14.11.2017

Mehr Zuschauer als in der Hessenliga

Kreisoberliga Offenbach: Rodgau-Derby gut besucht

Dudenhofens Trainer Jürgen Rödler. Foto: Patrick Scheiber

Nach dem 2:2 im Rodgau-Derby bei Tabellenführer SG Nieder-Roden steht der TSV Dudenhofen zu Beginn der Rückrunde der Kreisoberliga Offenbach auf Rang acht und ist nun seit zehn Spielen ungeschlagen. Nach der Partie konnten wir uns noch mit dem seit Januar diesen Jahres in Dudenhofen tätigen Trainer Jürgen Rödler über die Saisonziele und die Bedeutung dieses Derbys für den Rodgauer Fußball unterhalten.

Die Zuschauerresonanz stimmte trotz des eher ungewohnten Spieltermins am Donnerstagabend. 285 Zuschauer, darunter eine dreistellige Anzahl an Gästeanhängern, versammelten sich rund um den Kunstrasenplatz an der Hainburgstraße. Damit war dieses Kreisoberligaspiel besser besucht als sämtliche Partien am Wochenende in der Hessenliga. Denn da kam kein Heimverein - auch wegen des regnerischen Wetters - über 280 Fans hinaus. Beide Rodgauer Kontrahenten pflegen angesichts der so knappen Entfernung von nur 1,5 Kilometern Luftlinie eine beträchtliche Rivalität. Der Spielverlauf kristallisierte sich als spannend heraus. Spitzenreiter SG Nieder-Roden musste sich nach einer 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen, bleibt aber ungeschlagen an der Spitze.

"Vom Spielverlauf muss man zufrieden sein wenn man nach einem 2:0 beim Tabellenführer, die noch kein Spiel verloren haben, wieder so zurückkommt und noch ein 2:2 schafft. Dann ist das aller Ehren wert und die Mannschaft hat sich das dann auch verdient, weil der Auftritt wie wir uns präsentiert haben auch keine Niederlage verdient gehabt hätte", lautete das erste Fazit von TSV-Trainer Jürgen Rödler. Der Coach haderte auch etwas mit dem Unparteiischen: "Wenn der Schiedsrichter uns das 2:1 nicht abpfeift, hätte es vielleicht noch zum Sieg reichen können. Der Anschlusstreffer kam früh genug. Den hat er uns aus welchen Gründen auch immer nicht gegeben. Darüber hinaus muss man sagen, dass das 2:2 das verdiente Ergebnis war. Nieder-Roden ist in der Abwehr sehr stark gewesen und wir haben uns in der Offensive nicht so durchsetzen können, wie wir uns das vorgenommen hatten. Von daher war das 2:2 sicherlich ein gerechtes Ergebnis", fasste Rödler zusammen.

Jürgen Rödler: "Auch für die Kerb war das eine ganz wichtige Geschichte".

Zu den Ambitionen des TSV äußerte sich der Trainer: "Platz sieben bis acht ist auch das, was die Mannschaft bereit ist zu leisten. Ich denke wir hätten mehr Potenzial in der Mannschaft, aber wie das nun einmal in der Kreisoberliga immer mal ist, hast Du nicht so die Spieler, die so diszipliniert und heiß darauf sind ganz weit vorne in der Tabelle zu sein. Sonst könnte ich mir vorstellen, dass wir auch unter die ersten fünf kommen können, aber unter den Bedingungen, wie wir sie hier vorfinden, muss man sicherlich mit Platz sieben zufrieden sein".

Zur besonderen Bedeutung des Rodgau-Derbys merkte Rödler an: "Natürlich ist das ein Derby und für Dudenhofen vielleicht noch ein bisschen wichtiger als für Nieder-Roden, die früher immer höher gespielt haben. Dudenhofen kam von jeher eher von den unteren Klassen. Gegen Nieder-Roden sich messen zu können und in der gleichen Klasse zu spielen und dann auch noch in allen drei Spielen mithalten zu können, ist eine tolle Geschichte. Im Vorspiel gab es ein 1:1, im Pokal eine knappe 1:2-Niederlage in der letzten Minute. Wir hatten am Wochenende Kerb und dementsprechend war das auch für die Kerb eine ganz wichtige Geschichte".

Autor: Pedro Acebes

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