16.11.2017

Lemm: "Waldgirmes steht zu Recht da oben"

Hessenliga: Ginsheim reist zum Aufsteiger-Duell

Nachdem Keeper Lukas Langenstein gegen Dreieich sieben Mal hinter sich greifen musste, wollen die Ginsheimer gegen Waldgirmes hinten sicher besser stehen. Foto: Steffen Turban

Ein laut Trainer Artur Lemm ganz schweres Spiel steht am Samstag (14.30 Uhr) für den VfB Ginsheim an. Beim Mitaufsteiger aus Waldgirmes wollen die Gäste wieder ein anderes Gesicht als bei der herben 0:7-Klatsche zuhause gegen Hessen Dreieich zeigen. Dabei gehen die amtierenden Meister aus den Verbandsligen Süd und Mitte mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die Partie. Während die Gastgeber auf dem vierten Rang stehen, geht es für die Ginsheimer weiter um den Klassenerhalt in der Hessenliga.

SC Waldgirmes - VfB Ginsheim (Samstag, 14.30 Uhr)

Nach der deutlichen Niederlage gegen Dreieich und der Tatsache, dass die Ginsheimer beim "besten Aufsteiger" der Hessenliga, der laut Trainer Artur Lemm "völlig zu recht da oben steht", spricht der Coach davon, dass die Gäste "eigentlich schlechteste Voraussetzungen haben. Das wird ein ganz ganz schweres Spiel. Bis zum Freitag war das Hinspiel unsere deutlichste Niederlage der Saison." Damals musste sich der VfB mit 2:4 geschlagen geben. "Waldgirmes steht hinten sehr kompakt und arbeitet bissig gegen den Ball. Die haben eine super Statistik und man sieht ganz deutlich die Handschrift des Trainers", ist Lemm voll des Lobes für die Mannschaft und Trainer Daniyel Bulut.

"Ich predige immer die 100 Prozent, die wir gegen jede Mannschaft in dieser Liga bringen müssen. Gegen Dreieich hat man gesehen was passiert, wenn wir davon weggehen und der Gegner dann natürlich auch einen außergewöhnlich guten Tag hat. Dann kriegst du richtig eine auf die Nuss", fordert der Coach volle Leistungsbereitschaft von seiner Truppe, um dann aber noch die Phrase zu bemühen: "Lieber einmal 7:0 verlieren, als sieben Mal 1:0. Wenn wir die richtigen Lehren aus dem Spiel ziehen, kann es vielleicht sogar eine positive Niederlage gewesen sein, obwohl das Spiel von uns teilweise schon sehr schwach war."

Jedenfalls hat seine Mannschaft in dieser Trainingswoche diesen Eindruck vermittelt. "Nach dem Neu-Isenburg-Spiel (4:1, Anm. d. Red.) gab es viele Schulterklopfer. Diese Woche haben die Jungs konzentriert gearbeitet", findet Lemm. Die Partie in Waldgirmes wird übrigens auf Kunstrasen stattfinden, was aber laut dem Trainer kein Problem ist. "Wir haben auf dem Rasenplatz kein Flutlicht, also spielt sich unsere Trainingsarbeit spätestens seit der Zeitumstellung auf Kunstrasen ab."

Froh ist der Trainer derweil über seinen großen Kader, in dem es für das Waldgirmes-Spiel "ganz ordentlich aussieht." Lukas Manneck und Oliver Schmitt (beide verletzt), sowie Atacan Karatas, der zuletz wegen einer Grippe außer Gefecht war, werden fehlen. Ansonsten sind alle Mann einsatzfähig. Kritische Stimmen aufgrund einiger Wechsel vor dem Dreieich-Spiel lässt Lemm nicht zu und findet sie "respektlos denen gegenüber, die gespielt haben. Ich traue jedem unserer Spieler zu, in dieser Liga zu bestehen. Und das nicht schlechter als die anderen."

Autor: Daniel Bolz

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