09.12.2017

Der Pfosten steht Loris Weiss im Weg

Hessenliga: Watzenborn-Steinberg besiegt Dreiech

Loris Weiss (links) hatte die große Chance zum Ausgleich.

Zum Abschluss des Jahres hat der SC Hessen Dreieich eine Niederlage einstecken müssen. Bei Teutonia Watzenborrn-Steinberg musste sich der Spitzenreiter der Hessenliga mit 2:0 (1:0) geschlagen geben. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz an der Neumühle konnten die Hausherren mit ihren Treffern kurz vor Ende der beiden Halbzeiten die Partie zu ihren Gunsten entscheiden und so den Abstand zum Tabellenführer auf acht Punkte verkürzen.

Teutonia Watzenborn-Steinberg - Hessen Dreieich 2:0 (1:0)

Beim Stand von 1:0 hätte die Partie in der 75. Minute einen anderen Verlauf nehmen können. Loris Weiss war im Strafraum der Gastgeber aufgetaucht und hatte einfach Pech. Er legte das Leder am herausgeeilten Teutonen-Keeper Tolga Sahin vorbei und der Ball sprang an den Innenpfosten. Von da hoppelte er auf der Linie entlang, ehe ein Verteidiger klären konnte.

Zuvor sahen die 330 Zuschauer ein in der ersten Hälfte relativ ausgeglichenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. So scheiterte Weiss an Sahin (14.), ehe Hessen-Schlussmann Pierre Kleinheider gegen den frei auf ihn zustürmenden Markus Müller die Oberhand behielt. Tino Lagator, Weiss und Zubayr Amiri, dessen Schuss von Václav Koutny noch von der Linie gekratzt wurde, hatten weitere gute Möglichkeiten. Auf der anderen Seite klärte Daniel Henrich in höchster Not vor dem einschussbereiten Abdenour Amachaibou (37.), der vier Minuten später mit einer verunglückten Flanke dann Erfolgreich war. Seine Eingabe von der linken Seite rutschte durch zur Halbzeitführung.

Szymanski macht den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren dann zügig zu einem Hochkaräter. Müller kam nach Doppelpass mit Sturmpartner Raffael Szymanski fünf Meter vor dem Kasten zu Abschluss, doch Kleinheider konnte mit einem starken Reflex parieren. Niko Opper von der Strafraumkante und der eingewechselte Carlos McCrary hatten Ausgleichschancen, ehe Müller nach einem Eckball per Kopf nur Zentimeter fehlten. Nach dem Pfostentreffer von Weiss sorgte Szymanski dann für die Entscheidung. Nach einer scharfen Hereingabe von links lief der Stürmer am kurzen Pfosten ein und ließ Kleinheider keine Abwehrmöglichkeit. Kurz darauf war dann Schluss.

Dreieichs Trainer Rudi Bommer , der kurzfristig auf Denis Talijan, Danny Klein und Andre Fliess verzichten musste, hatte "zwei starke Mannschaften gesehen. Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass die Mannschaft, die das erste Tor schießt, gewinnen wird. Nach dem 1:0 mussten wir immer weiter aufmachen und in die Phase, in der vielleicht noch etwas möglich gewesen wäre, fällt das 2:0." Grundsätzlich sprach der Trainer seiner Mannschaft für die Hinrunde ein Lob aus. "Die Jungs haben das gut gemacht." Sein Gegenüber Daniyel Cimen war "hochzufrieden mit dem Ergebnis. Ich glaube, dass Dreiech in der ersten Halbzeit die besseren Chancen hatte, aber wir hätten schon kurz nach der Pause das 2:0 machen müssen. Dreieich ist keine Laufkundschaft und für uns war es schwer, wegen der ganzen Spielausfälle die Spannung hoch zu halten. Wir sind sehr zufrieden."

Die Statistik:

Teutonia Watzenborn-Steinberg: Sahin - Spang, Laux, Schadeberg, Koutny - Goncalves (78., Koyuncu) , Hofmann, Amachaibou (88., Henn), Cecen - Szymanski, Müller (90.+2, Reho). - Trainer: Daniyel Cimen.
Hessen Dreieich: Kleinheider - Opper, Gavric, T. Fliess, Lekaj - Henrich, Mladenovic - Amiri, Alikhil (77., Schnier), Weiss - Lagator (46., McCrary). - Trainer: Rudi Bommer.

Schiedsrichter: Christian Stübing (Gründau).
Zuschauer: 330.
Tore: 1:0 Abdenour Amachaibou (39.), 2:0 Raffael Szymanski (86.).

Autor: Daniel Bolz

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