13.11.2017

Für Salvatore Bari ist die Saison gelaufen

Hessenliga: Torschützenkönig mit Kreuzbandriss

Die Verletzungspause nach seinem Innenbandteilanriss gegen den FSC Lohfelden hatte Salvatore Bari (rechts) gerade erst überstanden. Foto: Steffen Turban

Für Salvatore Bari, den Hessenliga-Torschützenkönig der letzten Saison, ist die laufende Runde jetzt schon passè. Alzenaus Mittelstürmer wird sich Ende November einer Kreuzband-OP unterziehen müssen, nachdem er sich erst von einem Innenbandteilanriss erholt hatte.

"Vor vier Wochen habe ich mir das vordere Kreuzband gerissen. Das ist sehr bitter", sagt Alzenaus Top-Torjäger Salvatore Bari, der sich im Spiel gegen Neu-Isenburg nach einem Querpass in den Fünfmeterraum langmachte und mit seinem rechten Bein im Rasen hängen blieb: "Ich wurde von hinten geschubst, mein Oberkörper verlagerte sich über das Knie und es hat richtig geknackt." Obwohl erste Tests positiv verliefen, "musste ich in der Halbzeit schon Eis aufs Knie legen und habe trotzdem weitergespielt. Nach dem Spiel wurden die Schmerzen aber deutlich schlimmer und ich konnte nicht mehr gehen", erinnert sich der 30-Jährige.

Zwei Tage später erhielt Bari nach einem MRT dann die Diagnose, dass im rechten Knie das vordere Kreuzband gerissen und der Meniskus angerissen ist. Einen Zusammenhang zu seiner vorangegangen Verletzung, die er sich am ersten Spieltag gegen den FSC Lohfelden zugezogen hatte, konnten die behandelnden Ärzte ausschließen: "Es wurden extra nochmal Bilder von meinem Innenbandteilabriss gemacht. Der ist aber komplett verheilt."

Von schweren Verletzungen blieb der amtierende Hessenliga-Torschützenkönig über viele Jahre verschont und wollte in dieser Saison wieder voll auf Angriff gehen: "Es lief alles so gut. Jetzt bin ich 30 geworden und habe so eine schwere Verletzung. Einen Kreuzbandriss im linken Knie hatte ich mal in der A-Jugend, einen Bandscheibenvorfall und einen Bänderriss im Knöchel, als ich mit 21 meinen Profivertrag unterschrieben hatte", bedauert Bari, dessen zweijähriges Arrangement mit dem VFL Bochum daraufhin nicht verlängert wurde.

Für Alzenaus Kapitän steht der medizinische Fahrplan fest: Am 28. November findet die OP mit anschließender Reha statt. Trotzdem bleibt der Deutsch-Italiener ganz nah an der Mannschaft: "Ich versuche, die Jungs moralisch zu unterstützen. Es freut mich, dass es ohne mich auch gut läuft. Hoffentlich auch über einen längeren Zeitraum." Zum Thema Titelgewinn hat Bari klare Vorstellungen: "Die letzten zehn Spieltage werden entscheidend sein. Dreieich, Lehnerz, Fulda und Watzenborn-Steinberg werden auch eine Rolle spielen, aber wir werden nur auf uns schauen. Wenn wir bis zum Schluss 100 Prozent geben, haben wir Chancen. Klar träumt die Mannschaft vom Aufstieg, aber unser erstes Ziel sind 50 Punkte, wie es unser Trainer immer sagt."

Autor: Christoph Wess

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