03.11.2017

Kalle Buhl: "Haben eigentlich nichts zu kamellen"

Gruppenliga Frankfurt West: Verfolgerduell steigt in Bornheim

Beienheims Trainer Karl-Heinz Stete will mit seiner Elf gegen den SV BKC Bosnien nachlegen. Foto: Jörg Schulz

Zum Ende der Vorrunde kommt es in allen Regionen der Tabelle zu insgesamt fünf direkten Duellen. Im Kampf um Platz drei empfängt die SG Bornheim den punktgleichen SC Dortelweil. Zuvor trifft der FC Neu-Anspach im unmittelbaren Verfolgerduell auf den FFV Sportfreunde.

FC Neu-Anspach – FFV Sportfreunde (Sonntag, 14.30 Uhr)

"Wir sind zwar nur in der 7. Liga, trotzdem wünsche ich mir eine andere Ernsthaftigkeit und eine andere Zielstrebigkeit“ zeigte sich FCNA-Trainer Rico Henrici nach dem 0:2 in Oberrad enttäuscht. Nur vier Tage zuvor hatte seine Truppe das direkte Duell in Dortelweil verloren. Durch die zwei Niederlagen beträgt der Abstand auf die Aufstiegsränge nun sieben Punkte. Einen Punkt mehr als Neu-Anspach haben die Speuzer auf dem Konto. Der beste Aufsteiger konnte auch am vergangenen Wochenende überzeugen und die FG Seckbach mit 2:1 bezwingen. Mit einem weiteren Sieg in Anspach könnte der FFV zum Ende der Vorrunde bis auf den dritten Platz springen.

TuS Merzhausen – Spvgg. Oberrad (Sonntag, 14.30 Uhr)

Für Oberrads Baldo di Gregorio ist es "egal, ob wir gegen den Ersten, den Siebten oder den 16. spielen. Jedes Spiel geht bei 0:0 los.“ Weiter ging der Spielertrainer auf die Punktverluste gegen Griesheim und Bosnien ein, die deutlich machten, dass es in der engen Gruppenliga keine Selbstläufer gibt: "Jeder muss verstehen, dass wir unsere Punkte nur holen, wenn wir unser Maximum rausholen. Dafür braucht es eine gewisse Einstellung.“ Diese zeigte seine Mannschaft beim 2:0 gegen Neu-Anspach. Trotz zahlreicher Ausfälle zeigten die Spieler eine gute Leistung und fuhren einen insgesamt ungefährdeten Erfolg ein.

FC Kalbach – TSG Nieder-Erlenbach (Sonntag, 14.30 Uhr)

Kalbach bekommt keine Ordnung in die Defensive. Nach erneuten individuellen Fehlern konnte der FC im Gastspiel gegen Friedberg dank des späten Treffers von Spielertrainer Elton da Costa zumindest einen Punkt mitnehmen: "Wir nehmen es wie es ist und gucken, dass wir nächste Woche die drei Punkte mitnehmen“, so da Costa nach dem Spiel. Der Gegner aus Nieder-Erlenbach kommt mit dem Rückenwind zweier Siege nach Kalbach. Doch "weder gegen Oberrad noch gegen Kalbach haben wir unter normalen Umständen etwas zu kamellen. Wir müssen gegen die Mitkonkurrenten punkten“, erinnert sich Kalle Buhl, Fußball-Abteilungsleiter der TSG, dennoch gerne an vergangene Spiele gegen den FCK: "Zumindest in den Vorbereitungsspielen haben wir gegen sie immer gut ausgesehen.“

FSV Friedrichsdorf – FV Stierstadt (Sonntag, 14.30 Uhr)

Sollte Friedrichsdorf auch gegen Stierstadt punkten, hätte der FSV innerhalb von sieben Tagen genauso viele Zähler geholt, wie in den ersten 13 Spielen zusammen. Grund dafür sind die Siege gegen die direkten Konkurrenten Griesheim und Bosnien. Auch den FV könnte die Yildiz-Elf mit einem Sieg wieder in den Abstiegsstrudel ziehen und gleichzeitig als derzeit Tabellenvorletzter auf einen potentiellen Nichtabstiegsplatz klettern. Stierstadt hingegen holte aus den letzten vier Spielen vier Punkte. Am Reformations-Spieltag sorgte der Gegentreffer in der siebten Minute der Nachspielzeit für die Punkteteilung gegen Hausen. Mit 45 Gegentoren kassierte der FVS die meisten aller Gruppenligisten, drei mehr als der FSV.

FV Hausen – VfB Friedberg (Sonntag, 14.30 Uhr)

Hausens Robin Westerwald stand nach zwei Freistößen zwei Mal am richtigen Fleck. Durch seinen späten Doppelpack bescherte der Kapitän seiner Truppe im direkten Duell gegen Stierstadt einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Gegen Friedberg steht nun das nächste direkte Duell an, der VfB hat einen Zähler mehr auf dem Konto als der FVH. Die Friedberger beschreibt Hausens Spielertrainer Martin Reyschmidt als "sehr unangenehm. Es wird ein interessantes Spiel, in dem keiner verlieren will.“ Friedberg hatte unter der Woche den Spitzenreiter aus Kalbach an den Rand einer Niederlage gebracht, ehe in der 88. Minute Elton da Costa mit einem Dropkick in den Winkel den Sieg verhinderte.

SKV Beienheim – SV BKC Bosnien (Sonntag, 14.30 Uhr)

"Wir sind sehr froh, dass wir nach der Klatsche die Kurve gekriegt haben“, zeigte sich Beienheims Pressesprecher Michael Major nach dem Sieg gegen Oberstedten erleichtert. Nur drei Tage zuvor setzte es ein heftiges 0:7 gegen die Speuzer. Nun will der SKV "gegen die Bosnier nachlegen, dann hätten wir die Ziele für die erste halbe Saison erreicht.“ Etwas bedrückter dürfte die Stimmungslage beim SV BKC Bosnien sein. In der 89. Minute kassierte der SV das 1:2 gegen den FSV Friedrichsdorf, der damit nur noch einen Punkt hinter Bosnien liegt. "So wie wir heute gespielt haben, wird es gegen jeden Gegner schwer. Es muss sich bei uns einiges in der Einstellung ändern, damit wir gegen Beienheim etwas reißen können“, so Admir Malohodzic, der sportliche Leiter vom BKC Bosnien kurz nach der Niederlage.

FG Seckbach – Spvgg. Griesheim (Sonntag, 14.30 Uhr)

Einen Monat ist es her, als Griesheim letzmals ein Ligaspiel gewinnen konnte. Seit dem 7:3-Sieg gegen Stierstadt konnte die Spielvereinigung lediglich beim 1:1 gegen Bornheim etwas Zählbares mitnehmen. Da die Konkurrenten aus Nieder-Erlenbach und Friedrichsdorf zuletzt zwei mal in Folge siegten, rutschte Griesheim bis auf den letzten Tabellenplatz ab. Gegner Seckbach will nach der Niederlage bei den Speuzern die Vorrunde mit einem positiven Erlebnis beenden: "Griesheim hat gegen Friedrichsdorf verloren, wir sind also in der Favoritenrolle. Wir wollen die Vorrunde mit 25 Punkten abschließen“, so Trainer Thorsten Spahn.

SG Bornheim – SC Dortelweil (Sonntag, 15 Uhr)

Bornheim stottert: Durch die beeindruckende Siegesserie, die fünf Spiele lang anhielt, kämpfte sich die SG Bornheim Stück für Stück nach vorne. In den letzten vier Spielen gab es aber nur einen Dreier, am letzten Spieltag musste sich die SG dem Tabellenschlusslicht aus Nieder-Erlenbach gar geschlagen geben. Deutlich besser läuft es momentan beim SC Dortelweil. Seit sieben Spielen hat die Mannschaft nicht mehr verloren, 17 von 21 Punkten holte Dortelweil in der Zeit. Dennoch war der SC nach dem 3:1-Sieg gegen Griesheim mit der Leistung nur bedingt zufrieden: "Wir hatten sehr viele und leichtsinnige Ballverluste. Das darf uns am Sonntag nicht passieren“, so Co-Trainer Gökhan Kocatürk nach der Begegnung.


(sly)

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