08.12.2017

Fechenheim setzt sich an die Spitze

Kreisoberliga Frankfurt: Niederrad und Rödelheim siegen

Kamil Yikimaz (rechts) war in Enkheim nicht zu stoppen. Foto: Jörg Schulz

Am Donnerstagabend sind in der Kreisoberliga Frankfurt gleich vier Spiele über die Bühne gegangen. In einem Nachholspiel vom vergangenen Schnee-Sonntag setzte sich die Spvgg. 03 Fechenheim beim FC Germania Enkheim mit 4:1 durch und steht zumindest bis Sonntag an der Tabellenspitze. In einem weiteren Nachholspiel gewann die TSG Niederrad das Stadtteil-Derby beim SC Weiss-Blau mit 3:2. In den beiden vorgezogenen Partien vom kommenden Sonntag fegte der SV Viktoria Preußen die TSG 51 mit 8:1 vom Platz, während der 1. FC 02 Rödelheim gegen den FC Croatia mit 4:1 triumphierte.

SC Weiss-Blau - TSG Niederrad 2:3 (2:2)

"Die Spielverlegung hat uns personell überhaupt nicht gepasst. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht über die Einstellung einiger meiner Spieler. Ich erwarte am kommenden Sonntag eine Reaktion, denn sonst werden wir wohl noch um den Abstieg spielen müssen. Meine Spieler hatten keinen Derby-Charakter", war WB-Trainer Antonio Brenes nach der zweiten Heimniederlage bedient. Im Niederräder Derby erwischten die Platzherren den besseren Start. Einen Konter verwertete Konstantin Schmidt Narischkin zum 1:0 für den Sport-Club. Drei Minuten später schlugen die Grün-Weißen schon zurück. Manuel Dogrus abgefälschter Schuss aus 25 Metern bedeutete den schnellen Ausgleich der Niederräder. In der spannenden Begegnung ging Weiss-Blau durch ein Zufallsprodukt erneut in Führung. Steffen Hagemanns Torschuss aus 30 Metern wurde immer länger und schlug zum 2:1 im Eck ein. Doch der abstiegsbedrohte Aufsteiger fand wieder die passende Antwort: Oguz Akkas bediente Kevin Schiebold, der zum 2:2 einschob. Bei einsetzendem Regen waren die Gäste auch im zweiten Abschnitt etwas aktiver. Aber auch Weiss-Blau vergab eine glasklare Möglichkeit durch Schmidt Narischkin. Die Entscheidung zugunsten der TSG fiel in der Schlussphase, als Neuzugang Darko Brankovic eine Flanke von Max Simon Fiege per Kopfball zum 3:2 für die TSG Niederrad verwertete. Über den zweiten Sieg in Folge war Claus Flick, der Sportliche Leiter der Niederräder, hocherfreut: "Das waren ganz wichtige drei Punkte für die Moral und so finden wir Anschluss an das Mittelfeld. So bekommen wir die Köpfe frei".

Schiedsrichter: Thomas Wenninger (Pohlheim).
Zuschauer: 70.
Tore: 1:0 Konstantin Schmidt Narischkin (6.), 1:1 Manuel Dogru (9.), 2:1 Steffen Hagemann (35.), 2:2 Kevin Schiebold (41.), 2:3 Darko Brankovic (85.).

FC Germania Enkheim - Spvgg. 03 Fechenheim 1:4 (0:4)

Fechenheim dominierte im Ost-Derby nach Belieben und war in allen Belangen überlegen. Schon in der ersten halben Stunde machte der neue Tabellenführer mit einer 4:0-Führung alles klar. "Wir haben wie aus einem Guss gespielt und losgelegt wie die Feuerwehr. Enkheim wusste nicht, wo vorne und hinten ist", berichtete Asghar Ali-Jaali, der Sportdirektor der 03er. Abwehrspieler Nick Löchner brachte die Gäste auf Zuspiel von Ouassim Ouass aus kurzer Distanz in Führung und legte nach Ouass-Flanke per Kopfball das 2:0 nach. Dann war Flügelflitzer Kamil Yikilmaz an der Reihe und machte auf Vorarbeit von Tolga Tuygar und Ouass seinen Doppelpack zum 4:0-Zwischenstand. Danach schaltete Fechenheim einige Gänge zurück und verwaltete den Vorsprung. Trotzdem hätte das Ergebnis höher ausfallen können, denn Dennis Balzer traf noch den Pfosten und Tamim Jusofie schoss Enkheims Torhüter Patrick Schneider an. Der sich seit geraumer Zeit neben der Spur befindende Gruppenliga-Absteiger verkürzte nur noch mit De Freitas Helder Ferreira zum 1:4-Endstand. "Jetzt haben wir den Klassenerhalt geschafft", machte Ali-Jaali wie so oft ein Understatement und zog folgendes Fazit zum Spiel: "Wir wollten diese drei Punkte mitnehmen und die Art und Weise geht in Ordnung. Mit der zweiten Halbzeit bin ich aber nicht einverstanden. Wir müssen unsere Leistung konstant über 90 Minuten abrufen".

Schiedsrichter: Lukas Albert (Seulberg).
Zuschauer: 25.
Tore: 0:1 und 0:2 Nick Löchner (3., 17.), 0:3 und 0:4 Kamil Yikilmaz (18., 32.), 1:4 De Freitas Helder Ferreira (78.).

1. FC 02 Rödelheim - FC Croatia 4:1 (0:0)

Nach neun Spielen ohne Sieg haben die abstiegsbedrohten Rödelheimer ihre fortlaufende Negativserie gestoppt und schöpfen neuen Mut im Kampf um den Klassenverbleib. Im strömenden Dauerregen auf dem aufgeweichten Hartplatz verpassten die Kroaten kurz vor der Halbzeit eine große Gelegenheit, um in Führung zu gehen. Einen von Arazm Saghafi verursachten Foulelfmeter vergab Croatias Ivan Puljic und scheiterte mit dem schwach getretenen Elfmeter an RFC-Keeper Lucas Fleege. Nach dem Seitenwechsel gelang den Gästen zwar doch das 1:0 durch Ivan Propadalo, aber postwendend glich Niklas Vogt aus dem Gewühl heraus aus. Innerhalb von zehn Minuten drehte der Stürmer die Partie quasi im Alleingang, denn einen Shabani-Freistoß köpfte Vogt zum 2:1 ein und legte auf Vorlage von Turgut das 3:1 nach. Ein Hattrick innerhalb von zehn Minuten! "Es war ein verdienter Sieg. Nach dem 3:1 war es gelaufen. Wir sind wieder auferstanden und sind noch nicht abgestiegen", betonte RFC-Pressesprecher Volker Flauaus. Den Schlusspunkt unter den Rödelheimer Sieg setzte Steffen Robertz, nachdem Croatias Dino Bozinovic-Mador wegen eines rüden Foulspiels im Mittelfeld die Rote Karte gesehen hatte. Restlos bedient war der Sportliche Leiter der Kroaten Stanislav Konta: "Es lief nichts zusammen und der Schiedsrichter hat alles gegen uns gepfiffen. Das 1:1 war Abseits. Wir mussten mit Reservespielern auffüllen und sind froh, dass jetzt Winterpause ist".

Schiedsrichter: Nurettin Tekin (Bad Homburg).
Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Ivan Propadalo (54.), 1:1, 2:1 und 3:1 Niklas Vogt (55., 60., 65.), 4:1 Steffen Robertz (88.).
Rote Karte: Dino Bozinovic-Mador (Croatia, 84.).
Besonderes Vorkommnis: Rödelheims Torhüter Lucas Fleege hält Foulelfmeter von Croatias Ivan Puljic (44.).

SV Viktoria Preußen - TSG 51 8:1 (2:0)

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Autor: Pedro Acebes

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