19.06.2017

Neu-Isenburg steigt durch Nachsitzen auf

Rückblick: Kein Platzverweis für den künftigen Hessenligisten

Nach zwei Aufstiegsspielen durfte Neu-Isenburg jubeln und dem VfB Ginsheim in die Hessenliga folgen. Foto: Jörg Schulz

Wie die Saison 2016/17 für die einzelnen Vereine verlaufen ist, haben wir für euch in einem Rückblick zusammen gefasst. Dabei haben wir spannende Daten, Zahlen und Fakten zusammen getragen und geben einen Ausblick darauf wie die kommende Saison für den jeweiligen Verein verlaufen könnte. Bei der Spielvereinigung ist dabei vor allem auffällig, dass kein Spieler einen Platzverweis erhielt und ihr Torwart kein einziges Spiel verpasste.

Saisonverlauf

Nachdem der Saisonstart für Neu-Isenburg nicht ganz optimal verlief (zwei Sieg, ein Unentschieden, zwei Niederlagen), entwickelte sich ab dem neunten Spieltag ein Zweikampf zwischen dem VfB Ginsheim und der Spielvereinigung um die ersten beiden Tabellenplätze. Ab diesem Zeitpunkt und bis zum Saisonende konnte keine der beiden Mannschaften von dem ersten und zweiten Platz verdrängt werden, lediglich bei der Tabellenführung wechselten sich der VfB und die Mannschaft von Peter Hoffmann regelmäßig ab. Doch am Ende reichte es für die Neu-Isenburger nicht den direkten Aufstieg perfekt zu machen, was wohl auch an den Patzern wie der 0:1-Niederlage in Ginsheim und dem 2:2-Unentschieden gegen Vatanspor Bad Homburg am Saisonende lag. Deshalb blieb es beim zweiten Tabellenplatz, weshalb es daraufhin für die Spielvereinigung in die Aufstiegsspiele gegen die Zweitplatzierten aus der Verbandsliga Mitte und Nord ging. Nach einem 0:0-Unentschieden gegen den SV Zeilsheim aus der Verbandsliga Mitte, setzte sich Neu-Isenburg klar mit 5:1 gegen den SSV Sand durch, was letztendlich den Aufstieg besiegelte. Und so konnte nach Abpfiff der dritten Partie zwischen Sand und Zeilsheim im Neu-Isenburger Vereinsheim gefeiert werden (wie bereits berichtet).

Zahlen und Fakten

Mit 64 Punkten beendete Neu-Isenburg mit zwei Zählern Vorsprung auf den FV Bad Vilbel die Runde in der Verbandsliga Süd. Dabei gelangen der Mannschaft von Trainer Hoffmann 19 Siege und sieben Unentschieden. Nur sechsmal ging die Spielvereinigung als Verlierer vom Platz. Sowohl in der Hin- und Rückrunde verloren die Neu-Isenburger dreimal, wobei die meisten Niederlagen auswärts hingenommen werden musste. Nur einmal verlor die Spielvereinigung vor heimischem Publikum, nämlich überraschend mit 0:2 gegen den Absteiger VfR Fehlheim, und holte auf heimischen Rasen auch die meisten Punkte (37; auswärts 27 Zähler). Der Zweitplatzierte bewies sich in diesem Zuge auch als treffsicherste Mannschaft und hat mit 80 Toren die beste Offensive der Liga. Hinter Ginsheim und Bad Vilbel haben die Neu-Isenburger außerdem die drittbeste Defensive in der Verbandsliga Süd. In diesem Zusammenhang war das Spiel mit den meisten Treffer der 8:2-Auswärtserfolg beim FC Kalbach.

Torjäger und Einsatzminuten

Die Treffsicherheit der Neu-Isenburger kann sich sehen lassen: im Schnitt erzielte die Mannschaft von Hoffmann im Schnitt 2,5 Tore pro Spiel. Interner Torschützenkönig wurde Aljoscha Atzberger, der sich mit seinen 21 Treffer aber nicht zum Torschützenkönig der Verbandsliga Süd küren konnte, weil Bad Homburgs Ibrahim Cigdem häufiger traf (28 Tore). Doch, dass die Spielvereinigung nicht nur einen treffsicheren Schützen hat, beweist der Blick auf die Torschützenliste. Marc Züge (15 Tore) und Marco Betz (13) folgen gleich auf Atzberger. Die meisten Einsatzminuten konnte sich aber Torhüter Lazar Kacarevic sichern. Mit 2880 Minuten stand Kacarevic in jedem Spiel von Beginn an zwischen den Pfosten und verpasste keines der 32 Ligapartien.

Gelbe Karten und Platzverweise

Während es in der regulären Tabelle nicht für die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg reichte, belegt die Mannschaft von Trainer Hoffmann zumindest in der Fairnesstabelle den ersten Tabellenplatz und steht damit an der Spitze. Lediglich 44 Gelbe Karten wurden gegen die Neu-Isenburger gezückt. Dabei musste kein Spieler aufgrund eines Verweises den Platz verlassen, was sonst keiner anderen Mannschaft in der Verbandsliga Süd gelungen ist.

Wechsel

Die Aufstiegsmannschaft wird auch in der kommenden Saison den Neu-Isenburgern erhalten bleiben, was wohl auch an dem Aufstieg in die Hessenliga durch die Aufstiegsspiele liegen könnte. Bislang Mario Marx (SG Bornheim), Fabian Büttner (JSK Rodgau), Yannik Seith, Manuel Profumo, Julius Reitbauer, Simon Horn, Luca Lippert (alle unbekannt). Allerdings konnten mit Jan Gebhardt (Eintracht Wald-Michelbach), Lucien Scheurich (RW Darmstadt), Ernad Dananovic (SG Bad Soden), Kevin Arnold (Germania Klein-Krotzenburg), Julian Cichutek (RW Walldorf), Clemens Freitag (Kickers Offenbach U19), Kazuki Kamikawa (Spvgg. Ingelheim) auch schon die ersten Neuzugänge präsentiert werden. Damit soll der Klassenerhalt in der Hessenliga gehalten werden, wie es Trainer Hoffmann nach dem Aufstieg formulierte.

Ausblick auf die kommende Saison

Das erste Ziel wird der Klassenerhalt sein, was schon schwierig genug werden dürfte, immerhin wollen das mit dem VfB Ginsheim, dem SC Waldgirmes und dem SV Buchonia Flieden drei weitere Vereine ebenfalls schaffen. Doch sollte die Mannschaft von Trainer Hoffmann in der kommenden Saison erneut so treffsicher sein, könnte der Ligaverbleib durchaus bewältigt werden. Doch dazu wird auch noch der eine oder andere Neuzugang vonnöten sein, um auch den Konkurrenzkampf zu beflügeln.

Autor: Selina Eckstein

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