15.12.2017

Finger: "Ich bin sehr zuversichtlich"

Hessenliga: Ginsheims Kapitän glaubt an Klassenerhalt

Jörg Finger arbeitet mit Ginsheim am Klassenerhalt. Foto: Steffen Turban

Nach der Meisterschaft in der Verbandsliga Süd im Sommer überwintert der VfB Ginsheim in der Hessenliga vier Punkte vor den Abstiegsrängen und hat sich schnell in der höheren Spielklasse akklimatisiert. Dementsprechend zufrieden geht Jörg Finger, der die Mannschaft bereits in der zweiten Saison als Kapitän aufs Feld führt in die Pause. Wir haben mit dem 26-jährigen über seine bisherige Laufbahn und die Ziele für die Rückrunde gesprochen.

Bereits in der vierten Saison trägt Finger jetzt das Trikot des VfB Ginsheim. "Davor habe ich fast zehn Jahre für Viktoria Griesheim gespielt. Vier Jahre in der Jugend und sechs bei den Senioren. Aber dann habe ich eine Ausbildung als Bankkaufmann begonnen und der Aufwand mit einer halben Stunde Fahrt ins Training wurde zu groß. Zudem musste unser Trainer Rainer Kolitsch damals vor der Winterpause wegen einer Weiterbildung den Trainerposten aufgeben", so Finger der anmerkt, dass "sich danach in der Mannschaft entwickelt hat, dass der Aufwand in der Hessenliga mit Fahrten nach Nordhessen zu groß ist."

Zudem führt der 26-jährige auch finanzielle Gründe für den Wechsel an. "Mit den Fahrtkosten kam ich praktisch auf Null raus." Der Kontakt nach Ginsheim kam dann über Keeper Lukas Langenstein zustande, mit dem Finger bereits in der Jugend der Viktoria gespielt hatte, der aber bereits zum ersten Seniorenjahr zum VfB gegangen war. "Wir haben uns dann mit Artur (Lemm) und Carsten (Hennig) zusammengesetzt", beschreibt Finger die Gespräche, nach denen er, Lukas Görlich und Kamil Kwiaton den Gang nach Ginsheim wagten. "Das hat gepasst, da wir maximal eine Liga nach unten gehen wollten. Es war auf jeden Fall der richtige Schritt."

Mit den Ginsheimern gelang Finger, der den VfB seit dem Weggang von Laszlo Vagi auch als Kapitän aufs Feld führt, im Sommer seine persönliche Rückkehr in die Hessenliga, in der er aber aufgrund einer zweimonatigen Sprachreise nach Kanada erst auf sieben Einsätze kommt. "Das war schon etwas anderes. Ich war auf der anderen Seite der Welt, war aber immer gut informiert." In seiner Abwesenheit "haben die Jungs das super gemacht. Wir liegen vollkommen im Soll", so der Student, den besonders freut, dass die anderen Vereine der Liga Respekt vor dem Aufsteiger haben. "Wir wollen immer Fußball spielen und wenn dann Mannschaften wie Watzenborn-Steinberg sagen, dass wir eine der spielstärksten Gegner waren, macht uns das stolz."

Dennoch heißt "die Priorität ganz klar Klassenerhalt. Wir wollen Erfahrungen mitnehmen und wenn wir unsere Leistung annähernd so abrufen wie bislang, bin ich sehr zuversichtlich", so Finger, der aber nachschiebt: "Mir wär's recht, wenn die Saison schon rum wäre. Denn dann wären wir in der Klasse." Dementsprechend war der Sieg gegen Flieden zum Jahresabschluss noch einmal "ganz wichtig." Besonders waren für den Allrounder die Spiele zum Auftakt in Griesheim ("Es war schön, die bekannten Gesichter zu treffen") und die Partie in Dreieich. "Abgesehen vom Ergebnis (0:7, Anm. d. Red). Aber wenn man sieht, was die da für Möglichkeiten haben, mit dem Platz und dem Stadion, macht es schon Bock zu spielen." Selbst beim Klassenerhalt könnte ein weiteres Spiel in Dreieich aufgrund des möglichen Aufstiegs der Hessen in der neuen Saison allerdings schwierig werden. Aber dann werden sich für Finger und seine Mannschaft sicher andere attraktive Gegner finden.

Autor: Daniel Bolz

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