06.12.2017

Richter: "Wollen um den Aufstieg spielen"

Gruppenliga Wiesbaden: Flörsheim führt die Tabelle an

Hat derzeit keinen Grund, skeptisch zu blicken. Hans Richter führt mit Flörsheim die Tabelle der Gruppenliga Wiesbaden an. Foto: Marcel Lorenz

Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga Mitte im Sommer, hat die DjK Flörsheim wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Nach vier Siegen in Folge führt die Mannschaft von Trainer Hans Richter die Tabelle der Gruppenliga Wiesbaden mittlerweile mit einem Zähler Vorsprung vor der SG Hoechst an und hat vor der Winterpause noch zwei Spiele zu absolvieren. Im Gespräch mit unserem Portal erzählt uns Richter, warum es derzeit so gut läuft.

"Das liegt in erster Linie daran, dass wir einen ganz ordentlichen Kader zusammen haben. Das war auch unser Ziel, wieder um den Aufstieg mitzuspielen", sagt Richter und macht gleichzeitig deutlich, "dass ich kein Trainer für Understatement bin. Was dann im Endeffekt dabei herauskommt, muss man aber sehen." Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga Mitte hat sich im Kader der Flörsheimer einiges getan. "Es war auf jeden Fall ein Umbruch, aber vielleicht ist der Kader sogar besser als letzte Saison. Wir haben beispielsweise mit Pierre Massfelder und Patrick Barnes schon Qualität dazu bekommen."

Die beiden Stürmer haben mit 19 (Massfelder) und 16 Treffern (Barnes) einen gehörigen Anteil daran, dass der Absteiger mit 73 Toren die mit Abstand beste Offensive der Liga stellt. Dafür hakt es manchmal hinten. "31 Gegentore sind zuviel. Vor allem auswärts kassieren wir zu viele Tore", so Richter, der die Flörsheimer seit 2014 coacht und den Verein von der Kreisoberliga Maintaunus bis in die Verbandsliga geführt hat.

Die Tabellenführung hat die DjK durch den deutlichen 5:1-Sieg im Duell mit dem ärgsten Widersacher SG Hoechst übernommen. "Manchmal ist das halt so. Da laufen die Spiele einfach. Hoechst hatte sicher nicht den besten Tag und bei den ersten beiden Toren hat der Torhüter mitgeholfen. Aber der Sieg war auch in der Höhe nicht unverdient. Das Spiel hat gezeigt, was möglich ist", sagt der Übungsleiter, der als Aktiver auf 15 Länderspiele für die DDR kommt.

Den Kreis der Konkurrenten will Richter aber nicht nur auf Hoechst beschränken: "Wörsdorf könnte von der Qualität her noch mehr, auch Hadamar II und Schierstein sind stark. Bis Unterliederbach ist alles noch eng zusammen." Bis zur Winterpause stehen noch die Partien gegen Würges und Hadamar II auf dem Programm, Gegner die nicht zu unterschätzen sind. "Keine Frage, es ist noch nicht solange her, dass Würges uns geschlagen hat", spielt Richter auf die 3:2-Niederlage im Hinspiel Ende Oktober an, gleichzeitig die letzte Niederlage der Flörsheimer. "Gegen uns geben die Gegner immernoch ein paar Prozent mehr."

Ob der derzeitige Spitzenreiter im Winter nochmal auf dem Transfermarkt tätig wird, ist derzeit noch nicht klar. "Momentan schauen wir erstmal, dass wir die restlichen Spiele hinter uns bringen. Dann werden wir uns zusammensetzen", will Richter Winterneuzugänge nicht ausschließen.

Autor: Daniel Bolz

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