18.11.2017

Barletta: "Wir sind keine Spitzenmannschaft"

Hessenliga: Griesheim überrollt Alzenau

Yves Böttler erzielte gegen Alzenau drei Tore. Foto: Steffen Turban

Beim Wiedersehen der alten Weggefährten hatte Griesheims Interimstrainer am Ende mehr Grund zur Freude. Denn seine Mannschaft siegte gegen das Team von Angelo Barletta deutlich mit 5:2 (5:1). Bereits zur Halbzeitpause war die Partie schon entschieden. Daran konnten die Alzenauer auch im zweiten Durchgang nichts ändern.

SC Viktoria Griesheim - FC Bayern Alzenau 5:2 (5:1)

Dieses Wiedersehen mit Peter Seitel wird Angelo Barletta wohl so schnell nicht vergessen und konnte außerdem wichtige Erkenntnisse gewinnen, wie er nach dem Abpfiff erklärte: "Wir sind keine Spitzenmannschaft." Dabei räumte Alzenaus Trainer nach dem Spiel auch Fehler seinerseits ein, die er in der Startaufstellung gemacht hatte: "Wir haben in der ersten Hälfte über die Zentrale keinen Zugriff bekommen. Hätte ich Keanu Hagley von Beginn an spielen lassen, wäre das anders gewesen, wie es sich in der zweiten Hälfte gezeigt hat."

Zudem fehlte den Gästen wohl heute das Glück auf ihrer Seite, was die Griesheimer und ihr Interimscoach hatten. Schon nach knapp zehn Minuten führten die Hausherren mit 2:0. Mit der ersten Aktion im Spiel erzielte Pascal Stork die Führung, ehe Yves Böttler nur zwei Minuten später erhöhte. Auch in der Folge ließ die Intensität des Spielgeschehens nicht nach und es war eine umkämpfte Partie. Mit einem Eigentor sorgte Alzenaus Can Özer dann für die Vorentscheidung zugunsten der Viktoria. Denn nach einer Ecke der Seitel-Elf köpfte der Offensivspieler den Ball in das eigene Netz und sorgte so für das 3:0.

Zwar gelang es der Mannschaft von Trainer Barletta noch vor der Pause ein Tor durch Christopher Krause über die rechte Seite zu erzielen, doch die Offensivbemühungen reichten nicht, um am Ende etwas Zählbares mitzunehmen. Das lag auch daran, dass Griesheims Torjäger Yves Böttler noch vor dem Halbzeitpfiff doppelt traf. Somit ging es mit einer 5:1-Führung für die Gastgeber bereits in die Pause. "Das war eine traumhafte Halbzeit. Fast jeder Schuss war ein Treffer. Das war heute eines unserer besten Saisonspiele", freute sich Peter Seitel nach dem Spiel über die Leistung seiner Mannschaft.

Aufgrund der deutlichen Führung verwaltete die Viktoria-Mannschaft im zweiten Durchgang das Ergebnis, während die Alzenauer durch ihre Wechsel stärker wurden und mehr Ballbesitz hatten. Doch es reichte lediglich zum 2:5 durch Kristijan Bejic (54.). Mehr war für die Barletta-Elf am Ende nicht zu holen, nur ihr Trainer gewann an Erkenntnissen dazu, was sich wohl auf die Aufstellung im nächsten Spiel auswirken könnte. Die Griesheimer hingegen hatten an diesem Tag sehr viel Grund zur Freude und feierten noch lange nach dem Spielende. Sollte es auch in den nächsten Begegnungen so weiter gehen, könnte der Befreiungsschlag gelungen sein.

Die Statistik:

Viktoria Griesheim: Blessing - Schumacher, Windeck, Greindl, El Fahfouhy - Salii, Karras, Walter, Milosevic - Böttler, Stork. - Trainer: Peter Seitel.
Bayern Alzenau: Takidis - Kaiser, Sawaneh, Wilke, Calabrese - Krause, Demir, Jourdan (51. Kalata), Wade (46. Hagley) - Niesigk, Özer (46. Bejic).

Schiedsrichter: Julius Martenstein (Cölbe).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Pascal Stork (6.), 2:0 Yves Böttler (8., Foulelfmeter), 3:0 Can Özer (29., Eigentor), 3:1 Christopher Krause (38.), 4:1 Yves Böttler (41.), 5:1 Yves Böttler (45.+1), 5:2 Kristijan Bejic (54.).

Autor: Selina Eckstein

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