02.11.2017

Biebrich mit der "nötigen Seriösität" gegen Bicken

Verbandsliga Mitte: Schwanheim will weiter punkten

Biebrichs Trainer Nazir Saridogan trifft mit seiner Mannschaft am Samstag auf Bicken. Foto: Marcel Lorenz

Nachdem erst am vergangenen Dienstag ein kompletter Spieltag in der Verbandsliga Mitte vonstattengegangen war, herrscht auch am kommenden Wochenende wieder volles Programm. Den Anfang macht aus heimischer Sicht bereits am Samstag der zuletzt gut aufgelegte FV Biebrich, der gegen den TSV Bicken gefragt ist. Einen Tag später wartet vor allem auf die SG Oberliederbach ein wichtiges Aufeinandertreffen im Tabellenkeller mit Schlusslicht SG Kinzenbach, Tabellenführer FC Eddersheim kreuzt mit Aufsteiger FC Waldbrunn die Klingen.

FV Biebrich – TSV Bicken (Samstag, 15 Uhr)

Seit drei Spieltagen ist der FVB ohne Niederlage, diese Serie möchten die Wiesbadener auch gegen den TSV Bicken fortsetzen, der sich am Dienstag nach drei Folgepleiten und einer bis dato eher ernüchternden Runde von seinem langjährigen Trainer Marcel Cholibois getrennt hat. Nach einem Nachfolger wird bei den Lahn-Dill-Kickern aktuell auf Hochtouren gesucht, vermutlich wird gegen Biebrich aber zunächst einmal der bisherige TSV-Co-Trainer Benjamin Röder an der Seitenlinie stehen.

„Das ist wieder eine Mannschaft, die alles in die Waagschale werfen wird. Wir müssen schauen, dass wir gut durchkommen und mit der nötigen Seriosität an die Sache herangehen“, so FV-Coach Nazir Saridogan.

Germania Schwanheim – FV Breidenbach (Sonntag, 15 Uhr)

„Wir wollen auch gegen Breidenbach wieder punkten“, formuliert Schwanheims Trainer Tomas Pelayo, dessen Farben am Dienstag mit dem 3:1-Erfolg beim VfB Marburg in die Erfolgsspur zurückgekehrt waren, seine Marschroute. Gegen Breidenbach bestritt die Germania die letzten vier Aufeinandertreffen allesamt ohne Niederlage, allerdings nimmt Pelayo den Rangelften aus dem Landkreises Marburg-Biedenkopf auch diesmal nicht auf die leichte Schulter. „Das ist ebenfalls wieder ein schwerer Gegner, mit dem vielleicht stärksten Stürmer der Liga“, warnt der Übungsleiter mit Blick auf FV-Goalgetter Felix Baum (11 Saisontore).

SV Zeilsheim – FSV Braunfels (Sonntag, 15 Uhr)

Der SV Zeilsheim steigt als Favorit in den Ring gegen den Tabellenvorletzten, zumal man am Reformationstag einen Dreier (2:0) bei Viktoria Kelsterbach an Land ziehen konnte und entsprechenden Rückenwind vorzuweisen hat. Zeilsheims Trainer Sascha Amstätter gibt sich im Vorfeld jedenfalls optimistisch: „Wir haben vor heimischem Publikum bisher alle Spiele gut bestritten und wollen die Punkte in Zeilsheim lassen. Wir wissen aber auch um die Stärken der Braunfelser, hoffen aber, dass wir ihre Schwächen im Spiel werden aufdecken können.“

TuS Dietkirchen – Viktoria Kelsterbach (Sonntag, 15 Uhr)

Seit vergangenem Dienstag ist klar: Viktoria-Coach Ralf Horst nimmt sich eine Pause vom Trainerjob. Die Hintergründe für die Entscheidung sind ebenso unklar, wie die Frage nach Horsts Rückkehr. Sicher ist lediglich: Betreut wird der Hessenliga-Absteiger nun erst einmal von Holger Müller und Lars Horst sowie von Dominic Machado und Dominique Pascal-Groß.

Zuletzt kassierte die Viktoria fünf Niederlagen in Folge, mit dem Fünften aus Dietkirchen wartet indes kein klassischer Aufbaugegner. „Das wird ein schwieriges Spiel, die stehen ja nicht umsonst da oben“, erklärt Dominic Machado, dessen Team auch am Sonntag wieder einige personelle Sorgen plagen werden. So fehlen weiterhin drei rot-gesperrte Viktoria-Akteure, darunter beispielsweise Defensiv-Mann Tobias Fischer, ferner war Leo Hasenstab unter der Woche noch angeschlagen. „Wir gucken weiterhin von Spiel zu Spiel. Das wird wieder schwierig, aber wir hoffen, dass wir wieder mal was Zählbares mitnehmen können“, so Machado.

FC Eddersheim – FC Waldbrunn (Sonntag, 15 Uhr)

„Wir haben von den letzten zwölf Spielen elf gewonnen und ein Unentschieden gehabt. Wir haben eine Euphorie und wollen natürlich auch gerne gegen Waldbrunn gewinnen. Das ist schon unser Anspruch“, blickt Erich Rodler, Sportlicher Leiter des FC Eddersheim, der kommenden Aufgabe zuversichtlich entgegen. Für den Liga-Neuling aus dem Westerwald setzte es bei seinem letzten Auftritt eine 0:2-Niederlage gegen die SG Oberliederbach, mit immerhin sechs Punkten aus 15 Spielen wusste der FCW seine Ligatauglichkeit in der laufenden Runde allerdings schon unter Beweis zu stellen.

SG Kinzenbach – SG Oberliederbach (Sonntag, 15:30 Uhr)

„Dieses Spiel ist natürlich noch wichtiger geworden, dadurch, dass wir gegen Biebrich nicht nachlegen konnten“, macht der Sportliche Leiter der SGO, Tobias Merz, die 0:1-Niederlage gegen den FV Biebrich am Dienstag im Sinn habend, deutlich. Über die Bedeutung der anstehenden Partie ist man sich auf Seiten Oberliederbachs bewusst, würde es bei einer Niederlage in Kinzenbach im unteren Tabellensegment doch immer düsterer werden. „Wir müssen da einfach gewinnen, wobei die in letzter Zeit recht passable Ergebnisse abgeliefert haben“, sagt Merz, dem selbstverständlich nicht entgangen ist, dass die abstiegsbedrohten Mittelhessen seit einem Trainerwechsel Anfang Oktober nur noch einmal knapp beim FC Waldbrunn verloren haben.

(cn)

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