ließ sich nicht hängen. Nur zehn Minuten später glich Francesco Marino aus. „Der Gegner war engagiert und hat viel investiert. Wir hatten etwas Sand im Getriebe, der Gegner war einen Tick bissiger“, fasste FFV-Coach Mehmet Somun den ersten Durchgang zusammen. Nach der Pause war seine Truppe besser im Spiel. Doch erneut folgte zehn Minuten nach Tekins Führungstreffer der Ausgleich des FSV. Sahin Burak köpfte nach einem Freistoß zum 2:2-Endstand ein. Tekin hatte nach dem erneuten Ausgleich abermals die Führung erzielt, doch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zählte der Treffer nicht. „Alles in allem muss man sagen, dass sich der FSV den Punkt verdient hat. Wir haben heute die Offensivleistung der letzten Wochen nicht zeigen können“, so Somuns Fazit.

Schiedsrichter: Maximilian Martin (Darmstadt).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Danyal Tekin (4.), 1:1 Francesco Marino (14.), 2:1 Danyal Tekin (65.), 2:2 Sahin Burak (75.).

FV Stierstadt – Spvgg. Griesheim 3:2 (2:1)

Genau wie zum Start der Hinrunde konnte der FV Stierstadt auch zum Start der Rückrunde drei Punkte einfahren. Dabei traf Mohammed Faquir bereits in der ersten Spielminute für den Aufsteiger: „Das 1:0 war für uns sehr wichtig, trotzdem hat uns das nicht die nötige Sicherheit gegeben“, fasste Stierstadt-Trainer Thomas Zampach den Start des Spiels zusammen. Folgerichtig kam der Gast zum Ausgleich, Daniel Sikorski vollendete einen Konter zum 1:1. „Sehr gut gepasst“ hatte Zampach kurz vor dem Seitenwechsel das 2:1. Von links verwandelte Christian Liebig einen Eckball direkt, kurz nach der Pause legte er das 3:1 für Stierstadt nach. Im Verlauf der zweiten Hälfte verpasste es der FVS mit dem 4:1 für die Entscheidung zu Sorgen, sodass die Griesheimer in der Schlussphase nochmals verkürzten. Kai Brandenburger verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter zum 3:2-Anschlusstreffer, zu mehr reichte es für das Tabellenschlusslicht jedoch nicht. „Durch den Elfmeter haben wir nochmal gezittert wie gegen Hausen. Aber ich glaube, wenn man das ganze Spiel sieht, ist der Sieg verdient“, so Zampachs Schlussanalyse.

Schiedsrichter: Kevin Kuchler (Darmstadt).
Zuschauer: 50.
Tore: 1:0 Mohammed Faquir (1.), 1:1 Daniel Sikorski (30.), 2:1 und 3:1 Christian Liebig (43., 49.), 3:2 Kai Brandenburger (88., Foulelfmeter).

VfB Friedberg – TuS Merzhausen 3:3 (1:1)

„Wenn du in der 90. Minute den Ausgleich machst, ist es immer etwas glücklich“, brachte Friedbergs Spielausschuss Carsten Lesiak das Remis auf den Punkt. Im ersten Durchgang beobachtete Lesiak einen besseren VfB, wenngleich der Gast das Chancenplus auf seiner Seite hatte. Prince Schülke, Daniel Maric und Fuad Salihovic verpassten teils größte Chancen, eher Letzterer das 0:1 erzielte. Nur fünf Minuten später gelang Malte Strohtmann nach einem langen Einwurf das 1:1, offiziell als Eigentor von Stefan Hickl gewertet. Nach der Pause waren die Gäste das bessere Team, doch diesmal traf Friedberg in Form von Lennart Retzloff. Zwei schön herausgespielte Treffer brachten den TuS Merzhausen 20 Minuten vor dem Ende wieder in Führung, ehe Damjano Demasi mit einem Pfostenschuss die Entscheidung verpasste. Stattdessen schlug der Last-Minute-VfB erneut zu, Salih Yasaroglu knallte das Leder aus 14 Metern unter die Latte. Wegen des späten Treffers nehme man laut Lesiak „den Punkt gerne mit.“

Schiedsrichter: Dennis Eck (Darmstadt).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Fuad Salihovic (31.), 1:1 Stefan Hickl (36., Eigentor), 2:1 Lennart Retzloff (54.), 2:2 Robin Hartmann (63.), 2:3 Ivan Julian (68.), 3:3 Salih Yasaroglu (90.).

(sly)

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