06.12.2017

Cimen: "Im Fußball ist alles möglich"

Hessenliga: Aufstieg noch nicht abgeschrieben

Bei Daniyel Cimen (links) kitzelt es ab und zu in den Füßen. Foto: Patrick Scheiber

Daniyel Cimen hat Ende September die Trainerbank von der SG Rot-Weiss Frankfurt mit der vom SC Teutonia Watzenborn-Steinberg getauscht. Für den 32-Jährigen, der gleichzeitig beim Süd-Verbandsligisten 1. Hanauer FC dem Leder hinterherjagt, ist das Thema Wiederaufstieg noch nicht erledigt.

"Zum Saisonstart war für Watzenborn das klare Ziel der Wiederaufstieg. Nach acht Spielen stand der Verein noch auf einem Abstiegsplatz. Als ich übernommen habe, hat man den Abstiegskrampf der Jungs gespürt. Für die war es nicht leicht, die Situation zu verarbeiten und zu akzeptieren, dass auf Hessenliga-Niveau gespielt wird", beschreibt Daniyel Cimen die Situation bei seiner Amtsübernahme Ende September. Mit 20 Zählern aus neun Punktspielen hat Cimen schon eine beeindruckende Spur gezogen, hält sich aber mit Erklärungen zurück: "Es ist schwer zu beurteilen, was ich anders mache. Ich versuche immer, dass die Jungs Spaß an der Arbeit haben. Am Anfang habe ich erst einmal den Druck rausgenommen."

Falls am kommenden Samstag die Partie gegen den Spitzenreiter Hessen Dreieich ausfallen sollte, würde das der zweifache Familienvater sehr bedauern: "Letzten Sonntag hat mir Peter Hoffmann schon früh geschrieben, dass unser Spiel in Neu-Isenburg ausfällt. Das war sehr fair von ihm. Es wäre wohl ein Novum, wenn das wieder passiert, weil wir dann in den letzten fünf Wochen nur ein Spiel gespielt hätten. Falls wir gewinnen würden, dann wäre das eine schöne Momentaufnahme, weil sich das die Mannschaft erarbeitet hat. Es könnten sich noch Konstellationen ergeben, dass man weiter nach oben schauen kann. Im Fußball ist alles möglich."

Seinen hauptberuflichen Trainerjob in Watzenborn-Steinberg kann der Erfolgscoach, der auch noch das Trikot vom Süd-Verbandsligisten 1. Hanauer FC trägt, sehr gut in Einklang bringen. Cimen nennt dafür die Hauptgründe: "Vor viereinhalb Jahren habe ich mit Hanau vereinbart, dass ich gerne spiele, wenn die Zeit dafür da ist. Der Verein hat das von Anfang an so akzeptiert. Das macht auch nicht jeder und dafür bin ich sehr dankbar. Im Zweifel geht Watzenborn auf jeden Fall vor, das weiß der Verein. Außerdem habe ich eine sehr tolerante Frau. Und das ist noch viel wichtiger."

Die aktuell verfahrene Situation mit dem drittletzten Tabellenplatz seines Ex-Vereins Rot-Weiss Frankfurt, Cimens erster Senioren-Trainerstation, beschäftigt den 32-Jährigen auch: "Ich schaue schon hin, was da passiert. Außerdem habe ich zu dem ein oder anderen Spieler Kontakt und es verbindet mich zu manchen Verantwortlichen eine Freundschaft. Ich verfolge den Weg von Rot-Weiss. Leider läuft es nicht so wie gewünscht. Die müssen jetzt ihre Kräfte bündeln, damit sie zum Schluss über dem Strich stehen. Der Verein gehört allein schon von seiner Historie mindestens in die Hessenliga."

Autor: Christoph Wess

Kommentieren

Vermarktung:

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Personen