13.02.2018

Marco Rollow hat es geschafft

Gruppenliga Frankfurt West: "Mache Leistung nicht von Toren abhängig"

Marco Rollow (rechts) hat sich in dieser Aktion Okan Ilkiz an die Fersen geheftet. Foto: Jörg Schulz

Schon in seiner ersten Senioren-Saison hat sich Marco Rollow vom West-Gruppenligisten 1. FC Oberstedten als Stammspieler etabliert. In einer Woche nimmt der 19-Jährige sein nächstes Großprojekt in Angriff.

"Ich habe es gemacht, weil ich mich weiterentwickeln wollte. Da gab es auch negative Stimmen aus Oberursel, ob das nicht für den Anfang zu gewagt sei", zeigte sich Marco Rollow bei seiner Entscheidung zum Schritt aus der Junioren-Gruppenliga zum Senioren-Pendant entschlossen. Bereut hat der 19-Jährige seinen Entschluss zu keiner Zeit: "Dominik Rau, der Betreuer von Oberstedten, hatte mich im Sommer bei einem Bierchen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, zu denen zu kommen, und das konnte ich. Hier in Oberstedten bin ich von der Mannschaft von Anfang an gut aufgenommen und akzeptiert worden. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben."

Für den Deutsch-Italiener gilt es ab dem 19. Februar, Einiges unter einen Hut zu bekommen: "Da fange ich eine duales Studium bei der Polizei an. Ich habe extra die Polizeischule in Mühlheim gewählt, weil ich so meine Familie, den Fußball und die Polizei am besten miteinander verbinden kann." Mit dem 1. FCO hat der gebürtige Oberurseler klare Ziele: "Am Anfang der Saison war ich noch im Urlaub und dann habe ich mich noch wegen einer Überbelastung am Knie verletzt. 15 Spiele hab` ich gemacht und sogar ein Tor geschossen. Meine Leistung mache ich aber nicht von Toren abhängig. Jetzt in der Vorbereitung ist die Trainingsbeteiligung top. Alle ziehen mit, der Teamgeist ist da und den Abstieg wollen wir natürlich vermeiden."

Rollow, der zehn Jahre in der Jugend von Eintracht Oberursel spielte, und erst in seinem letzten Juniorenjahr von der Sechser- auf die Innenverteidiger-Position wechselte, ist nicht nur vom Oberstedtener Umfeld, sondern auch von seinem Coach Artur Rissling sehr angetan: "Er ist ein klasse Trainer. Alles, was er versprochen hat, hat er auch eingehalten. Als ich ihm von meinem Urlaub erzählte, hat er zu mir gesagt, dass ich danach erstmal in der zweiten Mannschaft spielen würde, aber immer mehr in die erste Mannschaft einbezogen würde. Genauso kam das dann auch. Er hat einen guten Draht zur Mannschaft und man kann mit ihm nach dem Spiel auch ein Bierchen zusammen trinken. Auf dem Platz ist er ein Trainer mit viel Autorität und Fachwissen, und nach jedem Spiel bringt er neue Ideen mit."

Autor: Christoph Wess

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