08.11.2017

Okan Ilkiz: "Schönes Gefühl bei Speuzern"

Gruppenliga Frankfurt West: "It`s Ilkiz time" mit FFV 04 in zweiter Saison

Die Fersen von Okan Ilkiz (blaue Schuhe) sehen seine Gegenspieler oft nur von hinten. Foto: Jörg Schulz

Beim FFV Sportfreunde 04, dessen Kicker in der hiesigen Region kurz und knackig Speuzer genannt werden, kickt Okan Ilkiz in seiner zweiten Saison. Zum Wiederaufstieg in die Gruppenliga Frankfurt West nach elf Jahren Abstinenz hat der torgefährliche Mittelfeldspieler mit 37 Saisontoren einen wahren Löwenanteil beigesteuert. Die Tormaschine der Sportfreunde läuft auch eine Fußball-Etage höher auf vollen Touren.

Bevor es Okan Ilkiz, der von seinen Freunden nur "It´s Ilkiz time" genannt wird, an die Mainzer Landstraße zog, stand er ab seinem 18. Lebensjahr in Diensten des 1. FC Eschborn. Dort erhielt er einen Profivertrag, spielte unter Sandro Schwarz, dem jetzigen Bundesliga-Coach vom 1. FSV Mainz 05, und erzielte bei 133 Einsätzen 14 Tore: "Sandro Schwarz ist der beste Trainer, den ich in meiner Karriere bis jetzt hatte. Bezüglich Trainingsgestaltung und Motivation ist er herausragend. In meiner siebenjährigen Zeit in Eschborn haben wir mit ihm auch den Wiederaufstieg in die Regionalliga geschafft. Eschborn war meine Zeit im Seniorenbereich", legt sich Ilkiz fest.Obwohl sein Spielerprofil von 2012 bis 2015 keine offiziellen Angaben hergibt, war er in diesem Zeitraum fußballerisch nicht untätig: "Zu dieser Zeit musste ich aus beruflichen Gründen deutlich kürzer treten, habe aber bei der TSG Niederrad und für Türk Gücü Frankfurt gespielt", erklärt der Informatiker, der sich auch heute noch berufsbedingt im außereuropäischen Ausland unter der Woche aufhält. Danach wechselte er für fünf Monate zum damaligen Hessenligisten Spvgg. 05 Oberrad, bevor er beim FFV Sportfreunde 04 anheuerte.

In der Tabelle der Gruppenliga Frankfurt West steht der Aufsteiger FFV Sportfreunde 04 derzeit auf einem hervorragenden dritten Platz: "Letztes Jahr haben wir eine super Saison gespielt. Mit dem sportlichen Leiter Udo Felder und Trainer Mehmet Somun haben wir zwei Personen, die sehr sympathisch sind. In der Liga kann jeder gegen jeden gewinnen. Die Liga ist gut und es gibt keine Favoriten, ausgenommen Oberrad, die sehr kompakt sind, Kalbach mit seiner Offensivstärke und zwei bis drei andere", analysiert der 30-Jährige die Klasse, und "wenn wir nicht mehr groß Spiele herschenken und keinen unterschätzen, dann sind wir auf einem guten Weg."

Auf die Frage, wer der neue Torschützenkönig der Gruppenliga West sein wird, findet Ilkiz, der bis jetzt dreizehn Mal "ins Schwarze" getroffen hat, eine diplomatische Antwort: "Da kann es noch spannend werden. Das ist aber nicht mein vorrangiges Ziel. Neben mir haben wir mit Fatih Bosnak und Danyal Tekin zwei weitere Torjäger, und das ist gut so. Damit sind wir nicht so leicht ausrechenbar."

Seine Zukunft sieht der Deutsch-Türke auf jeden Fall erst einmal bei den Sportfreunden: "Klar gibt es immer wieder Angebote aus höheren Spielklassen. Ich muss aber auch den Aufwand zum Ertrag gegenrechnen. Zweimal unter der Woche Training und am Wochenende Spaß haben, das ist optimal. Für mich gibt es keinen Grund, die Speuzer zu verlassen. Ich will hier mithelfen, etwas aufzubauen. Es ist ein schönes Gefühl, bei den Speuzern zu sein."

Autor: Christoph Wess

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