12.08.2017

Griesheim feiert Cigdem und Stork - mit Fotos

Hessenliga: Rot-Weiss Frankfurt verspielt Führung

Ibrahim Cigdem (links) erzielte sein erstes Hessenliga-Tor. Foto: Mithat Gürser

Beim SC Viktoria Griesheim hat es endlich geklappt: Am dritten Spieltag hat die Türker-Elf durch eine Energieleistung in der zweiten Halbzeit Rot-Weiss Frankfurt mit 2:1 (0:1) besiegt und somit ihren ersten "Dreier" eingefahren. Umgekehrt warten die Rot-Weissen weiterhin auf ihren ersten Saisonsieg.

SC Viktoria Griesheim - Rot-Weiss Frankfurt 2:1 (0:1)

"Ich habe noch keine Erklärung dafür, dass wir das Spiel aus der Hand gegeben haben. Ich bin stinksauer. In der ersten Halbzeit hatten wir die Partie im Griff. Nach dem Ausgleich standen wir zu weit weg vom Gegner und meine Leute waren in den Zweikämpfen nicht mehr präsent. Das Spiel ist einfach gekippt und Griesheim hat verdient gewonnen", zeigte sich Rot-Weiss Coach Daniyel Cimen von seiner Mannschaft unterm Strich sichtlich enttäuscht.

Tatsächlich waren es die Gäste, die den ersten Durchgang bestimmten, den aber erst nach guten 20 Minuten so richtig. Nach der Führung durch Neuzugang Mirkan Kara, der im zweiten Anlauf Torwart Daniel Duschner mit einem sehenswerten Heber von der Strafraumkante überlistete (24.), hätten Zeki Ech Chad nur zwei Minuten später und dann Henok Teklab mehr als nur Torchancen herausholen müssen. Von Griesheim war bis dahin nicht allzu viel zu sehen, erst kurz vor der Pause testete Yves Böttler Gästekeeper Marco Kapias mit einem Kopfball.

"Tiefere Wege und mehr Risiko" brachten den Erfolg

Griesheim startete im wahrsten Sinne des Wortes wie ausgewechselt in den zweiten Durchgang. Vor allem Ahmet Caglar brachte sofort Dampf in die SC-Offensive und hatte in der 48. Minute bereits den Ausgleich auf dem Fuß. Damit leitete Caglar eine 20-minütige Griesheimer Drangphase ein, die durch das erste Hessenliga-Tor von Ibrahim Cigdem - vorausgegangen war ein Pass in die Tiefe von Caglar - belohnt wurde (50.). Das Spiel der Gäste war wie abgeschnitten und der Gastgeber blieb am Drücker. Böttler und Fabian Walter mit jeweils einem Lattentreffer hätten das Spiel schon richtig kippen lassen können, ehe sich die Rot-Weissen wieder fingen. In der 82. Minute dann grenzenloser Jubel bei Griesheim: Der eingewechselte Pascal Stork tankte sich am 16er durch und sorgte für das erlösende 2:1 für Griesheim. Den Gästen lief die Zeit davon. Die Führung wurde aus der Hand gegeben und vollends verspielt.

"Ahmet Caglar und Pascal Stork habe ich nicht von Anfang an gebracht, weil ich auch die Trainingsleistungen bewerte und meine Stürmer auch dem Spielstil der gegnerischen Mannschaft anpassen muss. Wir haben einen gut besetzten Kader, und jeder Stürmer bekommt seine Chance. Sie sind alle gut", lobte Griesheims Trainer Suat Türker seine Elf, der mit den Einwechslungen ein extrem gutes Händchen bewies. "Mit dem 4-1-4-1-System haben wir das erst nicht so gut hinbekommen und wahrscheinlich hat sich das unser Gegner im Alzenau-Spiel abgeguckt. Erst als wir bereit waren, vorne tiefere Wege zu gehen und mehr zu riskieren, kam der Erfolg", resümierte Türker überglücklich.

Die Statistik:

SC Viktoria Griesheim: Duschner - Windeck, Fai (46. Caglar), Salii, Duran (46. Araujo da Silva), Böttler, Cigdem (79. Stork), El Fahfouhy, Schumacher, Davulcu, Walter - Trainer: Suat Türker.
Rot-Weiss Frankfurt: Kapias - Topcagic, Ech Chad (75. Sultani), Mus, Pospischil, Velemir (59. Horiuchi), Techlab (78. Amouzouvi), Kara, Quattara, Becker, Scholten - Trainer: Daniyel Cimen.

Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Mirkan Kara (24.), 1:1 Ibrahim Cigdem (50.), 2:1 Pascal Stork (82.).
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Ediz Davulcu (90.+1, Griesheim).

Autor: Christoph Wess

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