17.10.2017

Schneider: "Wir pushen uns gegenseitig"

Gruppenliga Frankfurt West: Bornheim hat einen Lauf

Moritz Schneider spielt mit der SG Bornheim Grün-Weiß aktuell erfolgreichen Fußball in der Gruppenliga. Foto: Eva Aldinger (Bornheim Grün-Weiß)

Für die SG Bornheim Grün-Weiß läuft es in der aktuellen West-Gruppenliga-Saison sehr gut. Lediglich zweimal musste sich die Mannschaft von Maik Rudolf in zwölf Spielen geschlagen geben. Auch im Frankfurter Kreispokal läuft es für die Bornheimer rund. Mit einem 10:4-Erfolg gegen die Spvgg 02 Griesheim zog die Rudolf-Elf in das Achtelfinale des Wettbewerbs ein.

Die SG Bornheim Grün-Weiß eilt aktuell von Erfolg zu Erfolg. Mit 24 Zählern steht die Mannschaft von Maik Rudolf derzeit auf dem dritten Tabellenplatz der Gruppenliga Frankfurt West. Dabei hat die SG bislang 41 Tore in zwölf Spielen erzielt, was einen Schnitt von dreieinhalb Treffern pro Partie macht. Doch einen wirklichen Goalgetter haben die Bornheimer nicht, denn mit sieben Toren führt Moritz Schneider die interne Torschützenliste an. "Wir spielen nicht so, dass der letzte Ball unbedingt auf den Stürmer gehen muss, denn es laufen immer noch mindestens zwei Mittelfeldspieler mit. Dadurch wird es für die gegnerische Verteidigung schwierig, weil bei uns jeder treffen kann", äußert sich Schneider zur Flexibilität in der Offensive. Ein persönliches Ziel, wie viele Treffer in dieser Saison noch folgen sollen, hat der 31-Jährige aber nicht: "Ich bin entspannt, was das Toreschießen anbelangt. Schließlich bin ich auch nicht mehr der Jüngste. Wichtiger ist mir, dass wir jedes Spiel gewinnen."

Dass das funktionieren kann, hat die Rudolf-Elf in den vergangenen sechs Partien bewiesen, in denen sie fünfmal als Sieger vom Platz gingen und lediglich am vergangenen Spieltag ein 2:2-Unentschieden gegen die FG Seckbach holten. "Das Derby gegen Seckbach ist schon immer ein Highlight. Deshalb freuen wir uns auch schon auf das Rückspiel", so Schneider, der nicht nur dieser Partie entgegen fiebert, sondern sich auch auf die Begegnungen mit dem FFV Sportfreunde 04 und dem FC Kalbach freut. Denn diese beiden Spiele verloren die Bornheimer bislang und wollen sich in der Rückrunde dafür revanchieren.

Nach der Winterpause könnte es sich dann zeigen, wohin die tabellarische Reise für die SG geht und ob sie sich in der oberen Tabellenregion halten kann. Wenn es nach der Mannschaft geht, will diese so lange wie möglich oben stehen bleiben, wie ihr Stürmer, der schon seit 2008 im Verein ist, bestätigt: "Ich bin guter Dinge, dass es klappt. Aber dafür benötigen wir auch Glück, denn in dieser Liga kann man gegen jeden verlieren und wenn wir nicht aufpassen stehen wir auf einmal im Niemandsland der Tabelle." Vom ersten bis zum zehnten Tabellenplatz war für die Bornheimer in dieser Saison bislang schon alles dabei. Seit dem neunten Spieltag hat die Mannschaft von Trainer Rudolf den dritten Rang aber nicht mehr verlassen.

Ein weiterer Grund für den derzeitigen Erfolg ist, neben der zweitbesten Offensive sowie Defensive, die qualitative Breite im Kader, wie Schneider erklärt. "Wir sind so aufgestellt, dass wir die bisherigen Ausfälle kompensieren konnten. Das wird auch so bleiben, wenn jetzt nicht auf einmal zehn Leute ausfallen", sagt der Stürmer zum "ausgeglichenen Kader." Dadurch, dass die Mannschaft eingespielt ist, ist es leichter den aktuellen Lauf fortzusetzen, wie Schneider hinzufügt: "Wir pushen uns gegenseitig, denn die meisten sind schon lange dabei und kennen sich gut. Wer einmal in Bornheim spielt, geht hier auch nicht mehr so schnell weg. Höchstens aus beruflichen Gründen. Deswegen gibt auch jeder für den anderen Vollgas, so lange es geht." Die mannschaftliche Geschlossenheit und die wenigen Veränderungen im Kader vor der Saison sind also mit ausschlaggebend für den aktuellen Erfolg in der Gruppenliga Frankfurt West.

Im November zweimal gegen Oberrad gefordert

Und nicht nur in der Liga steht die Rudolf-Elf gut da, auch im Frankfurter Kreispokal sind sie noch im Rennen. Nach einem klaren 10:4-Sieg gegen die Spvgg 02 Griesheim (wir haben darüber berichtet) folgt das Achtelfinalspiel gegen die Spvgg 05 Oberrad am fünften November. Nur knapp zwei Wochen später begegnen sich die beiden Vereine dann in der Liga und es könnte zum Spitzenspiel kommen, sollte die Spielvereinigung Tabellenführer bleiben und die Bornheimer Dritter. "Wir wollen so weit kommen wie möglich, doch der Pokal hat immer seine eigenen Gesetze. Deshalb kann man aus diesem Spiel wenige Schlüsse für die Partie in der Liga ziehen", blickt Schneider auf die beiden Begegnungen im November voraus und fügt dann noch hinzu: "Wir spielen aber lieber als zu trainieren." Die Bornheimer wollen deshalb ein Ausscheiden vermeiden, um mit Glück im Pokal sowie in der Liga weiterhin erfolgreich zu sein.

Autor: Selina Eckstein

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