15.12.2017

Patrick Gürser vor dem Comeback

Hessenliga: SV Steinbach kommt zum Nachholspiel

Patrick Gürser gibt nach über zwei Jahren sein Comeback in der Hessenliga. Foto: Mithat Gürser

Nach dem Ende der Episode Mario Basler liegt der Fokus bei Hessenligist SG Rot-Weiss Frankfurt auf dem abschließenden Nachholspiel gegen den direkten Mitkonkurrenten SV Steinbach. Das Heimrecht mit den Osthessen ist dabei getauscht worden, weil es sich noch um ein Hinrundenspiel handelt und es im Mühlengrund in letzter Zeit schon drei Absagen hagelte. Somit wird am Samstag auf dem Kunstrasenplatz am Brentanobad gespielt, wobei die Hausherren personell ein "gemischtes Team" aufbieten werden.

SG Rot-Weiss Frankfurt - SV Steinbach (Samstag, 15 Uhr)

Das geballte Medienecho von und über Mario Basler möchte der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz gar nicht mehr kommentieren beziehungsweise abschließen: "Der Stichtag war der 9. Dezember und mit diesem Tag ist die Zusammenarbeit beendet worden. Wir kennen die Wahrheit und wollen nichts weiter dazu sagen", so der 37-jährige, der gegen die Osthessen gemeinsam mit Mirko Kelava die Mannschaft der "Roten" betreuen wird. Hicham Tahrioui, der Cheftrainer der Zweiten Mannschaft, wird nicht mit von der Partie sein. Grund ist eine zuvor gebuchte Flugreise, die sich nicht mehr stornieren ließ. Das sei insofern bedauerlich, als der Coach der U23 schon lange auf eine solche Chance gewartet habe. Immerhin konnte in dieser Woche dem Spielerkader erstmals seit langem wieder ein ordentlicher Trainingsbetrieb mit gezielten Trainingsinhalten angeboten werden.

"Wir hatten endlich mal wieder eine intensive und ordentliche Trainingswoche", gibt Ekiz einen Einblick in den zuletzt doch recht vernachlässigten Trainingsalltag. Da sich auch einige wenige Stammspieler aus dem Hessenliga-Team vorzeitig in den Urlaub verabschiedet haben, werden die verwaisten Kaderplätze mit Akteuren aus der U23 und der U19 aufgefüllt. Einen schlagkräftigen Kader, um gegen den Tabellenvorletzten aus dem Burghauner Ortsteil den ersten Heimsieg einzufahren, werden die Frankfurter laut Ekiz´ Einschätzung dennoch aufbieten können: "Wir haben gute Jungs im Unterbau. Daran sieht man, dass hier in den letzten Jahren im Jugendbereich, aber auch bei den Senioren gut gearbeitet wurde".

Gemischte Mannschaft soll ersten Heimsieg holen

Ein spezielles Comeback gibt es für Patrick Gürser, den Kapitän der Zweiten Mannschaft aus der Verbandsliga Süd. Der 27-jährige, der von 2009 bis 2015 schon 54 Hessenliga-Spiele für Rot-Weiss absolvierte, wird erstmals seit dem 12. September 2015 wieder im Kader der Ersten Mannschaft stehen. Und Ekiz hat sich mit Kelava schon darauf verständigt, dass Gürser von Beginn an auflaufen wird. "In so einer Situation ist es sehr gut, dass wir so einen Mann in der Hinterhand haben. Er ist ein ´Roter` durch und durch und hat sofort seine Bereitschaft zum Einsatz signalisiert. Mit Patrick haben wir noch eine führende Kraft auf dem Platz", freut sich Ekiz über die Mitnahme der Integrationsfigur. Voraussichtlich werden neben Kapitän Anil Mus (krankheitsbedingt) auch Damir Topcagic und Michel Gschwender.nicht dabei sein.

Auch auf der Torhüterposition soll es notgedrungen einen Wechsel geben. Weder Riste Shpirov, noch Marco Kapias stehen gegen die Osthessen bereit. Somit wird wohl Felix Koob aus der A-Jugend sein Hessenliga-Debüt geben. Bei den Osthessen sagt Spielertrainer Petr Paliatka vor dem Spiel am Rödelheimer Parkweg: "Alle haben langsam die Schnauze voll“. Der Tscheche spielt darauf an, dass sein Team seit Wochen quasi nur noch trainiert und nicht spielt. Vier Spiele ist der SVS schon im Rückstand, weshalb auch Ekiz den Gegner kaum einschätzen kann: "Aufgrund der vielen Absagen ist Steinbach schwer zu analysieren. Das wird kein Leckerbissen, sondern Abstiegskampf pur. Wir wollen das Jahr mit einem positiven Gefühl abschließen", betont der Interimstrainer. Und das wäre der langersehnte erste Heimsieg der laufenden Saison.

Autor: Pedro Acebes

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