07.12.2017

Rot-Weiss hat eine "harte Nuss zu knacken"

Hessenliga: Letztes Heimspiel 2017 gegen Waldgirmes

Szene aus dem Hinspiel am 31. Oktober, welches Rot-Weiss mit Christian Pospischil und Velibor Velemir mit 0:1 in Waldgirmes verlor. Foto: Mithat Gürser

Zwei Spiele hat Hessenligist SG Rot-Weiss Frankfurt in diesem Jahr noch zu absolvieren, bevor es nach einem turbulent verlaufenen Halbjahr in die Winterpause geht. Am Samstag erwarten die "Roten" mit dem starken Aufsteiger SC Waldgirmes die Mannschaft der Stunde.

SG Rot-Weiss Frankfurt - SC Waldgirmes (Samstag, 14 Uhr)

Der Hessenliga-Meister von 2009, der damals auf den Aufstieg in die Regionalliga verzichtete, erlebt derzeit nach seinem Wiederaufstieg im Sommer aus der Verbandsliga Mitte eine ungeahnte Renaissance. Seit elf Spielen ist das Team von Trainer Daniyel Bulut schon ungeschlagen und hat sich durch 25 Punkte in diesem Zeitraum bis auf Rang drei vorgearbeitet. Mit Jurij Gros (11 Tore) und Tolga Duran (10 Tore) verfügen die Mittelhessen über zwei treffsichere Torjäger. Das Hinspiel fand am Reformationstag statt und an jenem 31. Oktober füllte Rot-Weiss-Trainer Mario Basler mit 860 Zuschauern den Kunstrasenplatz "Vor dem Polstück 1". Der knappe 1:0-Sieg des SCW kam durch einen Eckball nach exakt einer Stunde zustande, als die Frankfurter Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam und Jafar Azizi den einzigen Treffer des Nachmittages erzielte.

Yüksel Ekiz, der Sportliche Leiter von Rot-Weiss, ist sich darüber im Klaren, dass für sein stark abstiegsbedrohtes Team am Samstag eine ganz schwere Aufgabe ins Haus steht: "Waldgirmes ist eine ganz harte Nuss. Das haben wir schon im Hinspiel gemerkt. Diese Mannschaft muss man 90 Minuten und darüber hinaus unter Kontrolle halten". Die beeindruckende Serie der Gäste flößt dem Sportdirektor durchaus Respekt ein: "Der Tabellenstand lügt ja nicht. Man erkennt deutlich die Handschrift von Trainer Daniyel Bulut. Diese Truppe ist ganz stark und wir müssen 90 Minuten hellwach sein. Dennoch wollen wir alles dafür tun, um deren Serie reißen zu lassen", sagt Ekiz. Der letzte Auftritt der "Roten" bei den Osthessen von Buchonia Flieden hinterließ im Nachgang nicht nur wegen der verdienten 1:3-Niederlage im Gesamtpaket alles andere als einen guten Eindruck.

Alle Kräfte bündeln

Angefangen bei der deutlich verspäteten Ankunft der Mannschaft am Spielort, welche eine Verschiebung der Anstoßzeit notwendig machte. Darüber hinaus wurde das Team von Physiotherapeut Dennis Wagenknecht und Zeugwart Antonio Curcio gecoacht, die den anderweitigen Verpflichtungen nachkommenden Trainer Mario Basler an der Seitenlinie vertraten. Beide sind zwar seit Baslers Amtsantritt auch offiziell Co-Trainer, haben aber mit einem klassischen Hessenliga-Trainer so gut wie nichts gemeinsam. Ungehalten dieser Begleitumstände waren die entscheidenden Gegentreffer in Flieden laut Ekiz "nur eine Frage der Zeit bei diesen glasklaren Chancen". Für das letzte Heimspiel fordert der Funktionär noch einmal alle Kräfte zu bündeln: "Jeder muss sich zusammenreißen und alles abrufen. Dann können wir a) die sieglose Heimspielserie beenden und b) die Serie des Gegners stoppen".

Nach dem 16. Dezember, wenn das geplante Nachholspiel beim SV Steinbach stattfinden sollte, werde bei Rot-Weiss "alles und wirklich alles auf den Prüfstand kommen", wie Ekiz betont. Dazu zähle in der Tat jede Personalie, die etwas mit dem weitestgehend erfolglosen letzten Halbjahr zu tun habe. Beginnend beim verpassten Regionalliga-Aufstieg bis zum Absturz in die Abstiegszone der Hessenliga. Personell gab es am Dienstag im Training einige Krankmeldungen, die sich jedoch für Donnerstag wieder fit gemeldet haben. Ersatztorhüter Marco Kapias fällt definitiv aus. Gut möglich, dass Basler die Formation aus dem Flieden-Spiel auf einigen Positionen verändert. Insbesondere Mittelstürmer Ibrahim Cigdem drängt sich für einen Platz in der Anfangself auf.

Autor: Pedro Acebes

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