10.11.2017

Duo Fliess/Weiss zerlegt Ginsheim

Hessenliga: 7:0-Triumph von Hessen Dreieich

Andre Fliess (links) enteilt hier Ginsheims Nils Fischer. Foto: Sven Gölz

Der SC Hessen Dreieich hat am Freitagabend wieder eindrucksvoll seine Stärke unter Beweis gestellt. Durch den 7:0 (4:0)-Sieg gegen Aufsteiger VfB Ginsheim hat das Team von Trainer Rudi Bommer zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze der Hessenliga erklommen.

SC Hessen Dreieich - VfB Ginsheim 7:0 (4:0)

Ginsheims Trainer Artur Lemm machte die höchste Saisonniederlage der Gäste vom Mainspitz-Dreieck vor allem an der Stärke des Gegners fest: "Dreieich hat eine überragende Leistung auf den Platz gebracht. So wie heute habe ich diese Mannschaft bei meinen Beobachtungen nicht gesehen. Das Umschaltspiel in die Offensive war für uns zu schnell. Dass ein Klassenunterschied zu sehen war, lag aber auch an uns", führte der enttäuschte VfB-Coach aus. Vor nur 260 Zuschauern legten die Hausherren auch ohne so wichtige Spieler wie Khaibar Amani, Zubayr Amiri, Abassin Alikhil (Länderspiele mit Afghanistan) und Tim Fliess (beim DFB unabkömmlich) los wie die Feuerwehr. Die ersten beiden Angriffe über die linke Seite wurden erfolgreich abgeschlossen und damit legte Dreieich den Grundstein zum Kantersieg.

Alban Lekaj konnte sich in der 2. Spielminute bereits ungehindert durchsetzen und Andre Fliess verwertete die Hereingabe per Kopfball zum 1:0. Elf Minuten später das gleiche Spiel: Ginsheim machte es den "Hessen" zu leicht und ließ den Platzherren zu viel Raum. Wieder flankte Lekaj, diesmal konnte Tino Lagator zum 2:0 einköpfen (13.). Zwischendurch hatte der VfB zwei Offensivaktionen, wo der Ball am Außennetz landete. Die Bommer-Elf spielte beflügelt vom guten Start weiter nach vorne und erhöhte nach 25 Minuten auf 3:0. Die Flanke von Andre Fliess wurde von Tobias Bednarz unglücklich in das eigene Tor gelenkt. Der VfB agierte weiter völlig passiv im Abwehrzentrum und stand total neben der Spur. So waren weitere Gegentore vorprogrammiert. So wie beim 4:0, als Andre Fliess seinen Mitspieler Loris Weiss auf die Reise schickte, dessen Abschluss im langen Eck landete (35.).

Weiss und Fliess zelebrieren Schützenfest

Dreieich dominierte auch im zweiten Durchgang das Geschehen und legte durch das glänzend aufgelegte Duo Andre Fliess und Loris Weiss noch drei weitere Tore nach. "Zu Beginn habe ich mich gefragt, ob wir überhaupt auf dem Platz sind. Nach dem 0:2 sind wir nur noch hinterhergelaufen. Wir waren nicht handlungsschnell und kamen gegen den Ball immer einen Schritt zu spät. In unserer Entwicklung war das ein Rückschritt. Deswegen bin ich sehr enttäuscht, auch weil wir uns nicht als Team präsentiert haben", monierte Lemm. So konnte Dreieich weiter schalten und walten wie es wollte. Weiss passte zu Fliess, der mit dem 5:0 das Schützenfest fortsetzte (48.). Jetzt ging es für den VfB nur noch um Schadensbegrenzung. Doch auch dieses Vorhaben gelang nicht.

Fliess bediente diesmal Weiss, der schon nach 55 Minuten das halbe Dutzend voll machte. Danach schalteten die Hausherren einen Gang zurück, Ginsheim war nach der Einwechslung von Berat Karabey um den Ehrentreffer bemüht. Den Schlusspunkt gegen erstmals in dieser Saison desolat auftretende Ginsheimer markierte Weiss mit seinem dritten Treffer auf Vorlage von Fliess (84.). Dreieichs Trainer Rudi Bommer war hochzufrieden: "Die Jungs waren von der ersten Minute an hellwach. Dabei hatten wir aber auch Glück, dass die ersten beiden Angriffe gleich in Tore umsetzen konnten. Somit musste der Gegner aufmachen. Wir hatten großen Respekt vor Ginsheim, aber wir haben in der Defensive vieles aufmerksam unterbunden. Unser Team war sehr zielstrebig, wir haben aber auch sehr viele kleine Fehler gemacht. Wir sind aber sehr froh über den hohen Sieg und den Dreier".

Die Statistik:

SC Hessen Dreieich: Kleinheider - Gavric, Lekaj, Henrich (69. Hammel), Schnier, Talijan, Weiss, Mladenovic, Lagator (40. McCrary), Opper, Fliess - Trainer: Rudi Bommer.
VfB Ginsheim: Langenstein - Mateus, Bednarz, Fischer (55. Fisch), Görlich, Mehnatgir (59. Karabey), Eren, Thomasberger, Kwiaton, Finger, Attia (46. Ahmed) - Trainer: Artur Lemm/Carsten Hennig.

Schiedsrichter: Simon Heß (Heppenheim).
Zuschauer: 260.
Tore: 1:0 Andre Fliess (2.), 2:0 Tino Lagator (13.), 3:0 Tobias Bednarz (25., Eigentor), 4:0 Loris Weiss (35.), 5:0 Andre Fliess (48.), 6:0 und 7:0 Loris Weiss (55., 84.).

Autor: Pedro Acebes

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