15.04.2018

Kein Sieger im Gipfeltreffen

Verbandsliga Mitte: Kelsterbach holt Punkt in Oberliederbach

Oberliederbachs Aaron Schlotterer (links) erzielte im Spiel gegen Viktoria Kelsterbach die zwischenzeitliche 2:1-Führung. Foto: Marcel Lorenz

In der Verbandsliga Mitte setzte es am Sonntag für Germania Schwanheim in Dietkirchen die bereits 14. Saisonniederlage. Ein eher glanzloses Spitzenspiel lieferten sich Primus FC Eddersheim und der Zweitplatzierte SF/BG Marburg, während die SG Oberliederbach sich im Kampf um den Klassenerhalt mit einem 2:2-Remis gegen den Derby-Gegner Viktoria Kelsterbach begnügen musste.

TuS Dietkirchen – Germania Schwanheim 4:1 (3:0)

"Das ist schon extrem, was wir momentan an individuellen Fehlern abliefern", bilanzierte Germania-Trainer Tomas Pelayo. Am Sonntag fielen alle vier TuS-Treffer nach Patzern in der Schwanheimer Defensive. Dabei starteten die Gäste vielversprechend und generierten in den ersten zehn Minuten reichlich Druck. In der zehnten Minute jedoch der erste Nackenschlag aus Sicht der Schwanheimer: TuS-Keeper Raphael Laux schlug das Leder weit nach vorne, die Gäste-Abwehr stellte sich schludrig an und Kevin Kratz war für den Führungstreffer zur Stelle. Jan Uth hatte nur 60 Sekunden später den Ausgleich auf dem Fuß, blieb aber glücklos. Der gleiche Spieler trat in der 20. Minute erneut in Erscheinung, als ein an ihm getätigtes Foul, so Pelayos Sicht, nicht geahndet wurde. Stattdessen setzte sich Dietkirchen weiter ab: Kapitän Maximilian Zuckrigl brachte mit seinem Doppelschlag (25., 42.) die Vorentscheidung. In der zweiten Hälfte gelang der Germania, die sich nun deutlich verbessert präsentierte, zwar noch der Anschlusstreffer durch Ahmet Gök (57.), in der 80. Minute sorgte aber erneut Zuckrigl für Ernüchterung im Gästelager.

Am kommenden Sonntag wartet auf Schwanheim, die auf Rang 12 stehen, dann das pikante Duell gegen den FC Dorndorf (15. Platz). "Wer jetzt nicht weiß, worum es geht, der hat in diesem Sport nichts verloren", so Pelayo.

Schiedsrichter: Amir Amirian (Burgschwalbach).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Kevin Kratz (10.), 2:0 und 3:0 Maximilian Zuckrigl (25., 42.), 3:1 Ahmet Gök (57.), 4:1 Maximilian Zuckrigl (80.).

FC Eddersheim – SF/BG Marburg 0:0

"Meiner Meinung nach war das kein 0:0 der besseren Sorte", urteilte Erich Rodler, Sportlicher Leiter beim FC Eddersheim. Beiden Seiten war von Beginn an die Nervosität anzumerken, Fehlpässe stellten keine Seltenheit dar – nennenswerte Torchancen hingegen schon. "Vom Spielerischen her war das kein besonders gutes Spiel. Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden", so Rodler.

Insgesamt agierte der FCE etwas offensiver, während die Oberhessen in der Regel auf Kontermöglichkeiten lauerten. Eine der besten Eddersheimer Chancen ergab sich bereits nach acht Minuten, Patrick Hilser traf jedoch lediglich die Marburger Latte. Auch FC-Goalgetter Turgay Akbulut musste sich in der zweiten Hälfte mit einem Lattenschuss begnügen, sorgte somit aber immerhin für das größte Highlight nach dem Seitenwechsel. "Viel mehr an Torchancen gibt es aber auch nicht zu berichten", verriet Erich Rodler.

Schiedsrichter: Kai Vonderschmidt (Dietesheim).
Zuschauer: 250.
Tore: Fehlanzeige.

SG Oberliederbach – Viktoria Kelsterbach 2:2 (0:1)

"Die erste Halbzeit war von uns katastrophal schlecht", äußerte sich ein enttäuschter SGO-Trainer Thomas Schlierbach nach dem Abpfiff. Die abstiegsbedrohten Hausherren hatten sich einiges vorgenommen gehabt, taten sich defensiv in den ersten 45 Minuten aber spürbar schwer. Die Gäste probierten es mit Vorliebe über die rechte Seite und kamen hierüber auch zum Führungstor durch Atay Koustar in der zehnten Minute. Auch die SGO hatte vor dem Pausengong ihre Möglichkeiten, etwa durch Nilas Pitas und Daniel Koch, ging mit ihren Chancen aber fahrlässig um. Insgesamt schien Oberliederbach mit dem 0:1-Rückstand zur Pause noch gut bedient.

Nach dem Wiederanpfiff wirkte die SGO agiler, versäumte es jedoch zunächst, sich für die eigenen Anstrengungen zu belohnen. Das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 fiel erst in der 65. Minute durch Sebastian Hirschle. Nachfolgend war das Schlierbach-Team dem 2:1 näher, als die Viktoria. Tatsächlich sollte dem eingewechselten Aaron Schlotterer in der 88. Minute sogar der zweite SGO-Treffer gelingen – doch währte die Freude bei der Heimmannschaft nicht lange. In der dritten Minute der Nachspielzeit landete das Leder nach einem Freistoß von der Mittellinie bei Fabio Borges, der zum 2:2 netzte. "Am Ende ist es einfach bitter", haderte Schlierbach mit dem Spielausgang. Positiver blickte Viktoria-Coach Ralf Horst auf das Resultat: "Mich freut es für die Jungs, dass wir uns nicht aufgegeben haben und den hochverdient Punkt durch Fabio bekommen haben."

Schiedsrichter: Terlan Tavasolli (Dieburg).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Atay Koustar (10.), 1:1 Sebastian Hirschle (65.), 2:1 Aaron Schlotterer (88.), 2:2 Fabio Borges (90.+3).

(cn)

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