24.11.2017

Kocatürk: „Ich erwarte eine Reaktion“

Gruppenliga Frankfurt West: Neu-Anspach will auch „für die Psychologie“ siegen

Foto: Steffen Turban

Während es am letzten Spieltag der Gruppenliga Frankfurt West vor der Winterpause keine direkten Duelle an der Tabellenspitze gibt, werden die Top-Mannschaften der Liga von den formstarken Kellerkindern gefordert. Der FSV Friedrichsdorf empfängt die Spvgg. Oberrad, die TSG aus Nieder-Erlenbach hat die FG Seckbach zu Gast. Im absoluten Kellerduell empfängt der Letzte aus Griesheim den Vorletzten vom SV BKC Bosnien.

1. FC Oberstedten – SG Bornheim (Sonntag, 14.45 Uhr)

Einen Tag vor der Begegnung soll laut Klassenleiter Thorsten Bastian entschieden werden, ob die Partie auf dem Rasen des 1. FC Oberstedten standfinden kann. Auch eine erneute Verlegung auf einen Kunstrasen-Platz – diesmal in Oberursel – ist möglich, sollte das Wetter nicht mitspielen. Tabellarisch ist der FCO mittlerweile im Abstiegsstrudel angekommen, weiß auch Trainer Artur Rissling: „Wir brauchen noch ein paar Punkte und es wird nicht einfacher. Wir sehnen die Winterpause schon herbei, aber die Anderen punkten.“ Den Gegner aus Bornheim schätzt Rissling, wie schon seit Beginn der Saison als „die spielstärkste Mannschaft der Liga ein. Wir müssen einen Top-Tag erwischen, um etwas zu holen.“

FSV Friedrichsdorf – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 14.45 Uhr)

„Es war eine super schwere Situation. Acht Spiele am Stück zu verlieren, fünf davon sehr hoch. Wie die Mannschaft da zusammengerückt ist um aus so einem Loch herauszukommen, macht mich stolz. Es war eine schwere Phase für uns alle, aber wir haben daraus gelernt“, beschreibt FSV-Trainer Metin Yildiz nach dem beeindruckenden Aufschwung die aktuelle Gefühlslage des Aufsteigers. Vier Siege aus den letzten fünf Spielen tragen dazu bei, dass man auch vor dem Tabellenführer keine Scheu hat: „Gegen Oberrad wollen wir auf jeden Fall punkten.“ Vor dem Spiel gegen Nieder-Erlenbach seien vier Punkte aus den letzten zwei Spielen das Ziel gewesen, „mit einem Punkt gegen Oberrad wäre das erfüllt.“ Dennoch seien die Gäste der „klare Favorit.“

FC Kalbach – TuS Merzhausen (Sonntag, 14.45 Uhr)

Nachdem der FC Kalbach die längste Zeit der Saison auf dem ersten Tabellenplatz rangierte, könnte man im schlimmsten Fall sogar nur auf Platz vier in den Winter gehen. Grund dafür ist auch, dass die Mannschaft ein Spiel weniger absolviert hat als der aktuelle Tabellenführer aus Oberrad und sogar zwei Spiele weniger als die Verfolger. Immerhin vier Wochen liegt der letzte Sieg des FCK zurück. Für den selbsternannten Aufstiegsfavoriten wohl eine halbe Ewigkeit. Mit einem erfolgreichen Jahresabschluss in den Spielen gegen Merzhausen und Oberstedten ist allerdings auch das Überwintern auf dem direkten Aufstiegsplatz noch möglich.

Spvgg. Griesheim – SV BKC Bosnien (Sonntag, 14.45 Uhr)

Im absoluten Kellerduell geht es nicht nur darum, mit einem Positiv-Erlebnis in die Winterpause zu gehen. Tabellarisch sind nach den Siegesserien der Konkurrenten beide Mannschaften zum punkten verdammt. Der SV BKC Bosnien ist mit 14 Zählern zwei Siege von einem Nichtabstiegsplatz entfernt. Sollte gegen Griesheim gewonnen werden, könnte man im Nachholspiel eine Woche später den Anschluss wiederherstellen. Deutlich unbequemer ist die Lage bei den Gastgebern. Mit zehn Punkten wird im Laufe der Saison früher oder später eine Siegesserie von Nöten sein. Dazu haben gleich mehrere Kontrahenten noch ein Spiel mehr auszutragen als die Spielvereinigung.

FV Stierstadt – FFV Sportfreunde (Sonntag, 14.45 Uhr)

Nach einem famosen Saisonstart lag der FV Stierstadt nach einigen Spieltagen sogar auf dem ersten Tabellenplatz. Zwar mischt die Truppe schon länger nicht mehr mit Größen wie Oberrad oder Kalbach mit, doch der freie Fall des Aufsteigers konnte rechtzeitig vor der Abstiegszone gestoppt werden. In den letzten vier Spielen konnte gleich dreimal gepunktet werden. Jeweils einen Zähler nahm man gegen Hausen und Dortelweil mit, gegen Griesheim wurde zudem ein wichtiger Sieg eingefahren. Still und heimlich haben sich die Gegner von den Sportfreunden im Aufstiegsrennen festgesetzt. Zwar war man bereits lange Zeit als erfolgreichster Aufsteiger unterwegs, doch kurz vor der Winterpause könnte man das gute erste halbe Gruppenliga-Jahr mit einem Sprung auf die Aufstiegsränge krönen.

TSG Nieder-Erlenbach – FG Seckbach (Sonntag, 14.45 Uhr)

Für gleich mehrere Spitzenmannschaften war gegen die TSG Nieder-Erlenbach nichts zu holen. Mit vier Siegen in Serie hat man den dírekten Kontakt zur sicheren Nichtabstiegszone wiederhergestellt. Doch im Sechs-Punkte-Spiel gegen den FSV Friedrichsdorf war die Niederlage schon nach sechs Minuten so gut wie besiegelt. Auch die FG Seckbach fiebert der längsten Siegesserie der Saison entgegen. Die Siege gegen Griesheim, Dortelweil und Bosnien wolle man laut Trainer Thorsten Spahn „gegen Nieder-Erlenbach mit einem vierten Sieg vergolden. Dann wären wir ganz gut im Soll und könnten uns zum Jahresauftakt auf ein schönes Spiel in Oberrad freuen.“

FV Hausen – SC Dortelweil (Sonntag, 14.45 Uhr)

„Ich erwarte eine Reaktion und bin mir sicher, dass das Team charakterstark genug ist, um die zu zeigen“, blickte ein enttäuschter SCD-Trainer Gökhan Kocatürk nach dem schwachen Auftritt gegen Stierstadt nach vorne. Generell scheint sich Dortelweil mit Aufsteigern schwerzutun. In den sechs bisherigen Duellen gab es lediglich einen Sieg, auch im Hinspiel trennte man sich gegen Hausen 1:1. „Wir wissen, dass wir auf eine gute Mannschaft treffen“, peilt Kocatürk dennoch drei Punkte an. Auch sein Gegenüber Martin Reyschmidt könnte einen Sieg in der aktuellen Situation gut vertragen: „Aufgrund der Tabellensituation wäre es natürlich schön, wenn wir einen Dreier landen“, hofft man in Hausen zum Jahresende auf „einen positiven Abschluss.“

FC Neu-Anspach – VfB Friedberg (Sonntag, 14.45 Uhr)

Von den vier Niederlagen zum Start der Saison ist in Friedberg nichts mehr zu sehen. In regelmäßigen Abständen werden auch gegen die vermeintlichen Großen der Liga gepunktet, sodass der Abstand zum nächsten Gegner nur noch fünf Punkte beträgt. Während Friedberg zum Saisonstart vier Niederlagen kassierte, konnte Anspach zur selben Zeit viermal siegen. Dass Friedberg dennoch auf den FCNA aufschließen konnte liegt an der insgesamt schon zweiten Negativserie der Anspacher, die am vergangenen Wochenende durch den 1:0-Erfolg gegen Oberstedten durchbrochen werden konnte. Auch „für die Psychologie“ hofft Trainer Rico Henrici, „dass wir mit einem Sieg das Jahr beenden können.“

(sly)

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