11.12.2017

Flieden kritisiert Ginsheim scharf

Hessenliga: Vereinsheim war nicht begehbar

Ginsheims Vereinsheim war nicht begehbar. Foto: Christoph Weß

Nach der 2:5-Niederlage am Samstag beim VfB Ginsheim erkannte der SV Buchonia Flieden das Ergebnis vollauf an und gab sich als sportlich fairer Verlierer. Mit den Rahmenbedingungen allerdings waren die Verantwortlichen aus dem Königreich nicht nur nicht einverstanden, sondern in höchstem Maße unzufrieden.

Sofort nach dem Spiel am Samstag verschaffte sich Fliedens Trainer Meik Voll seinem Ärger Luft. Aus seiner Sicht war der Rasenplatz in einem Top-Zustand und er konnte nicht nachvollziehen, warum die Wahl auf den benachbarten Kunstrasenplatz gefallen war (zum Statement und Spielbericht geht es HIER). Zu diesem Thema bließ Buchonias Präsident Winfried Happ ins gleiche Horn, er hatte aber noch einen anderen Kritikpunkt auf dem Zettel: "Wie unsere Fans vor dem Spiel behandelt worden sind, das war nicht die feine Art. Die lassen hier die Leute in der klirrenden Kälte stehen, weil das Sporthaus geschlossen ist. Es gab keine Möglichkeit, sich irgendwo aufzuwärmen. Das war eine Frechheit. Sowas habe ich noch nie gesehen", nahm Fliedens erster Vorsitzender kein Blatt vor den Mund.

Die verschlossenen Räumlichkeiten betreffend gab es aus Ginsheimer Sicht einen triftigen Grund: Der VfB hatte im Anschluss an die Hessenliga-Partie seine Weihnachtsfeier platziert. Für das unglückliche Timinig hat der erste Vorsitzende Thorsten Hegmann Verständnis, aber auch eine Erklärung: "Das war tatsächlich der einzige Termin, an dem die Weihnachtsfeier durchgeführt werden konnte. Eigentlich wollten wir ins Bürgerhaus gehen, das wurde aber abgelehnt. Es ist ungünstig gelaufen, war aber anders nicht planbar. Es tut uns Leid. Auch unsere eigenen Zuschauer haben mächtig gemeckert."

Für die Wahl des Geläufs gab es für die Ginsheimer keine eindeutige Vorgabe: "Unser Zeugwart hatte bereits am Freitagvormittag den Normalrasenplatz abgestreut. Am Nachmittag meldete sich die Stadt Ginsheim und hat uns die Option gelassen, auf dem Rasen zu spielen oder nicht. Marcus Spahn hat dann am Samstag entschieden, auf dem Kunstrasen zu spielen. Der Normalplatz war zu hart und die Verletzungsgefahr sah er als zu hoch an", lautete Hegmanns Begründung.

Autor: Christoph Wess

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