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19.06.2017

Gruppenliga Ost spielt 2017/18 mit 18 Vereinen

Hessenliga-Rückzieher Seligenstadt sorgt für Aufstockung

Tobias Leis (rechts) soll den Sportfreunden Seligenstadt auch in der Gruppenliga zur Verfügung stehen. Foto: Thomas Zöller.

Die Gruppenliga Frankfurt Ost geht in der kommenden Saison mit 18 Vereinen an den Start. Damit wird die Richtzahl 17 um einen Klub überschritten. Grund dafür ist der unvorhergesehene Rückzug der Sportfreunde Seligenstadt aus der Hessenliga. Zwar musste die Reserve der Seligenstädter ihren Platz in der Gruppenliga dadurch räumen, wurde aber nicht dem Absteigerkontingent angerechnet. Durch den sportlichen Abstieg von Germania Großkrotzenburg aus der Verbandsliga Süd mussten vier Vereine die Spielklasse in ihre jeweiligen Kreisoberligen verlassen.

Nicht mehr dabei sind Meister FC Hanau 93 sowie Vizemeister Viktoria Nidda, die sich durch ihren Aufstieg in die Verbandsliga Süd für höhere Aufgaben qualifiziert haben. Dafür startet der bisherige Hessenligist Sportfreunde Seligenstadt zwei Klassen tiefer den vom Vorstand verordneten Neubeginn. Den Hauptkern des Teams bildet die bisherige Reserve der Einhardstädter, die unter Trainer Thomas Marton mit 51 Punkten den siebten Platz in der Abschlusstabelle belegte. Marton ist auch der neue und alte Coach des Teams, da der bisherige Chefcoach Lars Schmidt nur im Falle des Verbleibs in der Hessenliga weiter zur Verfügung gestanden hätte. Einige wenige gestandene Akteure wie Tobias Leis sollen sich wohl bereit erklärt haben, auch zwei Klassen tiefer ihre Schuhe für die Sportfreunde zu schnüren, sodass mit den Seligenstädtern durchaus zu rechnen sein wird.

Auch Germania Großkrotzenburg ist trotz des sang- und klanglosen Abstieges aus der Verbandsliga Süd als Tabellenletzter mit nur zehn Punkten der direkte Wiederaufstieg zuzutrauen. Frühzeitig konnte der Main-Kinzig-Klub am Kader für die kommende Saison basteln. Etablierte Vereine wie JSK Rodgau, Kickers Obertshausen, der FC Hochstadt und der FSV Bischofsheim werden sicher auch wieder ein Wörtchen um die Spitzenplätze mitreden wollen. Neben der Reserve der Seligenstädter, welche die Spielklasse zwangsweise verlassen musste, traf es vier weitere Vereine auf sportlicher Ebene. Der SV Pfaffenhausen stieg direkt wieder in die Kreisoberliga Gelnhausen ab, genauso wie der VfR Wenings in die Kreisoberliga Büdingen.

Neu-Isenburgs Hessenliga-Aufstieg löste den "Rattenschwanz" aus

Der VfR Kesselstadt war in der Rückrunde nicht mehr konkurrenzfähig und muss in die Kreisoberliga Hanau runter. Sportlich stieg auch der ehemalige Verbandsligist Kickers-Viktoria Mühlheim ab, der Klub hatte aber schon im Oktober 2016 seinen freiwilligen Rückzug in die A-Liga beschlossen. Da der Gruppenliga Ost im Gegensatz zur West-Gruppe gleich vier Kreisoberligen untergeordnet sind, stiegen vier Kreisoberliga-Meister direkt auf: Der SVG Steinheim (Offenbach), der 1. FC Erlensee (Hanau), der VfB Oberndorf (Gelnhausen) und der SV Eintracht Altwiedermus (Büdingen). Aus der Aufstiegsrunde kamen dann noch die beiden Finalisten 1. FC Langen (Offenbach) und der FSV Bad Orb (Gelnhausen) dazu. Bad Orb als unterlegener Finalist profitierte vom Aufstieg von Viktoria Nidda als Zweiter der Aufstiegsrunde zur Verbandsliga Süd.

Das wiederum machte der Hessenliga-Aufstieg der Spvgg. 03 Neu-Isenburg erst möglich. Somit sind sechs Neulinge aus den Kreisoberligen in der neuen Gruppenliga Ost vertreten. Traditionell bilden die Fußball-Kreise Offenbach, Hanau, Gelnhausen und Büdingen diese Spielklasse. Die Vorreiterrolle spielen die Offenbacher und Hanauer Klubs. Sie sind in der neuen Saison mit acht beziehungsweise sechs Vereinen vertreten. Das sind 14 von 18 Vereine aus der Region Offenbach/Hanau. Dagegen sind aus den strukturschwachen Gebieten Gelnhausen und Büdingen nur noch insgesamt vier Klubs dabei. Nachdem sich Spitzenteam Viktoria Nidda in die Verbandsliga Süd verabschiedet hat und den Kreis Büdingen als erst zweiter Verein nach dem SSV Lindheim auf der Verbandsebene vertreten wird, hält nach dem Weningser Abstieg nur noch Aufsteiger SV Eintracht Altwiedermus die Büdinger Fahne hoch.

Die 18 Vereine 2017/18 unterteilt nach Fußball-Kreisen:

Kreis Offenbach (Acht Vereine): Sportfreunde Seligenstadt, JSK Rodgau, Kickers Obertshausen, Germania Klein-Krotzenburg, FC Dietzenbach, SG Rosenhöhe Offenbach, SVG Steinheim, 1. FC Langen.

Kreis Hanau (Sechs Vereine): Germania Großkrotzenburg, FC Hochstadt, FSV Bischofsheim, Türk Gücü Hanau, SG Marköbel, 1. FC Erlensee.

Kreis Gelnhausen (Drei Vereine): SV Somborn, VfB Oberndorf, FSV Bad Orb.

Kreis Büdingen (Ein Verein): SV Eintracht Altwiedermus.

Autor: Pedro Acebes

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