11.01.2018

"Ich genieße die Rolle als Gespannsführer"

Kevin Hartmann geht in seine fünfte Saison

Kevin Hartmann hat die richtige Wahl getroffen. Foto: privat

Nachdem Kevin Hartmann seine Fußballschuhe gesundheitsbedingt an den Nagel hängen musste, überlegte er, eine Trainer- oder Schiedsrichterlaufbahn einzuschlagen. Die Wahl fiel auf Letzteres, was der 26-Jährige nie bereute.

"Fußball gespielt habe ich bei Germania Ginnheim und danach in der Reservemannschaft vom TuS Nieder-Eschbach. Dann hatte ich irgendwann eine Schienbeinentzündung wegen Überbelastung und musste acht Monate pausieren", erinnert sich Kevin Hartmann, der daraufhin dem runden Leder nicht mehr hinterherjagen konnte. Dem 26-Jährigen boten sich als Alternativen der Fußball-Trainer oder die Funktion des Schiedsrichters an: "Erst habe ich überlegt, was ich machen soll. Dann habe ich mich für die Variante Schiedsrichter entschieden, weil ich immer wieder von außen gesehen habe, wie sich Zuschauer über Schiedsrichterentscheidungen aufregen, und das hat für mich den Reiz ausgemacht."

Seit Anfang 2013 leitet Hartmann, der für den TuS Nieder-Eschbach pfeift, das Geschehen auf den Sportplätzen in der Frankfurter Region: "Mit Beginn dieser Saison bin ich Gespannsführer in der Gruppenliga geworden. Meine Spiele sind immer größtenteils ruhig. Einmal musste ich einen Trainer aus der Kreisoberliga hinter die Barriere schicken. Schlägereien oder ähnliches gab es bei mir aber noch nie."

Dem Eintracht Frankfurt-Fan steht seine Schienbeinverletzung von seinerzeit nicht im Weg: "Das ist eine andere Art von Laufbewegung. Dafür halte ich mich dreimal unter der Woche im Fitnessstudio bei Kräften und gehe auch joggen." Ein Vorbild hat der Unparteiische, der beruflich Mediengestalter in einer Werbeagentur ist, auch auf Lager: "Die Spielleitung von Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Stieler mag ich sehr. Er ist eher der Läufer im Spiel und bei dem, wie er redet und was er sagt, sehr sympathisch." Hartmann hat als Gruppenliga-Referee ein großes Etappenziel erreicht, und freut sich auf seine weitere Tätigkeit auf dem Fußball-Aktionsfeld.

Autor: Christoph Wess

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