02.12.2017

Fliedens Doppelschlag kostet Rot-Weiss den Punkt

Hessenliga: Karas Treffer reicht nicht

Rot-Weiss-Keeper Riste Shpirov musste kurz vor dem Ende noch zweimal hinter sich greifen. Foto: Mithat Gürser

Ohne ihren Trainer Mario Basler, der bekanntermaßen verhindert gewesen ist, hat sich Rot-Weiss Frankfurt im Auswärtsspiel den Gastgebern Buchonia Flieden mit 1:3 (1:1) geschlagen geben müssen und hat es so verpasst, nach vier Punkten aus den letzten beiden Spielen weiter Boden auf die Nichtabstiegsplätze gut zu machen. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht die Niederlage zwar in Ordnung, ist aber wegen der späten Gegentreffer umso bitterer.

Buchonia Flieden - Rot-Weiss Frankfurt 3:1 (1:1)

Dabei gingen die "Roten" mehr oder weniger aus dem Nichts sogar in Führung - mit einem äußerst kuriosen Tor. Mirkan Karas Ball war eigentlich als Flanke geplant, schlug aber herrlich und unhaltbar für Lukas Hohmann im Winkel ein (25.). Zwar waren die Gäste mit der Zeit besser ins Spiel gekommen, Flieden war aber gerade am Anfang des Spiels klar tonangebend. Zunächst schoss Fabian Schaub knapp vorbei (4.), dann traf Andreas Drews nach Hereingabe von Sascha Rumpeltes den Ball nicht richtig (5.). Frankfurts ersten gefährlichen Abschluss hatte Keisuke Iida, Hohmann parierte aber gut (13.).

Doch die Gastgeber zeigten sich vom Rückstand nicht geschockt. Nach einem Freistoß landete der Ball bei Andre Leibold, der volley vier Minuten nach der Führung den Ausgleich herstellte. Und die Buchonen hätten die Partie schon in Durchgang eins drehen können. Zunächst traf Drews zum zweiten Mal im Spiel das Tor, stand aber wohl erneut im Abseits (6., 30.), dann wurde der früh für den verletzten Tobias Bartel eingewechselte Jonas Lembach nach Schaub-Flanke am langen Pfosten noch entscheidend gestört (36.).

Gäste "vom Kopf nicht mehr da"

Auch nach der Pause spielte eigentlich nur Flieden, das 2:1 schien eine Frage der Zeit. Rot-Weiss versuchte es auf dem Rasenplatz viel zu oft spielerisch und verlor eigentlich in jedem Angriff vorzeitig den Ball. Folglich ergaben sich für die Buchonen Chance um Chance, alleine Schaub wurde dreimal mit einem direkten Freistoß gefährlich. Der eingewechselte Christian Bohl hatte dann in den letzten Minuten zwei Hundertprozentige, brachte den Ball zweimal alleinstehend vor dem Tor nicht auf den Kasten (80.).

Und so dauerte es bis zur 87. Minute, ehe die Hausherren doch noch jubeln konnten. Erneut war es Leibold, der nach Ablage von Bohl trocken ins Tor traf und so zum Helden wurde. In der Nachspielzeit traf Schaub nach einem Freistoß von Sascha Rumpeltes noch zum 3:1 - Rot-Weiss-Keeper Riste Shpirov sah alles andere als gut aus - und beseitigte damit die letzten Restzweifel am verdienten Fliedener Sieg.

"Unser Ziel war es, dass unsere Negativserie reißt, das ist uns gelungen. Aus meiner Sicht waren wir die dominante Mannschaft, deshalb geht das Ergebnis auch in Ordnung", war Fliedens Trainer Meik Voll zufrieden, der aber auch zugeben musste, dass ihn seine Mannschaft ob der vielen Chancen unnötig lange gequält hatte. "In der zweiten Halbzeit waren wir vom Kopf nicht mehr da, Flieden war gedankenschneller", konstatierte derweil Dennis Wagenknecht, Co-Trainer der Frankfurter, der Mario Basler vertrat./koll

Die Statistik:

SV Buchonia Flieden: L. Hohmann - Leibold, Zeller, Bartel (20. Lembach, 76. Stange), N. Hohmann - Gaul, Krause - Hack (70. Bohl), Drews, Rumpeltes - Schaub. - Trainer: Meik Voll.
Rot-Weiss Frankfurt: Shpirov - Gschwender, Topcagic, Mus (46. Zäteri), Kara - Ech Chad (77. Cigdem), Horiuchi - Teklab, Pospischil, Iida (72. Özyürek) - Vlahov. - Trainer: Dennis Wagenknecht.

Schiedsrichter: Daniel Velten (Schöffengrund).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Mirkan Kara (25.), 1:1 Andre Leibold (29.), 2:1 Andre Leibold (87.), 3:1 Fabian Schaub (90.+3).

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