17.10.2017

Entscheidung erst in der Verlängerung

Hessenpokal: Dreieich sorgt für Spannung

Im Hessenpokal- Spiel beim SV Weidenhausen traf Marc Schnier in der Verlängerung. Foto: Charlie Rolff

Da der SC Hessen Dreieich das Hessenpokal beim SV Weidenhausen nicht in der regulären Spielzeit entscheiden konnte, ging es in die Verlängerung. Dort setzte sich die Bommer-Elf dann mit einem 5:3 (3:3)- Erfolg gegen den Nord-Verbandsligisten durch. Die Gastgeber konnten dabei nicht mit spielerischen Mitteln überzeugen, dennoch herrschte eine gute Stimmung in Weidenhausen.

SV Weidenhausen - SC Hessen Dreieich 3:5 (3:3) n.V.

"Wir haben ihnen die Tore auf dem Silbertablett serviert und hatten nicht die Konzentration wie in einem Liga-Spiel. Der Gegner hat das nicht schlecht gemacht, weil sie viel gekämpft, aber auch mit langen Bällen agiert haben. So haben wir es auch erwartet", gab Marc Schnier nach dem Hessenpokal-Spiel zu. Dreimal musste Mike Wroblewski, der für Pierre Kleinheider im Tor stand, in der regulären Spielzeit hinter sich greifen. Aber nicht nur auf der Torwartposition hatte SC-Trainer Rudi Bommer rotiert, sondern auch unter den Feldspielern, um seinen Stammkräfte zu schonen. So stand beispielsweise Abassin Alikhil, der zuletzt verletzt war und vor der Partie auf einen Einsatz gehofft hatte, als Kapitän in der Startaufstellung. Der eigentliche Anführer, Niko Opper, saß zunächst auf der Bank und wurde erst in der 66. Minute für Alikhil eingewechselt.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:2 für die Hausherren, bei denen Dennis Nguyen, Jannis Bang und Jan Gerbig getroffen hatten. Für den Hessenligisten hingegen erzielten Denis Talijan und Khaibar Amani die beiden Tore. Talijan, der bereits das 1:1 markiert hatte, war es dann auch, der in der 85. Minute zum 3:3-Ausgleich traf, womit es in die Verlängerung ging. "Wir haben es verpasst, das Spiel in 90 Minuten zu entscheiden, weil wir den Gegner durch unsere Fehlpässe immer wieder haben ins Spiel kommen lassen", gestand Schnier nach dem Abpfiff ein, sprach aber gleichzeitig von einer "guten Stimmung" der heimischen Fans. "Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Leute kommen."

Der Angreifer konnte mit seinem Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit dann immerhin dazu beitragen, dass die Gäste noch als Sieger vom Platz gehen konnten. Spätestens mit dem zweiten Tor in der Verlängerung durch Loris Weiss war die Begegnung dann entschieden. "In der zweiten Hälfte der Verlängerung haben wir es einfach runter gespielt", so Schnier, der das Pokalspiel als "schwierige Partie" zusammenfasste. Außerdem fügte der 26-Jährige hinzu: "Mund abwischen und weiter geht's." Denn bereits am Freitag Abend ist Hessen Dreieich wieder in der Liga gefordert.

Um 19.30 Uhr gastiert die Bommer-Elf bei Rot-Weiß Hadamar. Deshalb sei eine Verlängerung am Dienstag Abend "nicht optimal" gewesen, wie Schnier erklärte. Nun ist also eine schnelle Regeneration erforderlich und es könnte gut sein, dass Trainer Bommer am Freitag wieder in der Startelf rotieren wird. Im Hessenpokal folgt im Viertelfinale dann ein weiteres Auswärtsspiel für Dreieich.

Die Statistik

SV Weidenhausen: Klotzsch - Beng, Renke, J. Gonnermann (73. Christl), Göbel, T. Gonnermann, Gerbig, Kim (102. Pfliegner), Nguyen, Ewald, Toro Moreno (109. Schäfer). - Trainer: Marco Wehr.
SC Hessen Dreieich: Wroblewski - Kohl, Gavric, Alikhil (66. Opper), Schnier, Hammel, Klein (78. Lagator), Talijan, Amani (109. Fliess), Weiss, Mlandenovic. - Trainer: Rudi Bommer.

Schiedsrichter: Christoph Rübe.
Zuschauer: 700.
Tore: 1:0 Dennis Nguyen (7.), 1:1 Denis Talijan (23.), 1:2 Khaibar Amani (52.), 2:2 Jannis Bang (53.), 3:2 Jan Gerbig (64.), 3:3 Denis Talijan (85.), 3:4 Marc Schnier (91.), 3:5 Loris Weiss (99.).

Autor: Selina Eckstein

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