12.10.2017

Lemm: "Wir schauen noch nicht auf die Tabelle"

Hessenliga: Ginsheim reist zum Spitzenreiter

Ginsheims Keeper Lukas Langenstein steht mit seiner Defensive in dieser Spielzeit sehr stabil. Foto: Steffen Turban

Für den VfB Ginsheim steht am Samstag (15 Uhr) die schwere Aufgabe beim Tabellenführer auf dem Programm. Der TSV Lehnerz führt derzeit das Tableau der Hessenliga mit vier Punkten Vorsprung auf Dreieich und Alzenau an. Aber auch die Gäste haben zuletzt viermal in Folge nicht verloren und möchten die Serie auch in Lehnerz nicht reißen lassen.

TSV Lehnerz - VfB Ginsheim (Samstag, 15 Uhr)

"Das wird eine extrem schwierige Aufgabe. Wir fahren zum Tabellenführer", redet Ginsheims Trainer Artur Lemm nicht lange um den heißen Brei herum. "Aber wir haben auch gegen Watzenborn und Fulda jeweils einen Punkt geholt und dabei nur ein Gegentor bekommen. Auch wenn sie derzeit schlechter dastehen, schätze ich Watzenborn ähnlich stark wie Lehnerz ein. Da haben wir viel Fleiß und Mentalität gezeigt. Wenn wir es schaffen, diese Tugenden wieder abzurufen, dann wird es ein enges Spiel", ist Lemm überzeugt.

Weiter führt er aus: "Wir müssen uns gegenseitig auf dem Platz helfen. Das gepaart mit einem guten Matchplan, dann können wir vielleicht ein Pünktchen mitnehmen", hofft Lemm, der sich den kommenden Gegner mit seiner Mannschaft noch einmal im Video anschauen will.

Trotz zuletzt vier ungeschlagenen Spielen in Folge und dem derzeitigen zehnten Rang, beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur drei Punkte. "Es ist weiter total eng, gerade auch weil es bis zu fünf Absteiger gibt. Aber am 12. Spieltag schauen wir noch nicht auf die Tabelle. Das bringt nichts. Aber wenn wir Samstag für Samstag unsere Tugenden einbringen, werden wir die nötigen Punkte holen", ist sich der Trainer sicher, der gegen den Spitzenreiter auf die weiter verletzten Oliver Schmitt, Lukas Manneck und Jan Finger verzichten muss. Zudem verletzte sich der gerade erst wiedergenesene Marvin Wagner im Testspiel am Dienstag gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden (3:6) erneut. Dafür stehen Urlauber Kamil Kwiaton und der von einer Sprachreise zurückgekehrte etatmäßige Kapitän Jörg Finger wieder zur Verfügung. Ob es für sie in den Kader reicht, ist noch unklar. "Die anderen Jungs haben es ja auch gut gemacht", so Lemm.

Für Marco Lohsse, den Trainer der Gastgeber läuft es mit seinem Team derzeit rund. Nach der bislang einzigen Saisonniederlage gegen Buchonia Flieden (0:2) holte der TSV 19 von 21 möglichen Punkten. "Wir haben seit sieben Spielen nicht verloren und wollen die Serie ausbauen", macht der Coach deutlich, fügt aber zugleich an: "Wir sind keine Mannschaft, die im Vorbeigehen Spiele gewinnt. Wir müssen gegen jeden Gegner ans Limit gehen und sehr diszipliniert spielen. Wenn wir einen Schritt weniger machen, dann wird es nicht reichen."

Den VfB sieht Lohsse als "sehr unbequeme Mannschaft. Ich habe sie gegen Fulda gesehen. Die haben sich nie aufgegeben und sind schwierig zu bespielen. Gerade defensiv stehen sie sehr stabil und lassen wenig zu." Verzichten muss der Spitzenreiter am Samstag auf Steven von der Burg, Alexander Reith und Andre Vogt. Dafür sind die zuletzt angeschlagenen Sebastian Bartel und Tobias Göbel wieder zur Verfügung.

Autor: Daniel Bolz

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