28.10.2017

Schwanheims Serie reißt beim Kellerkind

Verbandsliga Mitte: Eddersheim weiter souverän

Nichts zu holen gab es heute für Tomas Pelayo und Germania Schwanheim. Foto: Jörg Schulz

Der Samstag hätte für die heimischen Vertreter der Verbandsliga Mitte kaum unterschiedlicher laufen können. Während sch Germania Schwanheim nach zuvor sechs Spielen ohne Niederlage dem FSV Braunfels mit 0:3 geschlagen geben musste, marschiert Spitzenreiter Eddersheim weiter souverän durch die Liga. Beim SSV Langenaubach hat sich die Leopold-Elf mit 5:2 durchgesetzt.

FSV Braunfels - Germania Schwanheim 3:0 (1:0)

"Wir haben zu keinem Zeitpunkt ins Spiel gefunden. Die haben uns mit ihren Mitteln geschlagen und man muss sagen, auch verdient", sagte Schwanheims Tarek Fouad nach dem Spiel, das laut dem Co-Trainer der Gäste auf "einer Wiese" stattgefunden hat. "Die haben uns sicher bewusst da spielen lassen, aber dass ist im Abstiegskampf legitim. Wir wollten es spielerisch lösen, aber das war nicht möglich."

Dementsprechend kam die Germania in der ersten Hälfte noch zu zwei Torchancen, dass sollte es dann aber auch gewesen sein. Die Gastgeber, die ihrerseits tief im Tabellenkeller festhängen und vor der Partie erst sechs Zähler auf dem Konto hatten, übernahmen das Kommando und hätten bereits nach 20 Minuten per Foulelfmeter in Führung gehen können, doch Mahyar Aliakbari ließ den Strafstoß ungenutzt. Doch nur sechs Minuten später war es so weit. Nach einem langen Freistoß verschätzte sich ein Schwanheimer Abwehrspieler und Robin Fürbeth sagte Danke. So ging es mit der knappen Führung der Heimmannschaft in die Kabinen.

Wer im zweiten Durchgang mit einem Aufbäumen der Gäste gerechnet hatte, wurde bitter enttäuscht. "Nach den beiden Chancen in der ersten Hälfte hatten wir nichts mehr", so Fouad. So erhöhte Fürbeth dann in der 66. Minute auf 2:0, als sich nach einem Standard zwei Schwanheimer gegenseitig angeschossen hatten und der Doppeltorschütze erneut zur Stelle war. Nur sechs Minuten später sorgte Marco Fabrizio dann wieder nach einem Standard per herrlichem Seitfallzieher aus zwölf Metern für die Entscheidung. Bereits am Dienstag (15 Uhr) hat die Mannschaft von Trainer Tomas Pelayo beim VfB Marburg die Chance, sich nach dem Ende der Serie zu rehabilitieren.

Schiedsrichter: Markus Bengelsdorff
Zuschauer: 100.
Tore: 1:0 und 2:0 Robin Fürbeth (27., 66.), 3:0 Marco Fabrizio (72.).
Besonderes Vorkommnis: Mahyar Aliakbari (Braunfels) schießt Foulelfmeter neben das Tor (20.).

SSV Langenaubach - FC Eddersheim 2:5 (0:0)

Es läuft derzeit einfach beim FC Eddersheim. Nach einer torlosen ersten Halbzeit bot der zweite Durchgang alles, was den Fußball ausmacht. "Das war schon der Knaller. Ähnlich wie das Spiel gegen Blau-Gelb Marburg", so Trainer Rouven Leopold. Gegen die Marburger hatte sein Team vor einem Monat mit 4:3 gewonnen. "Wenn du oben stehst, gewinnst du solche Spiele einfach", so der Coach.

Nachdem in der ersten Hälfte vor den Toren nicht viel passiert war, eröffnete wieder einmal FCE-Goalgetter Turgay Akbulut auf Vorlage von Alexander Scholz den Torreigen. Doch die Hausherren zeigten sich davon nicht geschockt und erzielten durch einen 16-Meter-Schuss von Michael May zunächst den Ausgleich, bevor Abbas Attia nach einem Ballverlust der Eddersheimer in der 73. Minute das Spiel sogar drehte. Kurz darauf hatten de Hausherren sogar noch die Möglichkeit zum 3:1, verpassten aber die Vorentscheidung. "Direkt im Gegenzug machen wir das 2:2", freute sich Leopold über den von Niklas Rottenau vorbereiteten Ausgleichstreffer von Husejn Mevkic.

Was dann folgte, war ein Sturmlauf des Spitzenreiters, der die Tore zudem auch noch stark herausspielte. So wurde Akbulut zweimal stark in Szene gesetzt und markierte seine Saisontreffer 18 und 19. Stark war vor allem sein dritter Streich an diesem Nachmittag, als er den Ball gut mitnahm und dann unter die Latte hämmerte. Den Schlusspunkt setzte dann Atsuki Sorihashi per Kopf.

Am Dienstag (15 Uhr) steht dann das absolute Topspiel gegen den Zweiten FSV Fernwald auf dem Programm. "Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen. Das haben wir getan und jetzt ist alles angerichtet. Wir haben alle fünf Spiele zuhause gewonnen und wollen die Serie ausbauen", freut sich der Coach auf das Spitzenspiel

Schiedsrichterin: Julia Boike
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Turgay Akbulut (55.), 1:1 Michael May (62.), 2:1 Abbas Attia (73.), 2:2 Husejn Mevkic (78.), 2:3 und 2:4 Turgay Akbulut (80., 83.), 2:5 Atsuki Sorihashi (88.).

Autor: Daniel Bolz

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