17.10.2017

Dries: "Bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden"

Kreisoberliga Offenbach: Aufsteiger SG Nieder-Roden seit Sonntag Spitzenreiter

Jens Wöll (links) und Mirnes Mesic führen die junge Mannschaft der SG Nieder-Roden und gehen voran. Foto: Patrick Scheiber

Die SG Nieder-Roden hat am Wochenende die Tabellenführung in der Kreisoberliga Offenbach übernommen. Die Mannschaft von Trainer Roland Gerhardt, die im Vorjahr in überragender Manier die Meisterschaft in der A-Liga Offenbach Ost eingefahren hat, ist in dieser Spielzeit noch ungeschlagen. Wir haben mit Fußball-Abteilungsleiter Matthias Dries über den Höhenflug seines Vereins gesprochen.

"Dass es so gut läuft, damit haben wir nicht gerrechnet", sagt Dries, der noch einmal auf die jüngere Vergangenheit seines Vereins eingeht. "Vor drei Jahren lag die SG Nieder-Roden nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga am Boden. Wir haben uns dann mit den Leuten, denen das Herz an Nieder-Roden liegt, zusammengesetzt. Ein ganz wichtiger Baustein ist Patrick Ott (Sportlicher Leiter, Anm. d. Red.). Er hat den Kontakt zu unserem Trainer Roland Gerhardt hergestellt und konnte ihn überreden, in die A-Liga zu gehen. Beide haben ein gutes Netzwerk und so haben wir die Mannschaft so aufgestellt, dass sie in der A-Liga bestehen konnte."

Im ersten Jahr nach dem Abstieg dauerte es, bis sich die Mannschaft gefunden hat, aber schon in der Rückrunde der Saison 2015/16 lief es hervorragend und die SG konnte sich dank einer Serie von 13 Siegen in Folge noch auf den dritten Rang nach vorne arbeiten. In der Folgesaison sollte dann der Aufstieg gelingen. "Das war schon unser Ziel", bemerkt Dries, der aber nicht damit gerechnet hätte, dass die Mannschaft einen solchen Durchmarsch hinlegen würde. 28 von 30 Spielen wurden gewonnen und nur beim 1:2 gegen Teutonia Hausen am letzten Spieltag musste sich der Meister geschlagen geben.

Grundsätzlich ist Dries mit der Entwicklung des Vereins zufrieden, der sagt, "dass in der Vergangenheit einige Fehler gemacht wurden und Jugendspieler die SG daraufhin verlassen haben. Die konnten wir zurückholen." So wurde um die erfahrenen Spieler Frank Egerer, Jens Wöll, Mirnes Mesic und Christian Scharnagel, sowie Keeper Marco Piesker eine junge Truppe gebastelt, die in dieser Spielzeit noch ungeschlagen ist. Sieben Siege und vier Unentschieden lautet die starke Bilanz des Aufsteigers, der aber nicht zu träumen anfängt und "mit beiden Füßen auf dem Boden bleibt. Wir haben keinen Druck", stellt Dries klar, der sich darüber freut, dass die Arbeit des Vereins von den "Zuschauern honoriert wird."

Besonders stolz ist der Abteilungsleiter, dass sich neben dem Kreisoberligateam auch die "zweite Mannschaft positiv entwickelt. Die mussten wir nach dem Abstieg abmelden." Zur letzten Saison musste die Reserve in der C-Liga neu anfangen und hat dort sofort die Meisterschaft errungen. Nach dem Aufstieg liegt Nieder-Roden II trotz zweier siegloser Spiele zuletzt auf dem dritten Rang in der B-Liga.

Aufsteiger-Duell am Sonntag

Am kommenden Sonntag (15 Uhr) steht für die SG das Duell beim Mitaufsteiger Germania Bieber auf dem Programm, der Nieder-Roden über die Relegation in die Kreisoberliga gefolgt ist. Nach starkem Saisonstart musste sich die Germania zuletzt dreimal geschlagen geben und liegt fünf Zähler hinter dem Tabellenführer. "Die haben so angefangen, wie wir es erwartet haben. Mit (Michele) Piarulli und (Patrick) Hoffmann (beide Sportfreunde Seligenstadt, Anm. d. Red.) haben sie zwei Kracher dazu bekommen. Warum sie jetzt dreimal verloren haben, weiß ich nicht, aber das wird ein schweres Spiel", erwartet Dries. "Wir wollen das Maximale mitnehmen. Mit einem Punkt wäre ich zufrieden."

Autor: Daniel Bolz

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