10.02.2018

Friedberg verliert trotz Anfangsoffensive hoch

Testspiel: 1:6-Niederlage bei Watzenborn-Steinberg

Türk Gücü Friedberg musste sich im Testspiel Watzenborn-Steinberg mit 1:6 geschlagen geben. Foto: Pedro Acebes

Trotz einer beeindruckenden Anfangsoffensive hat Süd-Verbandsligist Türk Gücü Friedberg am Samstagnachmittag das Testspiel in Lich gegen den Hessenligisten SC Teutonia Watzenborn-Steinberg deutlich mit 1:6 verloren.

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg - Türk Gücü Friedberg 6:1 (2:1)

Die meisten der rund 60 Zuschauer rund um den Kunstrasenplatz rieben sich in der ersten halben Stunde etwas verwundert die Augen, denn es war nicht der Hessenligist, der die Partie zu Beginn dominierte. Im Gegenteil: Die Mittelhessen wurden stark in die eigene Hälfte zurückgedrängt. Friedberg bestimmte das Spiel und ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von SC-Torhüter Tolga Sahin. Fast schon die logische Konsequenz aus der Drangphase der Gäste war der Führungstreffer. Nach einer Flanke von der linken Seite von Baris Özdemir legte Vuk Toskovic auf Masse Bell Bell ab, der trocken zum 0:1 abschloss (17.). "Wir sind bewusst das Risiko gegangen, dass wir Vollspeed gehen. Wir wollten den Jungs aufzeigen was gegen einen ambitionierten Hessenligisten möglich ist. Das haben sie sehr gut umgesetzt", konstatierte Friedbergs Co-Trainer Gültekin Cagritekin.

Watzenborns Trainer Daniyel Cimen zeigte sich wie die Zuschauer etwas verwundert über die offensive Spielweise der Gäste: "Wir sind etwas überrascht worden, dass ein Gegner uns so früh und aggressiv attackiert. Deswegen bin ich sehr zufrieden mit dem Test, weil der mutige Gegner uns zu Fehlern gezwungen hat." Was man der technisch beschlagenen TGF-Mannschaft anlasten musste, war die mangelnde Torchancenverwertung in dieser Phase. "Watzenborn war danach gedankenschneller und das macht ihre Klasse aus", analysierte Cagritekin, warum das Spiel doch noch klar in die andere Richtung kippte.

Marceta mit vier Toren nicht zu stoppen

Denn obwohl Watzenborn im ersten Abschnitt weniger vom Spiel hatte, markierte der Favorit zwei Tore und führte zur Halbzeit. Mit seiner Volleyabnahme glich Damjan Marceta aus (32.), zehn Minuten später setzte Abdenour Amachaibou seinen Mitspieler Lois Goncalves in Szene und es stand 2:1 (42.). Nach dem Seitenwechsel ging alles ganz schnell und das Team von Trainer Mustafa Fil sah sich nun selbst in die Verteidigung gedrückt. Zudem konnten die Wetterauer den Stürmer Damjan Marceta nicht aufhalten, dem in sieben Minuten ein lupenreiner Hattrick gelang (47. ins lange Eck, 52. Kopfball und 54. Heber über TGF-Keeper Kamber Koc). "Wir haben in der Halbzeit angesprochen, dass wir mit Ball ruhiger sein müssen und die freien Räume, die uns Friedberg durch das hohe Anlaufen gegeben hat, besser ausspielen müssen und das haben wir dann in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht. Es war ein absolut lehrreiches Spiel für uns", unterstrich Cimen.

Nach dem Hattrick war die Partie entschieden, viel mehr als der Schlusspunkt durch Raffael Szymanski zum 6:1-Endstand (81.) passierte nicht mehr. "Mit dieser Qualität ist Watzenborn momentan eineinhalb Klassen über uns. Die ersten zehn Minuten nach Wiederbeginn haben wir uns etwas dappig angestellt. Wir waren gedanklich noch in der Kabine und es hat von der geistigen Frische nicht gepasst", lautete das Schlusswort von Cagritekin.

Die Statistik:

SC Teutonia Watzenborn-Steinberg: Sahin (59. Jäckel) - Schadeberg (46. Korzuschek), Amachaibou (59. Hofmann), Cecen (59. Szymanski), Koyuncu (46. Laux), Marceta (59. Müller), Henn, Spang (59. Aslan), Goncalves, Koutny, Lemke - Trainer: Daniyel Cimen.
Türk Gücü Friedberg: Koc - Tesfaldet, Mezimi (56. Bouhlafa), Decise (70. Adam Ahmed), Toskovic (65. Raczek), Usic, Bell Bell (58. Matondo), Özdemir, Gürsoy, Aljusevic (70. Balaj), Tewelde - Trainer: Mustafa Fil.

Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (Marburg).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Masse Bell Bell (17.), 1:1 Damjan Marceta (32.), 2:1 Louis Goncalves (42.), 3:1, 4:1 und 5:1 Damjan Marceta (47., 52., 54.), 6:1 Raffael Szymanski (81.).

Autor: Pedro Acebes

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