05.12.2017

Bommer will Toni Reljic langsam ranführen

Hessenliga: Dreieichs Kreativspieler wieder fit

Toni Reljic, hier noch beim damaligen Hessenligisten SV Wiesbaden am Ball. Foto: Jörg Schulz

Fast auf den Tag ein Jahr ist es her, dass Hessen Dreieichs Toni Reljic beim 4:0-Sieg gegen den FC Bayern Alzenau in der 19. Spielminute verletzt ausgewechselt werden musste. Am 2. Dezember 2016 erlitt der heute 24-jährige Kroate einen Knorpelschaden im Knie, der den offensiven Mittelfeldspieler für fast ein ganzes Jahr außer Gefecht setzte.

Doch nun hat sich der in Split geborene Sohn von Dietzenbachs Trainer Dragan Reljic wieder fit gemeldet. Trotz seines relativ jungen Alters stehen in seiner Vita schon 48 Regionalliga Südwest-Spiele für drei verschiedene Klubs von 2012 bis 2014 zu Buche. Für den FSV Mainz 05 II, Eintracht Frankfurt II und den SVN Zweibrücken schnürte Reljic in dieser Zeit die Schuhe und sammelte Erfahrungen in der vierthöchsten deutschen Spielklasse. Seinen Feinschliff in der fußballerischen Ausbildung erhielt der Kroate von 2010 bis 2012 in der U19 des Bundesligisten FSV Mainz 05, wo er 43 Partien in der A-Jugend-Bundesliga Süd/Südwest absolvierte. Seine ersten Schritte ging Reljic in den Jugendmannschaften der SG Egelsbach und der SG Rosenöhe Offenbach.

Nach seiner Rückkehr aus dem Saarland ging es in die Hessenliga zum SV Wiesbaden, wo 43 Hessenligaspiele mit zwölf Toren unter Trainer Djuradj Vasic hinzukamen. Seit Juli 2016 wirkt Reljic im Sportpark Dreieich und konnte in der Hinrunde der vergangenen Saison in 17 Spielen neun Treffer beisteuern, darunter einen spektakulären Fallrückzieher beim TSV Lehnerz. Schon am 10. November beim 7:0-Sieg gegen den VfB Ginsheim gehörte Reljic wieder dem Kader von Hessen Dreieich an. Damals hatte sein Trainer Rudi Bommer ihm in Aussicht gestellt, ihn beim Stande von 4:0 zu bringen.

Comeback in Rodgau-Jügesheim

So stand es schon nach 35 Minuten und am Ende 7:0. Aber Reljic kam an diesem Gala-Abend noch nicht zum Zug. "Ich habe ihm gesagt: Toni, sei mir nicht böse, aber das kommt zu früh für dich", erinnert sich Dreieichs Trainer Rudi Bommer. Zweieinhalb Wochen später im Kreispokalspiel beim JSK Rodgau (4:2) war es dann so weit. Reljic kam in der 74. Minute zu seinem Einsatz und hätte in der 90. Minute fast noch sein Tor erzielt. "Im Pokalspiel habe ich ihm mit auf den Weg gegeben, keine Zweikämpfe zu führen. Auch weil es ein sehr hartes Geläuf war. Einfach nur Ballkontakte, dass er reinkommt. Er hatte ja noch diese Chance in der letzten Minute. Schade, dass er den nicht gemacht hat. Das hätte das ganze für ihn persönlich gekrönt", sagte Bommer zu seinem Comeback.

Beim 5:0-Sieg am Samstag gegen Schlusslicht OSC Vellmar gehörte Reljic wieder zum Kader, wurde aber diesmal nicht eingewechselt. "Er hat schon eine lange Leidenszeit hinter sich. Als Spieler ist er natürlich etwas ungeduldig, aber wir versuchen ihm zu zu sprechen, damit er mehr Geduld aufbringt. Damit nicht noch mal etwas passiert, wollen wir ihn langsam ranführen", so Rudi Bommer zum Comeback seines Juwels.

Autor: Pedro Acebes

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