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19.06.2017

Rudolf: "Der Kader spricht für sich"

Gruppenliga Frankfurt West: Bornheim vermeldet weitere Neuzugänge

Bornheims Trainer Maik Rudolf freut sich schon auf die Arbeit mit den Neuzugängen. Foto: Jörg Schulz

Nach der Veröffentlichung des Transfers von Alaa Aishouna in Richtung Bornheim hat die SGB nun weitere Neuzugänge bekanntgegeben. Insgesamt wechseln sechs Aktuere aus allen Mannschaftsteilen an die Berger Straße. Der Tabellenfünfte der vergangenen Saison sieht sich damit so gut aufgestellt wie schon lange nicht mehr.

"Es ist in den letzten Wochen einiges Positives passiert. Wir sind hervorragend aufgestellt, so gut war der Kader lange nicht mehr", freut sich Bornheims Coach Maik Rudolf über seine insgesamt sechs Neuzugänge. Für die Innenverteidigung kann die SG in der kommenden Saison mit Parves Naziri und Louis Cordes auf die Dienste zweier ehemaliger Bornheimer setzen. Naziri spielte zuletzt für den TuS Merzhausen, wechselte im Dezember 2012 aus Bornheim zur Spvgg. 02 Griesheim. "Ein Spieler, der uns defensiv definitiv weiterbringt, da er viel Leidenschaft und Emotion hinein bringt. Er ist einer, der mit voller Energie im Training ist und keinen Ball verloren gibt. Er wird ein ganz wichtiger Bestandteil und soll seine Erfahrung an jüngere Spieler weitergeben“, so der Trainer. Louis Cordes hingegen ist primär in der Jugendabteilung des FSV Mainz 05 aktiv, will nach einer spielfreien Zeit "einfach kicken und Spaß haben", so Rudolf, der Cordes als einen "Transfer für die Breite" bezeichnet, "der im Laufe der Runde ein ganz wichtiger Spieler werden kann. Er hat einen hohen Fußball-IQ und ein gutes Spielverständnis."
 
Für das zentrale Mittelfeld sicherte man sich die Dienste zweier Hessenliga-Aufsteiger. Von der SpVgg. Neu-Isenburg kommen sowohl Simon Horn als auch Mario Marx. "Zwei Spieler, auf die wir uns extrem freuen. Simon Horn ist für mich in den letzten Jahren einer der Top Sechser gewesen. Er ist eine absolute Führungspersönlichkeit mit Leaderqualitäten, die so in Bornheim nicht vorhanden sind", erklärt Rudolf, der sich ebenso über den "laufstarken und verbandsligaerfahrenen" Mario Marx freut, der nach über 20 Jahren in Neu-Isenburg erstmals in seiner Laufbahn den Verein wechseln wird. "Dass diese beiden Spieler nach dem Aufstieg den Sprung zu uns gemacht haben, bedeutet uns viel. Sie machen uns nochmal sehr viel besser." Für die Offensive kommt vom Gruppenliga-Absteiger Germania Enkheim Lennart Lampe. "Lennart Lampe hat dort viel geleistet", weiß Rudolf von dem Neuzugang, der vor seiner Enkheimer Zeit bei einem Probetraining der SGB noch nicht vollends überzeugen konnte, doch "er ist nach Enkheim und hat dort einen Riesenschritt gemacht", so der Coach über den Flügelspieler, der zudem in der Bornheimer Jugendabteilung als Trainer aktiv ist.
 
Vom Kreisligisten FC Gudesding konnten die Bornheimer Stürmer Alaa Aishouna verpflichten, wie bereits berichtet (Aishouna zieht es in die Gruppenliga). Neben den sechs offiziellen Transfers zählt der Trainer zudem Marius Troll und Hafid El Jazouli zu den Neuverpflichtungen. Während Winterneuzugang Troll seine erste Saisonvorbereitung mit der Truppe noch vor sich hat, soll der ehemalige Regionalligaspieler El Jazouli nach einer schweren Knieverletzung langsam aufgebaut werden: "Wir haben die Hoffnung, dass er spätestens im Herbst voll einsteigen kann."

Verein will nicht wieder eine "Dreckssaison"

Die Verantwortlichen in Bornheim freuen sich derweil über den großen Kader, "der, wenn er komplett ist, sicherlich viel Spaß machen wird. So viel Qualität haben wir in den letzten Jahren im Sommer gebündelt noch nicht gehabt." Offiziell abgeschlossen sind die Kaderplanungen noch nicht, dafür gebe es innerhalb der Mannschaft noch zu viele Fragezeichen, wie in etwa der verletzungsgeplagte Mario Koch (Knieprobleme) oder Simon Kusch (Verdacht auf Knorpelschaden). "Wir halten die Augen noch ein Stück weit offen", so Rudolf, dem es bei Neuverpflichtungen nicht um die sportliche Klasse alleine geht. "Die Jungs müssen charakterlich reinpassen und zeigen, inwiefern sie das Projekt Bornheim begleiten wollen." Auf Seiten der Abgänge wird sich bei den Bornheimern ebenfalls einiges tun. Insgesamt acht Mann verlassen die SG Bornheim zum Saisonende: Ali Karan (Türk Gücü Hanau), Abdelkarim Laaroubi (VFB Petterweil), Marc Münzel und Patrick Stankus (beide FG Seckbach), Akiyasu Tsuchiya (Tura Niederhöchststadt), Josei Yasukawa (Japan), Moritz Heinz (Karriereende) sowie Viktor Völker, der familiären Nachwuchs erwartet.
 
Während der Großteil des Kaders für die neue Spielzeit also steht, wissen die Bornheimer auch, in welche Richtung es mit dem aktuellen Kader gehen soll: "Wir werden nach und nach versuchen, die Jugendspieler einzubringen, damit die gute Bornheimer Jugendarbeit auch Früchte trägt." Damit spricht der Übungsleiter auch die aktuelle junge Garde innerhalb der Mannschaft an, bei denen Spielern wie Bela Schuster, Leon Malsch und Paul Schmanke weiterhin die Möglichkeiten bekommen sollen, sich über Einsatzzeiten weiterzuentwickeln. Mit dem hochwertigen Kader wollen die Bornheimer von Beginn an Stärke demonstrieren, um "so lange wie möglich oben dranzubleiben. So eine Dreckssaison wie letztes Jahr wünscht sich keiner der Jungs und auch keiner im Verein. Der Kader spricht für sich, wir sehen uns hervorragend aufgestellt und freuen uns wie Bolle, dass wir diese Jungs trainieren können."
 
(sly)

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