14.11.2017

Albert: "Bin nicht der Torknipser per se"

Hessenliga: Erster Hessenliga-Treffer gegen Vellmar

Neu-Isenburgs Patrick Albert sieht sich eher als Vorbereiter als Goalgetter. Foto: Rita Hartenfelser

Seit zehn Spielen warten die Neu-Isenburger in der Hessenliga nun schon auf einen Sieg. Daran konnte auch der Treffer von Patrick Albert gegen das Schlusslicht aus Vellmar am Sonntag nichts ändern, denn die Partie endete mit einem 2:2-Unentschieden. Trotzdem verspürt der Mittelfeldspieler, der gemeinsam mit der Spielvereinigung aufgestiegen ist, kein Druck.

Für Patrick Albert, der nun seine dritte Saison in Neu-Isenburg spielt, ist es die erste Runde in der Hessenliga. Am Sonntag gegen den OSC Vellmar folgte nun das erste Tor für den Aufsteiger, das der Mittelfeldspieler wie folgt beschreibt: "Ich hatte kurz Bedenken, ob der Schiedsrichter gesehen hat, dass der Ball über der Linie war. Schließlich gibt es bei uns keine Torlinientechnik, aber ich war mir sicher, dass der Ball drin war." Da es auch Schiedsrichter Hannes Hemrich und sein Assistent an der Seitenlinie gesehen hatten, zählte der Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Hoffmann-Elf. Am Ende reichte es für die gastgebenden Neu-Isenburger aber nicht, gegen das Tabellenschlusslicht mal wieder einen Sieg einzufahren. Stattdessen musste sich die Spielvereinigung mit einem 2:2-Unentschieden zufrieden geben. "Es ist natürlich ärgerlich und wir hatten am Schluss Glück, dass Vellmar den Elfmeter in der Schlussphase nicht verwandelt hat", äußert sich Albert rückblickend zum Spiel gegen den Tabellenletzten.

Deshalb wartet die Mannschaft von Trainer Peter Hoffmann seit nun zehn Partien auf einen Sieg (letztmals ein 2:1-Erfolg gegen Flieden am 15.09.). Einen Grund dafür, warum die drei Punkte vom Aufsteiger aktuell nicht geholt werden, kennt Albert: "Wir kassieren zu viele dumme Gegentreffer und machen vorne die Tore nicht." Dabei nimmt sich der Offensivspieler, der gerne schon ein paar mehr Treffer auf dem Konto hätte, mit in die Pflicht. "Die Mannschaft und der Trainer wissen, dass ich kein Goalgetter bin, sondern eher der Vorbereiter. Ich bin nicht der Torknipser per se, aber ich hätte schon gerne noch das ein oder andere Tor mehr gemacht", so der 24-Jährige, der bei seinen Leistungen noch Luft nach oben sieht, aber mit seinen Einsatzzeiten zufrieden ist.

In jeder Hessenliga-Begegnung kam Albert bislang zum Einsatz und möchte sich auch noch weiterhin verbessern. "An der Mentalität möchte ich noch arbeiten, weil ich ein sensibler Typ bin und mich manchmal gehen lasse. Dabei sollte ich einfach jede Partie in der Hessenliga genießen und alles geben, um mit dem Team den Klassenerhalt zu schaffen", nennt der Mittelfeldspieler auch das Ziel, das er mit der Spielvereinigung erreichen möchte und fügte dann noch hinzu: "Wir verspüren als Aufsteiger aber keinen Druck. Nach Niederlagen rappeln wir uns schnell wieder auf, weil wir einen guten Teamgeist haben." Ein langfristiges Ziel hat sich Albert dazu nicht gesetzt: "Fußballerisch sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Natürlich gilt man mit 24 Jahren nicht mehr als junges Talent, aber ich nehme es, wie es kommt." Sollte es Albert gelingen, sich mit Neu-Isenburg in der Hessenliga zu etablieren, hätte er mit Sicherheit auch nichts dagegen.

Autor: Selina Eckstein

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