02.11.2017

21 Jahre später: Duell Basler gegen Bommer im Fokus

Hessenliga: Rot-Weiss empfängt Dreieich

Der junge Filip Vlahov (links) ist wieder eine Option für die Anfangsformation. Foto: Mithat Gürser

In der Hessenliga geht es für Rot-Weiss Frankfurt am Samstag mit dem Heimspiel gegen den SC Hessen Dreieich weiter. Dabei erhoffen sich die Verantwortlichen den bei den bisherigen drei Auswärtsspielen seit dem Amtsantritt von Mario Basler eingetretenen Zuschauerffekt. Da auch die Trainerbank der Gäste mit Rudi Bommer und Ralf Weber prominent besetzt ist, soll sich das Brentanobadstadion mit neuer Klientel füllen.

SG Rot-Weiss Frankfurt - SC Hessen Dreieich (Samstag, 14.30 Uhr)

Bei einem Blick in die Annalen stellt man fest, dass sich die beiden heutigen Trainer Mario Basler und Rudi Bommer zum letzten Mal am 27. April 1996 im Frankfurter Waldstadion als Profis auf dem Platz begegnet sind. Die damalige Bundesliga-Begegnung entschied Eintracht Frankfurt mit Bommer durch ein Tor von Markus Schupp mit 1:0 gegen Baslers SV Werder Bremen, was letztlich nichts am erstmaligen Abstieg der Eintracht in die 2. Bundesliga änderte. 21 Jahre später begegnen sich beide Ex-Profis am Samstag als Trainerkollegen auf dem Parkett der Hessenliga. Gleichzeitig ist es auch die erste Heimpartie Baslers, dessen Zwischenbilanz sich nach dem 0:1 in Waldgirmes mit einem Sieg und zwei Niederlagen recht dürftig liest.

Der Abstand auf die Nichtabstiegsplätze beträgt jetzt schon neun Punkte. Von daher wünscht sich der Sportliche Leiter Yüksel Ekiz eher die Punkte gegen den Hessenliga-Meister, als eine erhöhte Zuschauereinnahme: "Es müssen jetzt Punkte her und mit Schönspielerei kommen wir sowieso nicht weiter. Solange wir unsere Punkte nicht holen, brauchen wir auch gar nicht auf andere schauen. Es liegt aber in unserer Hand, wie schwer wir es Dreieich machen werden". Für die beiden neuen Spieler Prince Rajcomar und Cerezo Hilgen liegen unterdessen nach wie vor keine Spielberechtigungen vor, weshalb Basler wie zuletzt im Sturm auf den "Odenwald-Bomber" Filip Vlahov vertrauen könnte, der freilich in der Hessenliga noch nicht einnetzen konnte.

Kleine Ergebniskrise bei Dreieich

Bei den Gästen aus Dreieich durchlebt der aktuelle Tabellenzweite derzeit eine kleine Ergebniskrise. Zwei 1:1-Unentschieden folgte die 1:2-Heimniederlage gegen den Regionalliga-Absteiger SC Teutonia Watzenborn-Steinberg. Nach elf Begegnungen ohne Niederlage riss die Erfolgsserie der Dreieicher und der SC Hessen verpasste eine gute Gelegenheit, um noch näher an den spielfreien Tabellenführer TSV Lehnerz heranzukommen. Auswärts ist Dreieich aber weiterhin ohne Niederlage, während Rot-Weiss noch ohne Heimsieg ist.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als beide Teams im Rennen um die Meisterschaft involviert waren, sind die "Hessen" jetzt der klare Favorit. Allerdings monierte Trainer Rudi Bommer nach der Heimniederlage gegen die Mittelhessen: "Watzenborn war in dem intensiven Spiel viel entschlossener. In manchen Situationen haben wir zu bubenhaft gespielt und zu früh abgeschaltet". Bommer hatte 2011 beim damaligen Drittligisten Wacker Burghausen die Nachfolge des beurlaubten Mario Basler übernommen. Am Samstag sehen sie sich nun wieder.

Autor: Pedro Acebes

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