19.11.2017

Friedrichsdorf gewinnt dank Blitzstart

Gruppenliga Frankfurt West: Stierstadt punktet in Dortelweil

Francesco Marino (links) eröffnete mit seinem Treffer zum 1:0 die spektakuläre Anfangsphase seines FSV Friedrichsdorf. Foto: Steffen Turban

Durch drei Tore innerhalb der ersten sechs Minuten hat der FSV Friedrichsdorf beim wichtigen 3:2 (3:0)-Auswärtssieg in Nieder-Erlenbach früh die Weichen auf Sieg gestellt. Mit dem FV Hausen konnte auch ein weiterer Aufsteiger gewinnen (3:1 in Merzhausen). Dortelweil und Stierstadt trennen sich 2:2 (1:1)-Unentschieden und Seckbach bezwingt den SV BKC Bosnien.

TSG Nieder-Erlenbach – FSV Friedrichsdorf 2:3 (0:3)

„Der Anfang war natürlich überragend“, staunte FSV-Trainer Metin Yildiz auch lange nach dem Spiel noch über die schnellste 3:0-Führung der laufenden Gruppenliga Saison. Nach zwei Minuten traf Francesco Marino zum 0:1 für den Gast, nach vier Minuten setzte Sabit Zejnullahu einen Freistoß in den Winkel und nach sechs Minuten erhöhte Maximilian Zymolka aus dem Gewühl heraus auf 0:3. Um den Schock zu überwinden hat die TSG Nieder-Erlenbach einige Zeit gebraucht, nach und nach jedoch fand man immer besser ins Spiel. Mitte des zweiten Durchgangs brachten Francesco Trulli und Andreas Eifert die Hausherren auf einen Treffer heran, doch nach vier Siegen in Serie musste man im Sechs-Punkte-Spiel auf dem heimischen Rasenplatz eine Niederlage hinnehmen. „Nieder-Erlenbach war stark, sie sind in der zweiten Halbzeit gut zurückgekommen, haben alles versucht und waren nah am Ausgleich dran“, erinnerte sich Yildiz jedoch auch an Großchancen von Marino und Patrick Bussian beim Stand von 3:0 für Friedrichsdorf: „Da hätten wir das vierte und fünfte Tor machen müssen.“

Schiedsrichter: Tim Binstadt (Darmstadt).
Zuschauer: 90.
Tore: 0:1 Francesco Marino (2.), 0:2 Sabit Zejnullahu (4.), 0:3 Maximilian Zymolka (6.), 1:3 Francesco Trulli (65.), 2:3 Andreas Eifert (72.).

SC Dortelweil – FV Stierstadt 2:2 (1:1)

Mit dem ersten echten Torschuss des Spiels erzielte Kevin Cholewa die Führung des SC Dortelweil. Zehn Minuten später glich Stierstadts Christian Liebig mit seiner zweiten direkt verwandelten Ecke innerhalb einer Woche aus. In der intensiv geführten Partie war es erneut Liebig, der nach 65 Minuten per Foulelfmeter zunächst an Eryk Langlitz scheiterte, per Nachschuss allerdings das 1:2 markierte. Nun war der SCD unter Zugzwang, dem immer größer werdenen Druck konnte der FV nur bis zur 90. Minute standhalten. In der Nachspielzeit brachte Linksverteidiger Nando Pröckl einen Ball zu Robin Dobios, der verletzungsbedingt erst sein erstes Gruppenliga-Spiel der Saison bestritt. Dass man manche Dinge nie verlernt zeigte er, als er abgeklärt zum 2:2-Endstand einnickte. Trotz des späten Punktgewinns war Dortelweils Trainer Gökhan Kocatürk nach dem Spiel „sehr enttäsucht. Wir haben ein glückliches Remis geholt denn Stierstadt hatte mehr und klarere Chancen als wir.“

Schiedsrichter: Julian Spies (Wiesbaden).
Zuschauer: 75.
Tore: 1:0 Kevin Cholewa (11.), 1:1 Christian Liebig (22.), 1:2 Christian Liebig (66.), 2:2 Robin Dobios (90.+2).
Besonderes Vorkommnis: Eryk Langlitz (Dortelweil) hält Foulelfmeter von Christian Liebig (66.).

TuS Merzhausen – FV Hausen 1:3 (0:2)

Hausens Trainer Martin Reyschmidt beschrieb das „zerfahrene Spiel“ als eines derer, das derjenige gewinnt, der das erste Tor erzielt. Zu seinem Glück gelang der erste Treffer seinem Angreifer Marko Rimac. „Nach dem 0:1 war es schwer für den Gegner, das hat uns in die Karten gespielt“, beobachtete Reyschmidt noch vor der Pause das 0:2 durch Sina Shakouri. Auch der dritte Treffer des Aufsteigers ging auf Shakouris Konto, vom Punkt aus gelang ihm die Entscheidung. Der Anschlusstreffer des eingewechselten Haben Tesfamicael kam für Merzhausen zu spät. „Wenn die ihre Chancen in der ersten Halbzeit reinmachen, können die das auch gewinnen“, hatte Hausens Trainer ein Sonderlob für seine Truppe über: „Ich bin heute sehr stolz auf die komplette Mannschaft, Hut ab vor dieser tollen Leistung.“

Schiedsrichter: Gahis Safi (Main-Taunus).
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Marko Rimac (20.), 0:2 und 0:3 Sina Shakouri (42., 80., Foulelfmeter), 3:1 Haben Tesfamicael (90.).
Rote Karte: Stefan Hickl (70., Merzhausen).
Gelb-Rote Karte: Merzhausen (30.).

SV BKC Bosnien – FG Seckbach 1:4 (1:2)

Die FG Seckbach hat durch einen 1:4-Auswärtserfolg beim SV BKC Bosnien den Anschluss an das Verfolgerfeld aufrecht erhalten können. Dabei gingen die Platzherren bereits früh in Führung. Adi Musli lupfte eine Hereingabe mit Hilfe der Unterkante der Latte ins Tor. Nach einem Foul seines Torwarts Ahmed Selimovic an Elvir Pintol erzielte Milad Wardak vom Punkt aus das 1:1. Fünf Minuten vor dem Seitenwechsel bediente Ali Wardak mit der Hacke Pintol, der zur Führung einschob. Nach der Pause gab Schiedsrichter Maximilian Martin erneut Strafstoß für Seckbach. Ein eher schmeichelhafter Elfmeter, wie selbst Seckbach-Trainer Thorsten Spahn zugab. Milad Wardak verwandelte erneut. Nur kurz zuvor forderte Bosnien nach einem Zweikampf an der Seckbacher Strafraumkante ebenfalls Elfmeter, der Pfiff blieb stumm. Keine zwei Minuten nach dem dritten Tor markierte Seckbachs Spielertrainer Jonas Scheitza nach einem langen Abschlag von Torwart Mark Lüdtke den Treffer zum 4:1-Endstand. Sein Kollege Spahn sah einen „verdienten Sieg, allerdings um zwei Tore zu hoch.“

Schiedsrichter: Maximilian Martin (Darmstadt).
Zuschauer: 40.
Tore: 1:0 Adi Musli (6.), 1:1 Milad Wardak (30., Foulelfmeter), 1:2 Elvir Pintol (40.), 1:3 Milad Wardak (80., Foulelfmeter), 1:4 Jonas Scheitza (82.).

1.FC Oberstedten - FC Neu-Anspach 0:1 (0:0)

HIER geht's zum Extra-Bericht dieser Partie.

(sly)

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