09.12.2017

Mehnatgir köpft Flieden sofort - mit Bildergalerie

Hessenliga: Ginsheim mit 5:2-Heimspielsieg

Ginsheims Mahdi Mehnatgir (hinten) schoss zwei Tore und war zweimal Vorlagengeber. Foto: Steffen Turban

Nach der ausgeglichenen Heimbilanz mit jeweils drei Siegen, Unentschieden und Niederlagen hat sich beim VfB Ginsheim gegen den Hessenliga-Mitaufsteiger SV Buchonia Flieden zum Jahresabschluss ein 5:2 (2:1)-Erfolg eingereiht. Somit überwintern die Altrheinkicker mit 25 Punkten deutlich über dem "Abstiegs-Strich".

VfB Ginsheim - SV Buchonia Flieden 5:2 (2:1)

Zum zweiten Mal in dieser Saison wurde der Ginsheimer Kunstrasenplatz auf den Plan gerufen. Das konnte Fliedens Trainer Meik Voll garnicht verstehen: "Ginsheim schien so viel Respekt vor uns zu haben, dass sie nicht auf dem Rasenplatz gegen uns antreten wollten. Es ist zwar eine Randerscheinung, aber so etwas habe ich in der Hessenliga noch nicht erlebt. Der Rasenplatz liegt top da und ist auf jeden Fall gut bespielbar." Ebenfalls miterleben musste der Gästecoach den frühen 0:1-Rückstand nach gerade einmal drei Zeigerumdrehungen. Für den kleinen Mahdi Mehnatgir fühlte sich scheinbar keiner verantwortlich, als er nach einer Freistoßflanke von Ivan Raspaglia frei zum Kopfball kam und einnickte.

Es dauerte bis zur 20. Minute, ehe die Buchonen zum ersten Mal in die Nähe des Ginsheimer Tores kamen. Andrè Herr setzte den direkten Freistoß allerdings in die Mauer. Nach exakt einer halben Stunde erhöhte die Elf vom Mainspitzdreieck auf 2:0 durch Eray Eren nach einem durchdachten Pass von Mehnatgir, mit seiner zweiten Chance konnte der SV aber durch Marc Götze den Anschlusstreffer markieren. Sehenswert schlenzte er den Ball aus 18 Metern in den Winkel. "Ginsheim hat verdient gewonnen. So wie wir auf dem Rasenplatz gegen Rot-Weiss Frankfurt alles richtig gemacht haben, haben die heute auf dem Kunstrasenplatz alles richtig gemacht", wies Voll noch einmal auf den Spieluntergrund hin.

Einen vielleicht etwas anderen Verlauf hätte das Aufsteigerduell in der zweiten Halbzeit noch nehmen können, wenn Herrs Schuss nicht im letzten Moment durch ein Ginsheimer Bein geblockt worden wäre. So aber war es anschließend ausschließlich der VfB, der das nächste Leck in der Buchonen-Defensive suchte. Wurde Mehnatgir noch von Nico Hohmann eindeutig im Strafraum gefoult und dafür auch noch mit einer Gelben Karte wegen einer vermeintlichen "Schwalbe" bedacht (57.), sorgte Raspaglia mit einem "reingeschnippelten" Schuss eine Minute später für ausgleichende Gerechtigkeit. Mehnatgir und Berat Karabey erhöhten auf 5:1 gegen einen Ligakonkurrenten, der sich seinem Schicksal ergab.

"Gefahr gegen uns entstand nur durch eigene Fehler. Wir waren heute sehr gut im Spielaufbau und noch besser im Positionsspiel. Flieden hat zu keiner Zeit Zugriff auf uns bekommen. In der zweiten Halbzeit kam es mir gefühlt vor, als ob wir einen Mann mehr auf dem Platz gehabt hätten", resümierte Ginsheims Coach Artur Lemm das Spiel aus seiner Sicht. Das späte 5:2 durch Fabian Schaub, das keinerlei Relevanz auf den Ausgang der Partie hatte, stieß Lemm dennoch übel auf: "Das letzte Gegentor bleibt irgendwie hängen. Das war so sinnlos und wäre einer richtig guten Mannschaft nicht passiert. Mit 25 Punkten liegen wir jetzt voll im Soll und meiner Meinung nach vier Punkte über dem Strich. Sollten wir den Klassenerhalt schaffen, wäre das ein noch größerer Erfolg als der Aufstieg."

Die Statistik:

VfB Ginsheim: Stägemann - Jö. Finger, Thomasberger (80. Wagner), Platten - Raspaglia, Kwiaton - Eren, Görlich (71. Fischer) - Mehnatgir, Karabey, Geisler (46. Mateus) - Trainer: Artur Lemm und Carsten Hennig.
SV Buchonia Flieden: L. Hohmann - Leibold, Zeller, N. Hohmann, Rumpeltes - Krause, Hack (67. Lembach), Götze (59. Bohl), Drews, Herr (61. Stange) - Schaub - Trainer: Meik Voll.

Schiedsrichter: Gahis Safi (Erlensee).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Mahdi Mehnatgir (3.), 2:0 Eray Eren (30.), 2:1 Marc Götze (39.), 3:1 Ivan Raspaglia (58.), 4:1 Mahdi Mehnatgir (64.), 5:1 Berat Karabey (75.), 5:2 Fabian Schaub (88.).

Autor: Christoph Wess

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