20.12.2017

Chaotisches Halbjahr endet mit Glücksmoment

Hessenliga: RW-Rumpfelf sorgt für Hoffnungsschimmer

Patrick Gürser (links) gab nach über zwei Jahren sein Comeback im Hessenliga-Team. Foto: Mithat Gürser

Nach einem wahrlich chaotisch verlaufenden Halbjahr hat Hessenligist SG Rot-Weiss Frankfurt am Samstag das Fußballjahr 2017 mit einem Glücksmoment abgeschlossen. Mit dem 5:2-Sieg gegen den mitgefährdeten SV Steinbach gelang den "Roten" der erste Heimsieg seit dem 28. April. Damals gab es einen 5:0-Sieg gegen Viktoria Griesheim. Mit 15 Punkten gehen die Frankfurter nun in die zweieinhalbmonatige Winterpause.

Bemerkenswert war es allemal, was die notgedrungen aufgestellte gemischte Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit auf den Kunstrasenplatz brachte. Dass einige Stammkräfte im Nachholspiel urlaubsbedingt nicht mehr zur Verfügung standen, konnte die von den Interimstrainern Yüksel Ekiz und Mirko Kelava aufgestellte Mannschaft nicht davon abhalten, trotz eines 1:2-Rückstandes zur Pause den zweiten Durchgang mit ansehnlichem Fußball mit 4:0 zu gewinnen und somit mit dem Endergebnis von 5:2 den ersten Heimdreier der Saison zu feiern. "Wir wussten, dass Steinbach in den letzten fünf Wochen nur ein Spiel hatte. Wir waren natürlich nicht mit Euphorie in die Begegnung gegangen, weil die Ergebnisse zuletzt nicht stimmten. Wir sind es aber positiv angegangen, weil wir die Woche positiv durchgezogen haben und dieses Gefühl auf den Platz gebracht haben", sagte Ekiz nach der Partie.

Mit Felix Koob im Tor und Seongsu Kim auf der rechten Verteidigerposition standen sogar zwei A-Jugendspieler in der Anfangsformation. Der Kapitän der gestern aus der Verbandsliga Süd zurückgezogenen Zweiten Mannschaft Patrick Gürser absolvierte gegen die Osthessen sein 55. Hessenliga-Spiel, kehrte nach über zwei Jahren wieder in die "Erste" zurück.

Saison mit umstrukturiertem Team beenden

Und auch der bei Ex-Trainer Mario Basler in Ungnade gefallene Luca Scholten war wieder mit von der Partie. Die Ersatzbank war komplett mit Spielern aus dem Unterbau bestückt. Ein Zeichen dafür, dass der Umbruch jetzt schon eingeleitet worden ist. Denn der Verein wird sich wohl zur Winterpause von einigen "Schwergewichten" im Team trennen müssen und die Saison in der Hessenliga mit einem umstrukturiertem Team zu Ende spielen. "Wir wollten mit einem positiven Gefühl in die Pause gehen und das ist uns mit dem ersten Heimsieg gelungen", freute sich Ekiz.

Für Zukunftsbetrachtungen sei es jetzt noch zu früh, fest stehe bislang nur, dass der Trainingsstart für den 13. oder 14. Januar anberaumt worden ist. Bis dahin werde auch der neue Trainer da sein, der das Team in den letzten elf Spielen anleiten werde. "Wir wollen da einen sauberen Übergang und müssen auch mit den Jungs reden. Wir müssen diese Hinrunde analysieren und an den Stellschrauben drehen. Die Zukunft des Vereins liegt in der eigenen Jugend", stellte Ekiz klar.

Autor: Pedro Acebes

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