07.11.2017

Henok Teklab soll Lockerheit behalten

Hessenliga: Basler setzt auf RW-Youngster

Henok Teklab (links) setzt sich hier im Heimspiel gegen Buchonia Flieden durch. Foto: Mithat Gürser

Mittelfeldspieler Henok Teklab kam im Sommer aus der U19 von Mitte-Verbandsligist Germania Schwanheim zu Rot-Weiss Frankfurt. Bei den Schwanheimern spielte Teklab in der A-Jugend-Hessenliga und machte dort mit herausragenden Leistungen auf sich aufmerksam. Den Zuschlag für das Talent bekamen die "Roten", wo der 19-jährige schon in der Jugend spielte.

Im B-Jugend-Alter wechselte der quirlige Flügelflitzer nach Schwanheim und wurde zum Leistungsträger in der Hessenliga-U19 der Germania. Auch Cheftrainer Tomas Pelayo nominierte den technisch versierten Akteur einige Male für das Verbandsliga-Team, brachte ihn zum Beispiel Ende Februar im Derby beim SV Zeilsheim von Beginn an. Nach und nach wurden mehr und mehr Späher auf dem Vereinsgelände an der Schwanheimer Bahnstraße gesichtet, um das Talent unter die Lupe zu nehmen. Auch der Sportliche Leiter von Rot-Weiss Yüksel Ekiz gehörte zu diesen Beobachtern und entschied im Sommer mit dem damaligen Cheftrainer Daniyel Cimen, den jungen Mann an das Brentanobad zurückzuholen.

"Er ist noch sehr jung, aber wir haben ihm von seinen Anlagen her die Hessenliga zugetraut", sagt Ekiz zur damaligen Verpflichtung. Die sich zwar noch nicht in Form von Toren gelohnt hat, aber immerhin konnte der feine Techniker schon fünf Torvorlagen in seinen 14 Spielen liefern. So auch am letzten Samstag bei der 1:3-Niederlage gegen Hessen Dreieich, als Teklab den Querpass zu Tetsu Horiuchi spielte, der zum zwischenzeitlichen 1:1 einschob. "Wir müssen ihm Zeit geben, denn es ist keine einfache Situation für ihn, mit seinem Spielstil im Abstiegskampf zum Erfolg zu kommen. In den letzten beiden Jahren hätte er es mit einer viel besseren Mannschaft vermutlich leichter gehabt", findet Ekiz. Die Stärken Teklabs sind seine Dribbelstärke, sein Spielverständnis und sein ungeheures Tempo mit oder ohne Ball.

Yüksel Ekiz: "Henok muss lernen, sein gutes Spiel in Effektivität umzumünzen".

Oftmals rennt er den Gegenspielern auf der rechten Seite einfach davon, ist zuweilen aber zu ballverliebt. Womit Ekiz auch zu seinen Schwächen kommt: "Die Lust und die Lockerheit darf er nicht verlieren. Aber Henok muss lernen, sein gutes Spiel in Effektivität umzusetzen. Nur so macht er den nächsten Step". Auch Trainer Mario Basler zeigt sich vom spielstarken Akteur begeistert: "Henok ist unser Küken im Stall. Er ist der jüngste Spieler, den wir haben. Er hat gegen Dreieich in der zweiten Halbzeit gezeigt, was er drauf hat. Er ist ein richtig guter Kicker, aber sehr schmächtig. Wenn große Abwehrspieler auf ihn zulaufen oder in seiner Nähe sind, dann hat er körperlich einige Probleme". Der Ex-Nationalspieler setzt auch im kommenden Auswärtsspiel beim SV Steinbach auf den Flügelflitzer und lobte auch die Defensive.

"Fußballerisch sticht Teklab im Moment aus unserer Mannschaft heraus. Aber auch die Defensive mit Anil Mus, Damir Topcagic, Tetsu Horiuchi und Zeki Ech Chad hat richtig gut gearbeitet. Das können wir von drei, vier anderen Spielern nicht unbedingt sagen, dass sie über 90 Minuten auf dem Platz waren. Dann hast Du gegen so einen starken Gegner wie Dreieich überhaupt keine Chance", stellte der Coach klar. Baslers Schlusswort zu Riesentalent Henok Teklab: "Henok macht Spaß. Das fängt im Training schon an und es macht Spaß, ihm bei den Spielen zuzugucken". Wenn jetzt noch die eingeforderte Effektivität in Form von Toren hinzukommt, dann könnte der Spaß-Fußballer auch zu Punkten und Siegen beitragen.

Autor: Pedro Acebes

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