27.10.2017

Neu-Anspach auf dem "aufsteigenden Ast“

Gruppenliga Frankfurt West: Kellerduell in Griesheim

Neu-Anspachs Denis Crecelius droht für das Duell der beiden "Serientäter" gegen den SC Dortelweil auszufallen. Foto: Oliver Müller

Auf insgesamt fünf Anstoßzeiten verteilen sich die acht Partien des 15. Spieltags der Gruppenliga Frankfurt West. Verantwortliche und Interessierte der Liga können also eine ganz Reihe von Mannschaften unter die Lupe nehmen. Das Spiel mit der größten Relevanz im Kampf um die Spitzenplätze steigt am Freitagabend (20.45Uhr) zwischen dem SC Dortelweil und dem FC Neu-Anspach.

FV Stierstadt – SG Bornheim (Freitag, 20 Uhr)

Vom "mit Abstand schlechtestem Spiel der Saison“ berichtete Bornheims Trainer Maik Rudolf nach dem 1:1 gegen Griesheim. Auf das Unentschieden in der Woche zuvor gegen Seckbach haben sich die Verantwortlichen der SGB eine andere Reaktion erhofft. Dennoch sind die "Grün-Weissen" nun seit sieben Ligaspielen ungeschlagen, auch im Kreispokal ist Bornheim noch vertreten. Eine Reaktion werden auch die Gastgeber aus Stierstadt zeigen wollen. Am letzten Spieltag setzte es beim Tabellendritten aus Neu-Anspach ein 0:6. Tabellarisch ist der Aufsteiger mit 16 Punkten aus 13 Spielen noch über dem Strich, doch der erste potenzielle Abstiegsplatz liegt nur einen Punkt entfernt.

TSG Nieder-Erlenbach – TuS Merzhausen (Freitag, 20 Uhr)

Vor gut einer Woche bestritt Nieder-Erlenbach sein letztes Spiel. Am späten Donnerstagabend lag die TSG beim VfB Friedberg bis zur 87. Minute in Führung, durch zwei späte Treffer blieb das Team von Trainer Vito Raimondi jedoch erneut ohne Punkte. Fußballerisch – da sind sich alle einig – gehört Nieder-Erlenbach weiter nach vorne. "Wenn wir so weiterspielen, dann steigen wir ganz sicher nicht ab“, bewertete Fußball-Abteilungsleiter Kalle Buhl die schwierige Situation nach dem Friedberg-Spiel. Auch Merzhausen-Coach Enis Dzihic wird den Gegner "nicht nach ihrem Tabellenplatz bewerten, sie haben eine ordentliche Mannschaft. Es wird ein schweres Spiel.“

SC Dortelweil – FC Neu-Anspach (Freitag, 20:45 Uhr)

Im einzigen Duell aus dem oberen Tabellendrittel treffen zwei der formstärksten Teams der letzten Wochen aufeinander. Sowohl der SC Dortelweil als auch der FC Neu-Anspach sind seit fünf Spielen ungeschlagen. Während Anspach jedes der fünf Spiele gewinnen konnte, holte der SCD in der Zeit elf der 15 möglichen Punkte. Für das Top-Spiel des Spieltages droht auf Seiten der Gäste der formstarke Denis Crecelius auszufallen. Dennoch befinde sich die Mannschaft laut sportlichem Leiter Michael Caspari "auf dem aufsteigenden Ast. Die Spiele in Dortelweil und Oberrad sind echte Prüfsteine. Die Mannschaft muss sich beweisen.“ Für seinen Trainer Rico Henrici liegt die Aufgabe darin, "eine gute Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Das Umschalten in die Defensive wird mitentscheidend sein.“

1. FC Oberstedten – VfB Friedberg (Samstag, 16 Uhr)

Weil das Heimspiel gegen Hausen wegen unzufriedenstellender Platzverhältnisse zur Pause abgebrochen wurde, spielte der 1. FC Oberstedten nur zwei Tage später mit getauschtem Heimrecht das Wiederholungsspiel. Für den FCO war das Gastspiel in Hausen offiziell also das fünfte Auswärtsspiel am Stück. Die nächsten sechs Ligaspiele werden allesamt in Oberstedten stattfinden. Das erste davon gegen die Friedberger, die zuletzt zweimal nach Toren in der Schlussphase punkten konnten. "Mit der Moral von heute rechnen wir uns da schon einiges aus. Wir wollen auf jeden Fall etwas holen“, blickte Carsten Lesiak, Spielausschuss des VfB nach dem 3:3 gegen Oberrad auf das anstehende Spiel gegen "einen direkten Konkurrenten“ voraus.

FFV Sportfreunde – SKV Beienheim (Samstag, 19 Uhr)

Die beiden besten Aufsteiger treffen im Frankfurter Gallusviertel aufeinander. Mit 21 Punkten haben die Sportfreunde die meisten der fünf Aufsteiger gesammelt und belegen momentan den siebten Rang. Drei Plätze und vier Punkte dahinter hat sich der SKV Beienheim eingereiht. Die Speuzer holten zuletzt drei Siege am Stück ohne Gegentreffer, ehe sie sich vergangene Woche den torhungrigen Kalbachern geschlagen geben mussten. Beienheim blieb mit je einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage ergebnismäßig gewohnt abwechslungsreich. Zuletzt holte das Team von Karl-Heinz Stete gegen den SC Dortelweil einen Punkt.

SV BKC Bosnien – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)

72 Tore sind bisher in Spielen mit Kalbacher Beteiligung gefallen, fünfeinhalb pro Partie. Auch beim 6:3-Erfolg gegen die Speuzer kamen die Zuschauer auf ihre Kosten. Trainer Elton da Costa legte jedoch den Finger in die Wunde: "Wir müssen versuchen, die individuellen Fehler abzustellen. Das sind Kleinigkeiten, die ein Spiel entscheiden können. Wir dürfen uns nicht immer auf das Mittelfeld und die Stürmer verlassen.“ Die Gastgeber vom SV BKC Bosnien sind sich ihrer Außenseiterrolle bewusst, doch diese hatten sie auch, als die Spvgg. Oberrad mit 2:0 besiegt wurde: "Es wird auf jeden Fall schwer, aber wir geben uns vor dem Spiel noch nicht geschlagen“, so der sportliche Leiter Admir Malohodzic.

FV Hausen – FG Seckbach (Sonntag, 15 Uhr)

Beim Stand von 1:1 erklärte der Schiedsrichter vergangene Woche nach 45 Minuten die Partie zwischen Oberstedten und Hausen für beendet. Tiefe Pfützen auf dem Rasen des FCO hatten ein Weiterspielen unmöglich gemacht. Zwei Tage später gewann Hausen das Wiederholungsspiel mit getauschtem Heimrecht. Dank dem zweiten Sieg in Serie steht der FVH nur noch einen Punkt hinter der sicheren Nichtabstiegszone. Mit einem weiteren Sieg ist auch der Gegner aus Seckbach in greifbarer Nähe. Dieser erwartet laut Trainer Thorsten Spahn ein "schweres Auswärtsspiel“. Nach dem deutlichen Sieg gegen Friedrichsdorf muss Seckbach in Hausen nachlegen, um an den Teams im oberen Tabellendrittel dranzubleiben.

Spvgg. Griesheim – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)

Sowohl die Spvgg. Griesheim als auch der FSV Friedrichsdorf gehen auf einem direkten Abstiegsplatz stehend in das Kellerduell. Auch mit einem Sieg wäre Griesheim in der Tabelle noch immer auf Rang 15, der Anschluss an die Nichtabstiegsränge wäre jedoch wiederhergestellt. Momentan ist das Tabellenende für die West-Frankfurter näher als das rettende Ufer. Sollten die Gäste aus Friedrichsdorf siegen, würden sie mit der Spielvereinigung nach Punkten gleichziehen. In den letzten Spielen hagelte es für den FSV haufenweise Gegentore, zudem hat Friedrichsdorf als einzige Mannschaft erst einstellig getroffen. Doch ein Treffer könnte reichen, um das Sechs-Punkte-Spiel für sich zu entscheiden und Selbstvertrauen für die anstehenden Abstiegsduelle zu tanken.

(sly)

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