11.11.2017

Duo Rajcomar/Hilgen abgereist

Hessenliga: Keine Spielgenehmigung für RW-Holländer

Cerezo Hilgen (links) und Prince Rajcomar dürfen nicht für Rot-Weiss Frankfurt auflaufen. Foto: Mithat Gürser

Ohne eine Sekunde für Rot-Weiss Frankfurt gespielt zu haben sind die beiden Holländer Prince Rajcomar und Cerezo Hilgen aus der Mainmetropole in ihr Heimatland abgereist. Die beiden am 23. Oktober vorgestellten Neuzugänge haben vom Hessischen Fußball-Verband keine Spielgenehmigung für die restlichen Spiele bis zur Winterpause erhalten.

Der 32-jährige Holländer und ehemalige Nationalspieler Curacaos Prince Rajcomar spielte bis Juli 2017 beim belgischen Drittligisten KFC Oosterzonen. Sein Landsmann Cerezo Hilgen, mit 23 Jahren deutlich jünger, stand bis zum Sommer in der holländischen 2. Liga beim FC Dordrecht unter Vertrag. Ein befreundeter Spielerberater aus Holland hatte die arbeitslosen Spieler Rot-Weiss-Aufsichtsratsmitglied Johny Baez ans Herz gelegt. Die beiden Fußballer trainierten in den letzten Wochen mit und bekamen durch einen externen Sponsor ein Hotelzimmer sowie eine warme Mahlzeit pro Tag finanziert.

Und so verkündete der Verein vom Brentanobad am 23. Oktober auf seiner offiziellen Homepage die Verpflichtung der beiden Spieler und sogar die Spielgenehmigung für die beiden Akteure: "Wir freuen uns, dass es gelungen ist, Ihre Spielberechtigung bereits für das nächste anstehende Auswärtsspiel am kommenden Freitag gegen Neu-Isenburg zu erhalten", heißt es auch heute noch in dem veröffentlichten Artikel auf der RW-Homepage.

Amateurverträge wieder aufgelöst

Ein Umstand, der so nie eingetreten ist, denn Rajcomar und Hilgen unterschrieben zwar Amateurverträge am Brentanobad, die erhoffte Spielgenehmigung blieb aber aus. "Aufgrund internationaler Transferbestimmungen wären die beiden Spieler erst am 1. Januar spielberechtigt. Es macht also keinen Sinn mehr, sie weiter bei uns mittrainieren zu lassen. Zumal die beiden Spieler mit dem Fußball ihren Lebensunterhalt erzielen und sich anderweitig umschauen müssen", sind die beiden Personalien für Rot-Weiss-Aufsichtsratsmitglied Stefan Scholten abgehakt.

Die beiden Fußballer sind abgereist und schauen sich in Holland nach einem neuen Verein um. Die Amateurverträge wurden wieder aufgelöst. Letztlich viel Lärm um nichts, denn die verkündeten Verpflichtungen erwiesen sich als Luftschlösser und konnten das Team von Trainer Mario Basler nicht wie erhofft im Abstiegskampf verstärken.

Autor: Pedro Acebes

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