30.10.2017

Barletta: "Es wird eine Herkulesaufgabe, da zu gewinnen"

Hessenliga: Rot-Weiss will nachlegen

Trotz der vielen Unentschieden sieht Alzenaus Trainer Angelo Barletta seine Mannschaft "voll im Soll." Foto: Patrick Scheiber

Ein volles Programm steht für die heimischen Hessenligisten am morgigen Dienstag (15 Uhr) an. So wollen der FC Bayern Alzenau (in Baunatal) und Hessen Dreieich (gegen Watzenborn-Steinberg) weiter an Tabellenführer Lehnerz dran bleiben. Rot-Weiss Frankfurt möchte nach dem ersten Sieg unter Mario Basler in Waldgirmes nachlegen. Für den VfB ginsheim, die Spvgg. Neu-Isenburg und Viktoria Griesheim geht es darum, im Kampf um den Klassenerhalt weiter Punkte zu sammeln.

KSV Baunatal - Bayern Alzenau (Dienstag, 15 Uhr)

Die Alzenauer sind seit elf Spielen ungeschlagen, haben aber von den vergangenen sechs Partien nur eins gewonnen und fünf Unentschieden geholt. Deshalb befindet sich die Mannschaft von Angelo Barletta auf dem dritten Tabellenplatz hinter dem TSV Lehnerz und Hessen Dreieich, womit der Trainer sich aber durchaus zufrieden zeigte: "Wir sind absolut im Soll, auch wenn die Unentschieden gegen Waldgirmes und Neu-Isenburg ärgerlich waren." Nach dem 1:1 beim SC Hessen Dreieich am Donnerstag Abend sind die Alzenauer nun am Dienstag in Baunatal gefordert bevor am Samstag das nächste Heimspiel auf dem Programm steht. Beim KSV erwartet Barletta eine schwierige Partie. "Es wird eine Herkulesaufgabe dort zu gewinnen, aber wir werden uns nicht verstecken", so Alzenaus Trainer, der die Infrastruktur sowie das Stadion der Baunataler lobte. Außerdem zollte Barletta der gegnerischen Mannschaft großen Respekt. "Ich habe mir die Partie in Waldgirmes angesehen, als sie verloren haben. Deshalb bin ich mir sicher, dass sie es gegen uns besser machen wollen, um die drei Punkte Zuhause zu behalten. Aus diesem Grund wird es eine heiße Kiste", ist sich der Coach der kleinen Bayern sicher.

Auf welche Startelf der Trainer für diese Aufgabe setzen wird, ist noch unklar. Eine Veränderung in der Aufstellung schloss Barletta aber nicht aus. So könnten beispielsweise Kristijan Bejic, Elias Niesigk oder Patrick Kalata, die in Dreieich eingewechselt wurden, den Vorzug erhalten. "Es herrscht ein guter Konkurrenzkampf und alle sind dicht beieinander, deswegen haben es sich auch die Spieler von der Bank verdient von Beginn an aufzulaufen", sagte ein zufriedener Alzenauer Trainer über sein Team. (se)

SC Waldgirmes - Rot-Weiss Frankfurt (Dienstag, 15 Uhr)

Am Freitag Abend sicherte sich Rot-Weiss Frankfurt mit einem 3:2-Erfolg gegen die Spvgg Neu-Isenburg den zweiten Sieg in dieser Saison. Damit konnte der Tabellenvorletzte den Abstand auf den SV Steinbach, die Rang 15 belegen, auf vier Zähler verkürzen. In Waldgirmes möchten die Roten deshalb am Dienstag nachlegen, um den Anschluss an die Konkurrenz nicht zu verpassen. "Die drei Punkte waren enorm wichtig, nun geht es darum weiter zu punkten, auch in Waldgirmes, was sehr schwer wird", sagte der Sportliche Leiter, Yüksel Ekiz, vor der Auswärtspartie beim Aufsteiger. In Waldgirmes sollen vor allem weniger Torchancen zugelassen werden, als es noch gegen Neu-Isenburg der Fall war. "Wir müssen hellwach sein, um dort etwas zu holen", so Ekiz, der bestätigte, dass der Sieg bei der Spielvereinigung für das nötige Selbstbewusstsein gesorgt hat.

Auf eine Spielberechtigung der beiden Neuzugänge Cerezo Hilgen und Prince Rajcomar warten die Frankfurter derweil immer noch. Während es bei Hilgen noch eine Woche dauern könnte, ist es auch beim Offensivspieler Rajcomar unsicher, ob er in Waldgirmes auflaufen darf. "Die Beiden wurden aber schon sehr gut von der Mannschaft aufgenommen", erklärte der Sportliche Leiter, der hinzufügte, dass alle Spieler einsatzbereit sind und Trainer Mario Basler die Qual der Wahl hat. Ob Basler dabei auch auf Ilias Becker, David Vetterlein oder Keisuke Iida setzen wird, die am Sonntag bei der zweiten Mannschaft in der Verbandsliga Süd zum Einsatz kamen, ist unklar. (se)

Buchonia Flieden - VfB Ginsheim (Dienstag, 15 Uhr)

Während alle anderen Mannschaften am vergangenen Wochenende im Einsatz waren, hatten die Ginsheimer spielfrei und gehen nun ausgeruht in die Partie bei Buchonia Flieden. "Rein körperlich sind wir gegenüber Flieden, die am Samstag gespielt haben, im Vorteil. Wir sind fit und ich bin mir sicher, dass wir dort etwas holen können", äußerte sich Ginsheims Trainer, Artur Lemm, optimistisch vor der Partie am Dienstag. Dass die Ginsheimer als Aufsteiger in der Liga angekommen sind und Selbstvertrauen getankt haben, zeigt ein Blick auf die vergangenen Begegnungen. Seit sechs Spielen ist der VfB ungeschlagen, spielte aber fünfmal unentschieden und holte nur einen Sieg. "Es ist schwierig gegen uns zu gewinnen und wenn wir mit der richtigen Grundeinstellung zu Werke gehen, kann uns auch ein Sieg gelingen", so Lemm, der hofft, dass seine Spieler mit Willensstärke und einer kämpferischen Leistung zum Erfolg kommen. "Wir dürfen keinen Meter hergeben und müssen in Flieden alles aus uns raus holen", fordert Ginsheims Trainer von seinen Spielern.

Nach den Sperren im Spiel beim TSV Lehnerz (3:3) kehren Eray Eren und Nils Fischer nun wieder in den Kader zurück, während Marvin Wagner und Jörg Finger aufgrund ihres Trainingsrückstandes weiterhin ausfallen. Fraglich ist derweil noch ein Einsatz von Atacan Karatas, Kamil Kwiaton, Lukas Görlich und Carsten Henning, die zuletzt krankheits- oder verletzungsbedingt fehlten. Bei ihnen wird es sich erst im Abschlusstraining am Montag Abend entscheiden, ob sie mit nach Flieden reisen werden. (se)

Hessen Dreieich - Teutonia Watzenborn-Steinberg (Dienstag, 15 Uhr)

Nach zuvor neun Siegen in Serie musste sich der amtierende Meister in den vergangenen beiden Partien gegen Rot-Weiß Hadamar und Bayern Alzenau jeweils mit einem 1:1 begnügen. Bei vier Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Lehnerz und zwei weniger absolvierten Spielen, haben die Hessen den Sprung auf Platz eins aber weiter in der eigenen Hand. Schon vor dem Alzenau-Spiel sagte Trainer Rudi Bommer auf der Homepage von Dreieich: "Die Mannschaft hat in den letzten Wochen viele Spiele bestritten und Körner gelassen, das ist ganz klar. Trotzdem haben die Jungs konzentriert gearbeitet und eine gute Körpersprache an den Tag gelegt. Sie wissen, dass jetzt ganz wichtige Spiele vor uns liegen.“

Wie auch morgen gegen Watzenborn-Steinberg. Die Teutonia hat sich durch größtenteils ordentliche Ergebnisse in den letzten Wochen auf den siebten Rang nach vorne geschoben und unter dem neuen Trainer Daniyel Cimen erst ein Spiel verloren. Dennoch hinkt der Regionalliga-Absteiger den eigenen Ansprüchen noch ein Stück weit hinterher. Eine Niederlage dürfen sich die Gäste nicht erlauben, wenn sie noch ein Wörtchen um die ersten beiden Plätze mitsprechen wollen. (db)

Borussia Fulda - Spvgg. Neu-Isenburg (Dienstag, 15 Uhr)

Die Niederlage gegen Rot-Weiss war für Peter Hoffmann "unverdient. Wir hatten klare Chancen, haben die aber leider nicht genutzt. So ist es dann halt", bemängelte der Trainer der Spielvereinigung die fehlende Kaltschnäuzigkeit seiner Truppe vor dem Tor. In Fulda treffen die Neu-Isenburger nun auf eine Mannschaft, die nur zwei Zähler mehr auf dem Konto, aber eigentlich ganz andere Ansprüche als der Aufsteiger hat. "Die sind weit hinter den Erwartungen zurück geblieben, haben aber viele gute Spieler im Kader. Fulda steht nicht zurecht soweit unten."

Der kommende Gegner hat die Premiere seines neuen Trainers Henry Lesser am Samstag vermasselt und mit 0:1 gegen den FSC Lohfelden verloren. Lesser hatte in der vergangenen Woche Thomas Brendel abgelöst. Große Veränderungen erwartet Hoffmann aber nicht. "Ich habe das Spiel gegen Lohfelden gesehen. Er hat ja dieselben Spieler zur Verfügung und die haben auch einige Verletzte. In dem Spiel geht es über die Zweikämpfe und wenn wir Chancen haben, müssen wir sie auch nutzen. Wir haben auch keine schlechte Mannschaft." Im Kader hat sich derweil nichts verändert. Aljoscha Atzberger und Jan Gebhardt feheln weiterhin. "Das wird wohl auch nichts mehr in diesem Jahr." (db)

Viktoria Griesheim - Rot-Weiß Hadamar (Dienstag, 15 Uhr)

"Es gab sehr viele Entscheidungen gegen uns", ärgert sich Griesheim-Trainer Suat Türker noch immer über die Schiedsrichterleistung bei der 0:3-Niederlage in Flieden. Und jetzt kommt mit Rot-Weiß Hadamar eine Mannschaft zur Viktoria, gegen die "wir in der Vergangenheit nicht so gut ausgesehen haben." Hadamar ist so etwas wie die Wundertüte der Liga und erreicht gegen die Spitzenteams regelmäßig gute Ergebnisse, verliert dann aber wieder gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen. "Die sind ähnlich gestrickt wie wir", findet Türker.

Der Coach erwartet eine Partie, in der "Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden werden. Dazu brauchst du auch Spielglück wie, dass der erste Ball reingeht. Aber die Situation erfordert es, mal wieder einen Sieg einzufahren. Gerade zuhause." Fehlen werden Türker dabei die beiden rotgesperrten Fabian Windeck und Yves Böttler. Zudem könnten ein oder zwei verletzte fehlen. "Wir müssen schauen, was wir für einen Kader zur Verfügung haben." (db)

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