14.04.2018

Drynda neuer Trainer - Aufstiegsverzicht möglich

Gruppenliga Frankfurt West: FC Kalbach setzt auf Jugendkonzept

Karol Drynda wurde beim FC Kalbach zur neuen Saison befördert. Foto: Jörg Schulz

Karol Drynda wird zur neuen Spielzeit die Geschicke beim FC Kalbach leiten. Noch betreut der Übungsleiter die zweite Mannschaft am Hopfenbrunnen. Im Falle des Aufstiegs ist für den Tabellenführer der Gruppenliga Frankfurt West ein Verzicht nicht ausgeschlossen.

Trotz der Neuaufstellung auf dem Trainerposten machte Kalbachs Spielausschuss Holger Trautmann deutlich, dass der FC mit dem aktuellen Trainer Elton da Costa nicht im Schlechten auseinander geht, im Gegenteil: "Man muss sagen, dass wir mit seiner Arbeit total zufrieden sind. Er ist ein top Typ und hat hier eine Top-Mannschaft gebildet.“ Dennoch habe sich der Vorstand des FCK, der sich erst in den letzten Monaten neu zusammengesetzt hat, dazu entschlossen, "etwas Neues zu machen.“ Karol Drynda, derzeit Trainer der zweiten Mannschaft, wird die erste Garde zur neuen Saison übernehmen: "Karol Drynda wird unser neuer Trainer. Er ist bereits seit vier Jahren bei uns, trainiert parallel zur zweiten Mannschaft eine Jugendmannschaft und ist ein echter Kalbacher. Er hat es hier anfangs schwer gehabt, ist aber mit der zweiten Mannschaft mittlerweile zweimal aufgestiegen und hat eine tolle Truppe zusammengestellt“, argumentiert Trautmann für Drynda.

"Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und bin sehr motiviert. Dass die Verantwortlichen sich für mich entschieden haben, zeigt die Wertschätzung meiner Funktion als Trainer der Zweiten Mannschaft. Wir befinden uns in Gesprächen mit vielen Spielern. Priorität hat, die Spieler in Kalbach zu halten, mit denen wir ab Sommer arbeiten möchten. Es werden auch einige aus meiner Mannschaft zur Ersten befördert", sagt der frisch zur Ende der Spielzeit beförderte Drynda.

Nachhaltiges Jugendkonzept im Vordergrund

Doch nicht nur auf der Trainerposition will sich der Club in Zukunft verändern. Laut Trautmann will "der neue Vorstand stabile Strukturen und Prozesse sowie ein nachhaltiges Jugendkonzept schaffen. Ein Verein wie wir muss zusehen, dass wir in der Jugend ein Konzept haben, das es uns ermöglicht, die erste und zweite Mannschaft mit jungen Spielern zu unterstützen. Das ist unser klares Ziel für die nächsten Jahre.“ Auch um die "finanzielle Gesundung und Unabhängikeit zu gewährleisten“, sei ein Neuanfang notwendig. Was die Kaderplanung betrifft, kommt auf die sportliche Führung in den kommenden Wochen einiges an Arbeit zu: "Wir hoffen nicht auf einen großen Umbruch, aber es ist klar, dass nicht alle Spieler den neuen Weg mitgehen werden.“ Im aktuellen Tagesgeschäft hat der Tabellenführer der Gruppenliga Frankfurt West derzeit alle Trümpfe in der eigenen Hand, den direkten Wiederaufstieg klar zu machen, wenngleich ganze vier Mannschaften hinter den Kalbachern auf der Lauer sind.

Sollte dennoch ein Großteil der Truppe den Verein im Sommer verlassen, sei ein Aufstiegsverzicht zumindest nicht undenkbar: "Wir haben bis Mitte Mai Zeit, diese Entscheidung zu treffen. Noch ist das Zukunftsmusik, aber man muss da realistisch bleiben. Wenn du eine entsprechende Truppe nicht zur Verfügung hast, muss man überlegen, was man macht.“ Dennoch sei es das "Ziel, dass wir den Aufstieg wahrnehmen“, sollte der FC auch am Ende der Saison auf dem ersten Platz stehen. Im Bezug auf die Kaderplanung für die neue Saison wurden bereits "gute Gespräche“ mit Spielern beider Seniorenteams sowie externen Spielern geführt. Wer indes das Traineramt der zweiten Mannschaft übernehmen wird, steht noch nicht fest. Der Verein sei momentan „mit verschiedenen Leuten in Gesprächen. Ich denke es ist eine reizvolle Aufgabe, Spieler für höhere Aufgaben auzubilden“, so Trautmann.

(sly)

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